- 29.11.2001, 13:43:37
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Motz: Wiener Stromgebühr trifft auch NÖ Konsumenten mit voller Härte
Kraft-Wärme-Kopplungszuschlag widerspricht europäischer Stromliberalisierung
St. Pölten, (SPI) - Seit 1. November dieses Jahres hebt Wien-Strom
von ihren Kunden einen sogenannten Kraft-Wärme-Kopplungszuschlag
(KWK) in der Höhe von mehr als 10 Groschen pro bezogener
Kilowattstunde ein. "Die Stromkunden verstehen es, wenn sie
Stromabgaben zahlen, damit wir in unserem Land "sauberen" Strom
herstellen - wofür die Konsumenten allerdings zu Recht keinerlei
Verständnis aufbringen können, ist die Tatsache, dass sie über
überhöhte Netzgebühren zur Kasse gebeten werden und darüber hinaus
damit ein liberaler Strommarkt entscheidend eingegrenzt wird. Diese
Wiener Stromgebühr trifft also auch niederösterreichische Konsumenten
mit aller Härte und widerspricht dem europäischen Prinzip der
Stromliberalisierung", kritisiert der Wirtschaftssprecher der NÖ
Sozialdemokraten LAbg. Mag. Wolfgang Motz den Stromzuschlag der
Wien-Strom.****
Von dieser neuen Stromgebühr ist das gesamte Stromnetz der Wien-Strom
betroffen, das heißt auch große Teile der niederösterreichischen
Bezirke Wien-Umgebung, Korneuburg, Mödling und Baden. Ein
mittelgroßer Haushalt, der an das Stromnetz der Wien-Strom
angeschlossen ist, hat bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch
von 3.500 Kilowattstunden mit zusätzlichen Kosten von 430 Schilling
zu rechnen. Dieser Betrag entspricht in etwa jenem, den sich die
Stromkunden durch die Stromliberalisierung ersparen hätten sollen.
"Die neue Stromgebühr von Wien-Strom ist aus keinem plausiblen Grund
zu rechtfertigen. Viel mehr stellt dieser "KWK-Zuschlag" eine
unsoziale finanzielle Belastung für alle Stromkunden von Wien-Strom
dar", betont LAbg. Motz.
(Schluss) as
Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ
Tel: 02742/9005 DW 12794
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