Schenz: Temelin-Sicherheitsabkommen mit Prag positive Lösung Temelin-Einigung trägt gerechtfertigten Sicherheitsbedenken Rechnung - "Veto-Politik im Hinblick auf EU-Erweiterungsprozess inakzeptabel"

Wien (PWK869) - Die Einigung zwischen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Tschechiens Ministerpräsident Milos Zeman über verbindliche Sicherheitsstandards für das Atomkraftwerk Temelin wird von der Wirtschaft begrüßt. Richard Schenz, OMV-Generaldirektor und Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich: "Die Einigung zwischen Tschechien und Österreich, wonach die Sicherheitsstandards von Temelin überprüft und allfällige Mängel rechtsverbindlich und einklagbar behoben werden, ist aus mehreren Gründen eine gute Lösung. Es wird damit dem legitimen Sicherheitsbedürfnis in Österreich Rechnung getragen. Klar ist es, dass Temelin bestmögliche Sicherheitsstandards, die dem Niveau der europäischen Technik entsprechen, im Interesse der Bevölkerung aufweisen muss. Andererseits kann mit dieser Lösung jetzt die emotionelle innenpolitische Debatte versachlicht werden."

Schenz ist auch davon überzeugt, dass mit der Vereinbarung die EU-Osterweiterung jetzt wieder planmäßig verfolgt werden kann: "Ich sehe die Gefahr, dass die Debatte um Temelin die Haltung der Bürger in Bezug auf die EU-Erweiterung negativ beeinflusst bzw. schon beeinflusst hat. Das ist mehr als schade. Denn neben der Euro-Umstellung ist die EU-Erweiterung das wichtigste Zukunfts-, Wirtschafts- und Friedensprojekt Europas, welches für Österreich große Vorteile bringt."

Wie andere Wirtschaftstreibende und Manager warnt Schenz jedenfalls vor den negativen wirtschaftlichen Folgen einer Vetopolitik Österreichs: "Ein Veto Österreichs ist absolut unakzeptabel. Dann erleidet das Image Österreichs in Brüssel und den wichtigen osteuropäischen Zukunftsmärkten einen nachhaltigen schweren Schaden." (RH)

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