Gradwohl zum BSE-Verdachtsfall: Verbesserung der Kontrollqualität unerlässlich

SPÖ fordert "viel stärkere Unterstützung für die Forschung am lebenden Rind"

Wien (SK) "Die SPÖ hat richtig gehandelt, als sie dem Drängen der Finanzlandesreferenten und der Regierung im Hinblick auf die Reduzierung der flächendendeckenden Maßnahmen zur BSE-Bekämpfung entschieden entgegengetreten ist", kommentierte der SPÖ-Agrarsprecher Heinz Gradwohl am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst das Auftreten eines BSE-Verdachtsfalles in Österreich. Die Verringerung der Beprobung von Lebens- und Futtermittel, die "aufgrund der Null-Erotik in der Budgetpolitik der Bundesregierung" vorgenommen wurde, räche sich nun, so Gradwohl. "Deswegen fordern wir die Bundesregierung im Lichte der Ereignisse auf, ihre Vorhaben bezüglich der Ernährungssicherheitsagentur neu zu überdenken und mit dieser Agentur keine Verwaltungsreform zu betreiben, sondern tatsächlich Schritte im Sinne der Lebensmittelsicherheit für KonsumentInnen, aber auch ProduzentInnen zu setzen", erklärte der SPÖ-Agrarsprecher. ****

Nur auf diese Weise könne Sicherheit für die Gesundheit der österreichischen Bevölkerung geschaffen werden, führte Gradwohl aus. Gleichzeitig erscheine "die stümperhafte Umsetzung der Novellierung des Tierarzneimittelkontrollgesetzes" in der von der Koalitionsmehrheit beschlossenen Form als "extrem verantwortungslos". "Wir fordern daher die Rücknahme dieser Novelle sowie eine neuerliche Diskussion zum Ernährungssicherheitsgesetz", erklärte Gradwohl. "Die Kontrollqualität muss rasch durch die Forcierung der Forschung am lebenden Rind aufgewertet werden, denn: Die Nullerotik der Regierung gewährleistet keinerlei Lebensmittelsicherheit für die Österreicherinnen und Österreicher", so Gradwohl abschließend. (Schluss) nf

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