Motz: Wiener Stromgebühr trifft auch NÖ Konsumenten mit voller Härte

Kraft-Wärme-Kopplungszuschlag widerspricht europäischer Stromliberalisierung

St. Pölten, (SPI) - Seit 1. November dieses Jahres hebt Wien-Strom von ihren Kunden einen sogenannten Kraft-Wärme-Kopplungszuschlag (KWK) in der Höhe von mehr als 10 Groschen pro bezogener Kilowattstunde ein. "Die Stromkunden verstehen es, wenn sie Stromabgaben zahlen, damit wir in unserem Land "sauberen" Strom herstellen - wofür die Konsumenten allerdings zu Recht keinerlei Verständnis aufbringen können, ist die Tatsache, dass sie über überhöhte Netzgebühren zur Kasse gebeten werden und darüber hinaus damit ein liberaler Strommarkt entscheidend eingegrenzt wird. Diese Wiener Stromgebühr trifft also auch niederösterreichische Konsumenten mit aller Härte und widerspricht dem europäischen Prinzip der Stromliberalisierung", kritisiert der Wirtschaftssprecher der NÖ Sozialdemokraten LAbg. Mag. Wolfgang Motz den Stromzuschlag der Wien-Strom.****

Von dieser neuen Stromgebühr ist das gesamte Stromnetz der Wien-Strom betroffen, das heißt auch große Teile der niederösterreichischen Bezirke Wien-Umgebung, Korneuburg, Mödling und Baden. Ein mittelgroßer Haushalt, der an das Stromnetz der Wien-Strom angeschlossen ist, hat bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden mit zusätzlichen Kosten von 430 Schilling zu rechnen. Dieser Betrag entspricht in etwa jenem, den sich die Stromkunden durch die Stromliberalisierung ersparen hätten sollen. "Die neue Stromgebühr von Wien-Strom ist aus keinem plausiblen Grund zu rechtfertigen. Viel mehr stellt dieser "KWK-Zuschlag" eine unsoziale finanzielle Belastung für alle Stromkunden von Wien-Strom dar", betont LAbg. Motz.
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