Leitl: "Europa endet nicht am Mittelmeer, sondern erst vor Wüste Afrikas"

Wirtschaftskammer unterstützt Tunesien bei Suche nach Investoren

Wien (PWK867) - "Europa endet nicht am Mittelmeer, sondern erst
vor der Wüste Afrikas", plädiert WKÖ-Präsident Christoph Leitl für eine horizontale und vertikale Eingliederung Nordafrikas in den europäischen Wirtschaftsraum bei seinem Gespräch mit dem Außenminister Habib Ben Yahia anlässlich des bereits dritten Firmenforums "Geschäfts- und Investitionsmöglichkeiten in Tunesien". "Gerade Tunesien, derzeit einziges Land Nordafrikas mit einem EU-Assoziationsabkommen und den besten makroökonomischen Eckdaten in ganz Afrika, bietet ideale Voraussetzungen als Investitionsstandort in dieser Region. Nur mehr Wissen und gegenseitiges Verständnis zwischen Wirtschaft und Kultur können weltweit dazu beitragen, optimale Voraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit zu schaffen", ist Leitl überzeugt.

Die Wirtschaftskammer unterstützt schon seit längerem die tunesischen Bemühungen für verstärkte ausländische Investitionen. 60 österreichische und 18 tunesische Firmen nahmen am Firmenforum "Tunesien" teil und signalisieren starkes Interesse. 18 Unternehmen aus Österreich haben in Tunesien bereits eigene Niederlassungen gegründet, von Investitionen der Gulet-Touristik-Gruppe Magic Life, zu OMV, Bekleidungswerk Rosenkranz, Biochemie Kundl, Teich AG, Rupp Käse bis zur VA-TECH. Darüber ist Österreich mit 110.000 Besuchern im Jahr 2000 nach Deutschland, Frankreich und Italien das viertgrößte "Incomingland" für Tunesien.

Tunesien ist heute das reichste Land Nordafrikas und wird vom Weltwirtschaftsforum sowie dem Harvard Institute sehr positiv beurteilt. Das flächenmäßig kleinste Land der Region verzeichnet seit mehr als einem Jahrzehnt ein ununterbrochenes Wirtschaftswachstum, für 2001 sind etwa 6,2 % prognostiziert. Nach den Rekordwerten in den bilateralen Beziehungen im Jahr 2000 mit einem Wachstum der österreichischen Exporte von über 50 %, ist das erste Halbjahr um 13 % auf eine Exportwert von 241 Mio Schilling zurückgegangen. Dennoch ist dieser Ausfuhrwert für ein Schwellenland mit knapp 10 Mio Einwohnern ein beachtlicher Erfolg für die österreichische Exportwirtschaft. Die österreichischen Einfuhren aus Tunesien sind um fast 8 % auf 244 Mio Schilling gestiegen.

Der tunesische Außenminister Habib Beb Yahia trifft heute im Rahmen seines Wien-Aufenthaltes auch Bundespräsident Thomas Klestil, Außenministerin Benita Ferrero, Nationalratspräsident Heinz Fischer und den Wiener Bürgermeister Michael Häupl. (pt)

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