ÖAMTC und VKI präsentieren Crash-Testergebnisse zur Kompaktklasse

Vier Sterne für Peugeot 307 und Honda Civic Stream, nur drei Sterne für Rover 25 und Alfa 147

Wien (ÖAMTC-Presse) - Wer beim Autokauf auf Nummer sicher gehen will, ist gut beraten, sich genauer mit dem Thema Crashverhalten des zukünftigen Neuwagens auseinanderzusetzen. Das bestätigen auch die sehr unterschiedlichen Ergebnisse der neuesten Crashtests im Rahmen des EuroNCAPs. ÖAMTC und VKI ergänzen ihre Crash-Tests in der Kompaktklasse um weitere drei Modelle. Auf dem Prüfstand waren Peugeot 307, Alfa Romeo 147, Rover 25.

Das beste Ergebnis im Front-, Seiten- und Pole-Test lieferte der Peugeot 307 mit vier Sternen und 30 von 33 möglichen Punkten. Mit dieser Wertung liegt der Peugeot 307 an der Spitze der Kompaktklasse. Im Frontcrash traten größere Probleme nur für den Oberschenkel/Knie-Bereich durch zu harte Strukturen unter dem Armaturenbrett (z.B. scharfkantige Blechteile, unnachgiebige Versteifungen) auf. In Sachen Seitensicherheit erreichte der Peugeot 307 das Punktemaximum mit 18 Punkten.

Trotz des Punktemaximums bei der Seitensicherheit konnte der Alfa Romeo nur drei Sterne erreichen. Grund dafür: bescheidene drei Punkte beim Frontcrash, ausgelöst durch Probleme beim Rückhaltesystem (Gurt, Gurtstraffer) und beim Airbag sowie harte Strukturen unter dem Armaturenbrett. Dadurch sind die Oberschenkel des Fahrers dermaßen belastet, dass Brüche die Folge sein können. Extrem belastet sind auch die Füße des Fahrers. In der Kompaktklasse liegt der Alfa Romeo damit insgesamt nur an 13. Stelle.

Ebenfalls enttäuschend mit nur drei Sternen schnitt der Rover 25 ab, der auch nur magere drei Punkte im Frontcrash für sich verbuchen konnte. Aufgrund gravierender Probleme mit dem Airbag und zu harten Strukturen unter dem Armaturenbrett ergeben sich hohe Belastungen für Brust und Beine von Fahrer und Beifahrer, was im realen Unfallgeschehen schwere Verletzungen bedeuten würde. Im Seitencrash verursacht der fehlende Seitenairbag Belastungen im Brust- und Bauchbereich durch den Anprall an die Tür und an die Türarmlehnen. Mit 14 Punkten in der Gesamtwertung liegt der Rover 25 daher nur an 14. Stelle in der Kompaktklasse.

Vier Sterne für den Minivan von Honda

Mit 26 Punkten und vier Sternen liegt der mitgetestete Minivan von Honda im Viersterne-Bereich und damit an vierter Stelle von elf in der Klasse der Minivans getesteten. Im Seitencrash hat der Honda Stream 16 von 18 Punkten erreicht, weil aufgrund des fehlenden Kopfairbags kein Pole-Test durchgeführt werden konnte. Trotz stabiler Karosserie erreichte der Honda im Frontcrash nur zehn Punkte. Probleme ergeben sich aus den hohen Brustbelastungen für Fahrer und Beifahrer durch das Rückhaltesystem und durch die harten Strukturen unter dem Armaturenbrett für die Beine des Fahrers.

Kindersicherheit bei allen Modellen ein Schwachpunkt

Großen Wert legen die Tester von ÖAMTC und VKI auf das Thema Kindersicherheit. Fazit der aktuellen Testserie: Speziell beim Seitencrash boten alle Kindersitze keinen ausreichenden Schutz für die Köpfe der Kinder. Beim realen Unfallgeschehen können schwere Kopf- und Nackenverletzungen auftreten.

Das beste Ergebnis mit Kindersitzen konnte noch Honda erzielen. Beide Kinder-Dummies sind im Seitencrash gut geschützt, was bei den meisten bisher getesteten Kindersitzen nicht der Fall war. Im Frontaufprall blieb aber nur das kleinere (18 Monate) Kind gut geschützt. Der Kopf des dreijährigen Kindes war ungeschützt.

Im Peugeot 307 und Alfa 147 sind im Frontcrash die Kinder beider Altersklassen gut geschützt, im Seitencrash die Köpfe beider Kinder gefährdet. Im dreitürigen Alfa 147 ist es zudem sehr schwierig, einen rückwärtsgerichteten Sitz für Kleinkinder zu befestigen, weil der Kindersitz am Vordersitz befestigt werden muss.

Beim Rover 25 waren beim Seitenaufprall beide Kinder ebenfalls nicht optimal geschützt. Zusätzlich gab es im Frontaufprall für das dreijährige Kind schlechte Ergebnisse.

Auch beim Fußgängerschutz besteht Handlungsbedarf

Wie schon in der Kompaktklasse der Honda Civic, stellt der Honda Stream mit drei Sternen in Sachen Fußgängerschutz den einzigen Lichtblick dar. Die anderen getesteten Fahrzeuge haben mit jeweils nur zwei Sternen in Bezug auf den Fußgängerschutz schlecht abgeschnitten.

Weitere Informationen, Bilder und Grafiken können auch im Internet unter www.oeamtc.at oder unter www.konsument.at/presse.htm abgerufen werden.

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ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

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