- 30.11.2001, 11:47:25
- /
- OTS0127 OTW0127
WGKK: Wiener Zahngesundheitsprojekt erhielt Weltmeistertitel
Präventionsprojekt der WGKK international ausgezeichnet
Wien (OTS) - Das von der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) und der
Stadt Wien initiierte und finanzierte Zahngesundheitsprojekt an
Wiener Schulen und Kindergärten wurde von der Internationalen
Vereinigung der Kinderzahnärzte zum besten Gruppenprophylaxe-Projekt
der Welt gewählt. Diese weltmeisterliche Initiative wurde heute im
Rahmen einer Pressekonferenz vom Obmann der Wiener
Gebietskrankenkasse, Franz Bittner, und dem Geschäftsführer des
Vereins für prophylaktische Gesundheitsarbeit (PGA), Heinz
Eitenberger, - der das Projekt entwickelt hat - präsentiert. Das seit
dem Vorjahr im 2. und 20. Bezirk laufende Projekt zur
Zahngesundheitsförderung an Schulen und Kindergärten zeigte
sensationelle Erfolge und wurde nun auf die Bezirke Favoriten und
Ottakring ausgeweitet.
Kariesprophylaxe für 23.000 Kinder
Im laufenden Schuljahr werden fast alle Kinder zwischen 3 und 10
Jahren in ihrer Schulklasse oder ihrer Kindergartengruppe zwei mal
jährlich von einer ausgebildeten Zahngesundheitserzieherin besucht.
Sie vermittelt den Kindern mit einem speziellen pädagogischen Konzept
die Grundpfeiler der Kariesprophylaxe in spielerischer und
kindgerechter Form. Zusätzlich erhalten die Kinder der 1. und 4.
Schulstufe eine zahnärztliche Untersuchung. Ziel dieser Untersuchung
ist es einerseits kariesgefährdete oder bereits erkrankte Kinder zu
erkennen und mit einer speziellen "Überweisung" und Information für
die Eltern zur Behandlung zu schicken und andererseits die
Schwellenangst vor der Zahnärztin/dem Zahnarzt abzubauen. Das
Vorsorgeprogramm wird durch Elternabende mit Informationen zur
Zahngesundheit von Kindern abgerundet.
66 Prozent weniger Zahnbeläge
Die wissenschaftliche Evaluation des Pilotprojektes im 2. und 20.
Bezirk durch das Österreichische Bundesinstitut für Gesundheitswesen
(ÖBIG) brachte sensationelle Ergebnisse: Es konnte eine
Plaquereduktion (Zahnbelag) um 66 Prozent festgestellt werden. Der
Wissensstand der Kinder über das Zähneputzen konnte deutlich
gesteigert und die Angst der Kinder vor dem Zahnarzt deutlich
reduziert werden.
Zahngesundheitsförderung bei den Kindern macht sich doppelt
bezahlt
"Die Investition in die Zahngesundheitsförderung bei den Kindern
von heute macht sich durch eine bessere Zahngesundheit und niedrigere
Behandlungskosten bei den Erwachsenen von morgen doppelt bezahlt"
erläuterte Bittner. "Mehr Zahngesundheit bedeutet für die Menschen
weniger Schmerzen, weniger Angst vor dem Zahnarzt und weniger
Ausgaben für die Behebung von Zahn- und Kieferschäden. Für die
Krankenkasse der Beitragszahler bedeutet ein Mehr an Zahngesundheit
auch die Vermeidung von Folgekosten für Füllungen, Extraktionen,
kieferorthopädische Behandlungen und Prothesen."
Erfolgreiche Kooperation der Gesundheitspartner in Wien
"Dieses Projekt ist ein weiterer Beweis für die gute
Zusammenarbeit der Wiener Gebietskrankenkasse mit der Stadt Wien, der
Wiener Ärztekammer und spezialisierten Partnerorganisationen wie dem
Verein für Prophylaktische Gesundheitsarbeit (PGA)" so Bittner
weiter. Dieses Erfolgreiche Modell der "Wiener
Gesundheitspartnerschaft" hat sich auch schon in bei anderen
wichtigen und innovativen Präventionsprojekten - wie z. B. beim
Wiener Brustkrebsvorsorgeprogramm - bestens bewährt.
Regierung bedroht Präventionsaktivitäten der Krankenkassen
"Die Bundesregierung zwingt die Krankenkassen bei den
'Ermessensleistungen' rigoros zu sparen. Gerade in diesem Bereich ist
jedoch ein Großteil der Gesundheitsförderungs- und -vorsorgeprojekte
angesiedelt" stellte Bittner fest. "Damit wird die angestrebte
Entwicklung hin zu mehr Ursachenbekämpfung statt Reparaturmedizin
fast verunmöglicht. Das von der Regierung verfolgte Konzept des
Kaputtsparens gerade bei den freiwilligen, innovativen
Präventionsaktivitäten ist eine gefährliche Fehlentwicklung und ein
Rückschritt in der Gesundheitspolitik. Sollte es hier zu keinem
Umdenken kommen, ist die Weiterentwicklung der gerade in den letzten
Jahren aufgeblühten Präventionslandschaft in Wien gefährdet. Die WGKK
ist jedenfalls bereit, den präventionsorientierten Projekten auch in
Zukunft eine Chance zu geben" schloss Bittner.
****Diese Aussendung musste noch nicht gem. § 81a (59. ASVG-Nov.)
dem Ministerium zur Genehmigung vorgelegt werden****
Rückfragehinweis: Wiener Gebietskrankenkasse/Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Jan Pazourek
Tel.: (01) 60122 DW 2254 od. 0664 31 31 794
mailto:[email protected]
http://www.wgkk.at
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WGK/OTS






