ÖGB-Frauen: Finanzierung der Abfertigung Neu bei Frauen in Karenz durch FLAF

FLAF geht auf Lohnverzicht der ArbeitnehmerInnen zurück

Wien (ÖGB). Entschieden wendet sich die ÖGB-Frauensekretärin Sylvia Ledwinka gegen die Forderung des Präsidenten des Katholischen Familienbandes, Johannes Fenz, die Beiträge für die Abfertigung Neu für Frauen in Karenz sollten aus der Arbeitslosenversicherung anstelle aus dem Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) beglichen werden.++++

Ledwinka: "Wir bestehen darauf, dass die Mittel aus dem FLAF kommen." Der FLAF gehe historisch gesehen auf einen Lohnverzicht der ArbeitnehmerInnen zurück. Der Fonds werde von jeher nicht aus allgemeinen Steuermitteln gespeist, sondern über Dienstgeberbeiträge durch die unselbständig Erwerbstätigen, so die Frauensekretärin. "Frauen in Karenz befinden sich in einem aufrechten Dienstverhältnis. Die Forderung von Herrn Fenz, die Gelder aus der Arbeitslosenversicherung aufzubringen, entbehrt daher jeder Logik. Die Mittel aus der Arbeitslosenversicherung sollen besser für aktive Arbeitsmarktpolitik - gerade auch für WiedereinsteigerInnen verwendet werden. Gerade in diesem Bereich wäre eine Offensive dringend notwendig", so Ledwinka abschließend. (mfr)

ÖGB, 29. November 2001
Nr. 1033

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