- 29.11.2001, 09:03:31
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ÖAMTC und VKI präsentieren Crash-Testergebnisse zur Kompaktklasse=
Vier Sterne für Peugeot 307 und Honda Civic Stream, nur drei Sterne für Rover 25 und Alfa 147
Wien (ÖAMTC-Presse) - Wer beim Autokauf auf Nummer sicher gehen
will, ist gut beraten, sich genauer mit dem Thema Crashverhalten des
zukünftigen Neuwagens auseinanderzusetzen. Das bestätigen auch die
sehr unterschiedlichen Ergebnisse der neuesten Crashtests im Rahmen
des EuroNCAPs. ÖAMTC und VKI ergänzen ihre Crash-Tests in der
Kompaktklasse um weitere drei Modelle. Auf dem Prüfstand waren
Peugeot 307, Alfa Romeo 147, Rover 25.
Das beste Ergebnis im Front-, Seiten- und Pole-Test lieferte der
Peugeot 307 mit vier Sternen und 30 von 33 möglichen Punkten. Mit
dieser Wertung liegt der Peugeot 307 an der Spitze der Kompaktklasse.
Im Frontcrash traten größere Probleme nur für den
Oberschenkel/Knie-Bereich durch zu harte Strukturen unter dem
Armaturenbrett (z.B. scharfkantige Blechteile, unnachgiebige
Versteifungen) auf. In Sachen Seitensicherheit erreichte der Peugeot
307 das Punktemaximum mit 18 Punkten.
Trotz des Punktemaximums bei der Seitensicherheit konnte der Alfa
Romeo nur drei Sterne erreichen. Grund dafür: bescheidene drei Punkte
beim Frontcrash, ausgelöst durch Probleme beim Rückhaltesystem (Gurt,
Gurtstraffer) und beim Airbag sowie harte Strukturen unter dem
Armaturenbrett. Dadurch sind die Oberschenkel des Fahrers dermaßen
belastet, dass Brüche die Folge sein können. Extrem belastet sind
auch die Füße des Fahrers. In der Kompaktklasse liegt der Alfa Romeo
damit insgesamt nur an 13. Stelle.
Ebenfalls enttäuschend mit nur drei Sternen schnitt der Rover 25
ab, der auch nur magere drei Punkte im Frontcrash für sich verbuchen
konnte. Aufgrund gravierender Probleme mit dem Airbag und zu harten
Strukturen unter dem Armaturenbrett ergeben sich hohe Belastungen für
Brust und Beine von Fahrer und Beifahrer, was im realen
Unfallgeschehen schwere Verletzungen bedeuten würde. Im Seitencrash
verursacht der fehlende Seitenairbag Belastungen im Brust- und
Bauchbereich durch den Anprall an die Tür und an die Türarmlehnen.
Mit 14 Punkten in der Gesamtwertung liegt der Rover 25 daher nur an
14. Stelle in der Kompaktklasse.
Vier Sterne für den Minivan von Honda
Mit 26 Punkten und vier Sternen liegt der mitgetestete Minivan von
Honda im Viersterne-Bereich und damit an vierter Stelle von elf in
der Klasse der Minivans getesteten. Im Seitencrash hat der Honda
Stream 16 von 18 Punkten erreicht, weil aufgrund des fehlenden
Kopfairbags kein Pole-Test durchgeführt werden konnte. Trotz stabiler
Karosserie erreichte der Honda im Frontcrash nur zehn Punkte.
Probleme ergeben sich aus den hohen Brustbelastungen für Fahrer und
Beifahrer durch das Rückhaltesystem und durch die harten Strukturen
unter dem Armaturenbrett für die Beine des Fahrers.
Kindersicherheit bei allen Modellen ein Schwachpunkt
Großen Wert legen die Tester von ÖAMTC und VKI auf das Thema
Kindersicherheit. Fazit der aktuellen Testserie: Speziell beim
Seitencrash boten alle Kindersitze keinen ausreichenden Schutz für
die Köpfe der Kinder. Beim realen Unfallgeschehen können schwere
Kopf- und Nackenverletzungen auftreten.
Das beste Ergebnis mit Kindersitzen konnte noch Honda erzielen.
Beide Kinder-Dummies sind im Seitencrash gut geschützt, was bei den
meisten bisher getesteten Kindersitzen nicht der Fall war. Im
Frontaufprall blieb aber nur das kleinere (18 Monate) Kind gut
geschützt. Der Kopf des dreijährigen Kindes war ungeschützt.
Im Peugeot 307 und Alfa 147 sind im Frontcrash die Kinder beider
Altersklassen gut geschützt, im Seitencrash die Köpfe beider Kinder
gefährdet. Im dreitürigen Alfa 147 ist es zudem sehr schwierig, einen
rückwärtsgerichteten Sitz für Kleinkinder zu befestigen, weil der
Kindersitz am Vordersitz befestigt werden muss.
Beim Rover 25 waren beim Seitenaufprall beide Kinder ebenfalls
nicht optimal geschützt. Zusätzlich gab es im Frontaufprall für das
dreijährige Kind schlechte Ergebnisse.
Auch beim Fußgängerschutz besteht Handlungsbedarf
Wie schon in der Kompaktklasse der Honda Civic, stellt der Honda
Stream mit drei Sternen in Sachen Fußgängerschutz den einzigen
Lichtblick dar. Die anderen getesteten Fahrzeuge haben mit jeweils
nur zwei Sternen in Bezug auf den Fußgängerschutz schlecht
abgeschnitten.
Weitere Informationen, Bilder und Grafiken können auch im Internet
unter www.oeamtc.at oder unter www.konsument.at/presse.htm abgerufen
werden.
(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger
Rückfragehinweis: ÖAMTC Pressestelle
Tel.: (01) 711 99-1218
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