ÖGB-Bachner: "Regierung stiehlt sich aus Verantwortung für Erwachsenenbildung"

Gewerkschaft verlangt mehr Investitionen in Weiterbildung

Wien (ÖGB). "Die Regierung stiehlt sich aus ihrer Verantwortung für öffentliche Aufgaben wie der Erwachsenenbildung", kritisierte die Leitende Sekretärin im ÖGB, Roswitha Bachner, heute, Montag. Anlass sind die über die APA bekannt gewordenen Einsparungen im Förderungsbericht 2000. Dieser soll voraussichtlich diese Woche dem Nationalrat vorgelegt werden. Darin sind Kürzungen um ein Drittel für den Voranschlag 2001 vorgesehen. ++++

"Damit werden diejenigen ArbeitnehmerInnen, die auf Formen der Erwachsenenbildung angewiesen sind um höhere Qualifikationen zu erlangen, vor den Kopf gestoßen", erklärt Bachner.

Ein Problem sei auch, dass derzeit betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen vorwiegend besser qualifizierten ArbeitnehmerInnen zugute kommen, so Bachner. Notwendig sei es auch Menschen, die kaum Zugang zu Weiterbildungsaktivitäten haben, solche zu ermöglichen. "Deshalb muss auch das Lernen den Lernenden räumlich näher gebracht werden", verweist die Leitende Sekretärin im ÖGB auf die Wichtigkeit dezentraler Angebote im Bereich der Erwachsenenbildung.

Wesentlich sei lebensbegleitendes Lernen auch im Berufsalltag, nur damit sei eine dauerhafte Teilhabe an der Wissensgesellschaft gewährleistet, so Bachner. In Österreich sei ein großes Interesse am Bereich Erwachsenenbildung vorhanden. "Deshalb ist neben Fragen nach der Zugangsmöglichkeit, der Information und Beratung sowie den Bildungsinhalten, auch die nach einer gesicherten Finanzierung wesentlich." (hell)

ÖGB, 3. Dezember 2001
Nr. 1042

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