WGKK: Wiener Zahngesundheitsprojekt erhielt Weltmeistertitel

Präventionsprojekt der WGKK international ausgezeichnet

Wien (OTS) - Das von der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) und der Stadt Wien initiierte und finanzierte Zahngesundheitsprojekt an Wiener Schulen und Kindergärten wurde von der Internationalen Vereinigung der Kinderzahnärzte zum besten Gruppenprophylaxe-Projekt der Welt gewählt. Diese weltmeisterliche Initiative wurde heute im Rahmen einer Pressekonferenz vom Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse, Franz Bittner, und dem Geschäftsführer des Vereins für prophylaktische Gesundheitsarbeit (PGA), Heinz Eitenberger, - der das Projekt entwickelt hat - präsentiert. Das seit dem Vorjahr im 2. und 20. Bezirk laufende Projekt zur Zahngesundheitsförderung an Schulen und Kindergärten zeigte sensationelle Erfolge und wurde nun auf die Bezirke Favoriten und Ottakring ausgeweitet.

Kariesprophylaxe für 23.000 Kinder

Im laufenden Schuljahr werden fast alle Kinder zwischen 3 und 10 Jahren in ihrer Schulklasse oder ihrer Kindergartengruppe zwei mal jährlich von einer ausgebildeten Zahngesundheitserzieherin besucht. Sie vermittelt den Kindern mit einem speziellen pädagogischen Konzept die Grundpfeiler der Kariesprophylaxe in spielerischer und kindgerechter Form. Zusätzlich erhalten die Kinder der 1. und 4. Schulstufe eine zahnärztliche Untersuchung. Ziel dieser Untersuchung ist es einerseits kariesgefährdete oder bereits erkrankte Kinder zu erkennen und mit einer speziellen "Überweisung" und Information für die Eltern zur Behandlung zu schicken und andererseits die Schwellenangst vor der Zahnärztin/dem Zahnarzt abzubauen. Das Vorsorgeprogramm wird durch Elternabende mit Informationen zur Zahngesundheit von Kindern abgerundet.

66 Prozent weniger Zahnbeläge

Die wissenschaftliche Evaluation des Pilotprojektes im 2. und 20. Bezirk durch das Österreichische Bundesinstitut für Gesundheitswesen (ÖBIG) brachte sensationelle Ergebnisse: Es konnte eine Plaquereduktion (Zahnbelag) um 66 Prozent festgestellt werden. Der Wissensstand der Kinder über das Zähneputzen konnte deutlich gesteigert und die Angst der Kinder vor dem Zahnarzt deutlich reduziert werden.

Zahngesundheitsförderung bei den Kindern macht sich doppelt bezahlt

"Die Investition in die Zahngesundheitsförderung bei den Kindern von heute macht sich durch eine bessere Zahngesundheit und niedrigere Behandlungskosten bei den Erwachsenen von morgen doppelt bezahlt" erläuterte Bittner. "Mehr Zahngesundheit bedeutet für die Menschen weniger Schmerzen, weniger Angst vor dem Zahnarzt und weniger Ausgaben für die Behebung von Zahn- und Kieferschäden. Für die Krankenkasse der Beitragszahler bedeutet ein Mehr an Zahngesundheit auch die Vermeidung von Folgekosten für Füllungen, Extraktionen, kieferorthopädische Behandlungen und Prothesen."

Erfolgreiche Kooperation der Gesundheitspartner in Wien

"Dieses Projekt ist ein weiterer Beweis für die gute Zusammenarbeit der Wiener Gebietskrankenkasse mit der Stadt Wien, der Wiener Ärztekammer und spezialisierten Partnerorganisationen wie dem Verein für Prophylaktische Gesundheitsarbeit (PGA)" so Bittner weiter. Dieses Erfolgreiche Modell der "Wiener Gesundheitspartnerschaft" hat sich auch schon in bei anderen wichtigen und innovativen Präventionsprojekten - wie z. B. beim Wiener Brustkrebsvorsorgeprogramm - bestens bewährt.

Regierung bedroht Präventionsaktivitäten der Krankenkassen

"Die Bundesregierung zwingt die Krankenkassen bei den 'Ermessensleistungen' rigoros zu sparen. Gerade in diesem Bereich ist jedoch ein Großteil der Gesundheitsförderungs- und -vorsorgeprojekte angesiedelt" stellte Bittner fest. "Damit wird die angestrebte Entwicklung hin zu mehr Ursachenbekämpfung statt Reparaturmedizin fast verunmöglicht. Das von der Regierung verfolgte Konzept des Kaputtsparens gerade bei den freiwilligen, innovativen Präventionsaktivitäten ist eine gefährliche Fehlentwicklung und ein Rückschritt in der Gesundheitspolitik. Sollte es hier zu keinem Umdenken kommen, ist die Weiterentwicklung der gerade in den letzten Jahren aufgeblühten Präventionslandschaft in Wien gefährdet. Die WGKK ist jedenfalls bereit, den präventionsorientierten Projekten auch in Zukunft eine Chance zu geben" schloss Bittner.

****Diese Aussendung musste noch nicht gem. § 81a (59. ASVG-Nov.) dem Ministerium zur Genehmigung vorgelegt werden****

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