- 03.12.2001, 15:12:35
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ÖGB-Bachner: "Regierung stiehlt sich aus Verantwortung für Erwachsenenbildung"
Gewerkschaft verlangt mehr Investitionen in Weiterbildung
Wien (ÖGB). "Die Regierung stiehlt sich aus ihrer Verantwortung
für öffentliche Aufgaben wie der Erwachsenenbildung", kritisierte die
Leitende Sekretärin im ÖGB, Roswitha Bachner, heute, Montag. Anlass
sind die über die APA bekannt gewordenen Einsparungen im
Förderungsbericht 2000. Dieser soll voraussichtlich diese Woche dem
Nationalrat vorgelegt werden. Darin sind Kürzungen um ein Drittel für
den Voranschlag 2001 vorgesehen. ++++
"Damit werden diejenigen ArbeitnehmerInnen, die auf Formen der
Erwachsenenbildung angewiesen sind um höhere Qualifikationen zu
erlangen, vor den Kopf gestoßen", erklärt Bachner.
Ein Problem sei auch, dass derzeit betriebliche
Weiterbildungsmaßnahmen vorwiegend besser qualifizierten
ArbeitnehmerInnen zugute kommen, so Bachner. Notwendig sei es auch
Menschen, die kaum Zugang zu Weiterbildungsaktivitäten haben, solche
zu ermöglichen. "Deshalb muss auch das Lernen den Lernenden räumlich
näher gebracht werden", verweist die Leitende Sekretärin im ÖGB auf
die Wichtigkeit dezentraler Angebote im Bereich der
Erwachsenenbildung.
Wesentlich sei lebensbegleitendes Lernen auch im Berufsalltag, nur
damit sei eine dauerhafte Teilhabe an der Wissensgesellschaft
gewährleistet, so Bachner. In Österreich sei ein großes Interesse am
Bereich Erwachsenenbildung vorhanden. "Deshalb ist neben Fragen nach
der Zugangsmöglichkeit, der Information und Beratung sowie den
Bildungsinhalten, auch die nach einer gesicherten Finanzierung
wesentlich." (hell)
ÖGB, 3. Dezember 2001
Nr. 1042
Rückfragehinweis: ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Erik Helleis
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