AKNÖ-Konsumentenschützer: Telefonwerbung in Österreich verboten

Dubiose Geschäftemacher warten auf Trubel der Vorweihnachtszeit um Geschäfte zu machen

Wien (AKNÖ).- Aus aktuellem Anlass warnen die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) vor den dubiosen Methoden einer deutschen Vertriebsfirma. Sie versucht per Telefon französischen Wein an Privatpersonen zu verkaufen. Empörte Konsumenten haben sich bereits an die AKNÖ-Konsumentenschützer gewandt . Ein Konsument erzählt, dass ihm, obwohl er niemals eine Bestellung getätigt hatte, trotzdem sechs Flaschen geliefert wurden. In dem beigelegten Brief dankte die deutsche Firma für das "entgegengebrachte Vertrauen" und verwies frech auf die Bestellung der sechs Flaschen Wein zu einem Einzelpreis von 330 Schilling (23,98 €). Der Konsument nahm die Lieferung nicht an und die sechs Flaschen Wein gingen zurück. Der Konsument dachte, dass die ganze Angelegenheit damit erledigt sei, doch kurz darauf kam ein Anruf eines Firmenvertreters. Der Konsument ließ sich jedoch nicht einschüchtern und drohte mit rechtlichen Schritten. Für AKNÖ-Präsident Josef Staudinger die einzige Art und Weise mit einer derartigen
Vorgehensweise umzugehen: "Firmen wie diese scheinen geradezu auf den Trubel der Vorweihnachtszeit zu warten, um so möglichen Kunden ihre Waren unterzujubeln. Wie leicht kann es einem passieren, dass man vom Postler etwas entgegennimmt, was gar nicht bestellt wurde." Außerdem, so Präsident Staudinger weiter, gibt es in
Österreich genug Weine von ausgezeichneter Qualität: "Warum soll ich da für eine Flasche Wein, den ich noch nicht einmal verkosten kann, 330 Schilling zahlen?"

Utl.: Telefonwerbung in Österreich verboten

Die AKNÖ-Konsumentenschützer machen ausdrücklich darauf aufmerksam, dass Telefonwerbung in Österreich gesetzlich verboten ist. Sowohl die Richtlinie des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 15.12.1997 über die Verarbeitung personenbezogener Daten und den Schutz der Privatsphäre im Bereich der Telekommunikation (=TKG-Datenschutz-RL, 97/66 EG, Abl Nr L024 vom 30.01.1998) als auch die Richtlinie des Europäischen Parlamentes und des Rates zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr (RL95/46/EG, Abl Nr 281 vom 23.11.1995) schützen das Recht auf die Achtung der Privatsphäre. Dazu AKNÖ-Konsumentenschützer Günther La Garde : "Jedes ungebetene Telefonat ist daher als ein Eindringen in die Privatsphäre des Betroffenen anzusehen. Diese aufdringliche Art der Werbung macht es einem nämlich unmöglich, in aller Ruhe vernünftig über das Angebot nachzudenken."

Die AKNÖ-Konsumentenschützer informierten die Firma schriftlich von der Tatsache, dass Telefonwerbung in Österreich ebenso wie in Deutschland verboten ist und baten um Stellungnahme. Als Antwort erhielten die Konsumentenschützer der NÖ Arbeiterkammer lediglich die dreiste Anfrage, für wen sie tätig seien und wessen Interessen sie vertreten würden.

Abschließend raten die AKNÖ-Konsumentenschützer allen Verbrauchern auf gar keinen Fall auf derartige Telefongeschäfte einzugehen. Sollten sie mit einem derartigen Telefonat belästigt werden, dann gilt:
· Notieren Sie sich, wann und mit wem Sie gesprochen haben. · Sollte eine Lieferung kommen, die Sie nicht bestellt haben, nehmen Sie diese auf gar keinen Fall entgegen.
· Wenden Sie sich im Zweifelsfall an die AKNÖ-Konsumentenschützer, die Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen.

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