- 28.11.2001, 11:00:01
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Pressekonferenz der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik Fragen & Antworten
Die Meinung der Österreicher zu Themen der EU-Erweiterungsdiskussion
Wien (OTS) -
1991 - 2001: Österreichische Gesellschaft für Europapolitik -
10 Jahre tätig für europäische Integration
28. November 2001, 10.00 Uhr
Presseclub Concordia, 1. Stock
Bankgasse 8, 1010 Wien
Referenten:
Prof. Herbert Krejci
Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik
Dr. Gerhard H. Bauer
Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für
Europapolitik
Dr. Heinz Kienzl
Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik
In Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für
Europapolitik (ÖGfE) hat die Sozialwissenschaftliche
Studiengesellschaft (SWS) vom 8. bis 17. Oktober 2001 eine
Telefonumfrage durchgeführt (Tel SWS 128, N = 998), bei der die
Einstellung der Österreicher zur Mitgliedschaft ihres Landes bei der
Europäischen Union sowie zu aktuellen Themen der
EU-Erweiterungsdiskussion erhoben werden sollte. Die Stichprobe
umfasste die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren mit einer
Quotierung der österreichischen Bundesländer.
Die Fragethemen waren:
- Einstellung der Österreicher zur Mitgliedschaft in der EU.
- Gefährdet die Zuwanderung die Sicherheit der Arbeitsplätze?
- Sicherheit durch Erweiterung der EU.
- Terrorismus und erweiterte Polizeibefugnisse.
- Wie beurteilen die Österreicher das Volksbegehren
zur EU-Erweiterung?
Hauptergebnisse:
Zustimmung zur EU-Mitgliedschaft Österreichs ist gestiegen
- Die Zustimmung der Österreicher zur EU-Mitgliedschaft ihres
Landes ist seit Juni 2001 um 5 Prozentpunkte angestiegen.
Im Oktober 2001 sind 74 % dafür, dass Österreich bei der EU
bleibt, 20 % wären für einen Austritt aus der EU.
- 62 % der Österreicher glauben: Der EU-Beitritt war richtig
- 32 % der Österreicher glauben: Der EU-Beitritt war falsch
Österreich wird in auch in Zukunft ausländische Arbeitnehmer
benötigen
- Die Befragten sind mehrheitlich der Ansicht, dass Österreich
auch in Zukunft ausländische Arbeitnehmer benötigen wird.
82 % sagen "ja, beim Reinigungspersonal", je 71 % "in Baugewerbe
und Industrie" und "im Gastgewerbe", 59 % "in hochqualifizierten
Berufen", 56 % "in Sozial- und Pflegeberufen" - dagegen sehen nur 25
% einen Bedarf in der Landwirtschaft.
Ein Viertel der Österreich glaubt, dass durch die bevorstehende
EU-Erweiterung viele Arbeitsplätze gefährdet sein könnten -
den Verlust des eigenen Arbeitsplatzes fürchtet nur eine kleine
Minderheit
- Knapp ein Viertel (24 %) glaubt, dass im Zuge einer
EU-Erweiterung um unsere Nachbarländer "viele Arbeitsplätze
gefährdet" sein könnten, 33 % antworten "wenige Arbeitsplätze werden
gefährdet sein", 39 % sagen, es werden keine Arbeitsplätze gefährdet
sein.
- Dass ihr eigener Arbeitsplatz gefährdet sein könnte, glaubt nur
eine kleine Minderheit:
2 % halten dies für "sehr wahrscheinlich", 5 % für "eher
wahrscheinlich"
11 % antworten "eher nicht wahrscheinlich", 78 %
"unwahrscheinlich".
EU-Erweiterung = mehr Sicherheit in Europa
53 % glauben, dass durch eine EU-Erweiterung die europaweite
Bekämpfung von Verbrechen Erfolg versprechender sein könnte, 48 %
meinen, dass der Terrorismus wirksamer bekämpft werden kann.
Erweiterte Polizeibefugnisse sind für die Terrorismusbekämpfung
hilfreich
- 77 % glauben, dass Rasterfahndung, Lausch- und Spähangriff
und DNA-Analyse in diesem Bereich sinnvoll sind
18 % sind gegenteiliger Ansicht
Ein Volksbegehren zur EU-Erweiterung wird sehr skeptisch beurteilt
- 71 % glauben nicht, dass ein Volksbegehren zum Thema Erweiterung
etwas bewirken kann
- 59 % meinen: Österreich würde sich damit in Europa ins Abseits
begeben.
- 71 % sagen: Die Österreicher sind über die Probleme einer
Erweiterung der EU nicht ausreichend informiert, um
verantwortungsbewusst an einem solchen Volksbegehren
teilnehmen zu können.
- 64 % sind der Ansicht, dass ein Erweiterungsvolksbegehren zu
einem entscheidenden Wahlkampfthema werden könnte.
Achtung!
Detaillierte Ergebnisse und Grafiken zu unseren Umfragen sind ab
28. November 2001, 11 h auf unserer Homepage http://www.euro-info.net
unter den Rubriken "Studien und Pressekonferenzen" abrufbar!
Rückfragehinweis: Dr. Gerhard Bauer oder Frau Schreiber
Tel.: (01) 533 49 99
Fax: (01) 533 49 40
mailto: europa@euro-info.net
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