Bures: Blau-schwarze Machtübernahme im Hauptverband

Wien (SK) "Mit Kandlhofer als Sprecher ist die Umfärbungsstrategie der Regierung in Sachen Hauptverband an ihr vorläufiges, trauriges Ende gekommen", reagierte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst auf die Bestellung des ehemaligen Generaldirektors der bäuerlichen Sozialversicherung, Josef Kandlhofer, zum Sprecher des Haupterverbandes der Sozialversicherungsträger. Für Bures ist klar, "dass die unsoziale Politik der blau-schwarzen Koalition nun widerstandslos auch durch den Hauptverband exekutiert wird". ****

"Das gesamte Bestellungsprocedere der Hauptverbandsgeschäftsführung war nichts als eine Farce", betonte Bures. Weder Objektivität noch Entpolitisierung hätten dabei irgendeine Rolle gespielt. "Hier ging es um die Implementierung blau-schwarzer Interessen und nicht um eine Reform des Hauptverbandes", fügte die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin hinzu.

Kandlhofers Aussagen im Interview mit dem "Wirtschaftsblatt" würden die formellen Vorgaben einer "Politik der sozialen Kälte" seitens der Bundesregierung mit konkreten Inhalten erfüllen, so Bures. Kandlhofer hatte sich unter anderem für allgemeine Selbstbehalte in der Höhe von 2.000 Schilling (145,35 Euro) sowie die Erhöhung der Beiträge für PensionistInnen ausgesprochen.

"Statt die Interessen seines Klientels zu verfolgen, wird sich der Hauptverband selbst auf dem Altar der unsozialen Regierungspolitik opfern". Die Versicherten sähen "schlimmen Zeiten" entgegen, schloss Bures. (Schluss) nf

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