Schicker kritisiert ÖVP-Stellungnahme zum Hochhauskonzept

Wien, (OTS) "Nachdem die Wiener ÖVP den Entwurf zum Hochhauskonzept mittlerweile seit mehreren Wochen kennt, hat sie sich nun offensichtlich doch zu einer Stellungnahme durchringen können", betonte Wiens Stadtentwicklungs- und Verkehrsstadtrat DI Rudolf Schicker anlässlich der Aussagen von VP-Mandatar Neuhuber. "Offensichtlich hat nunmehr auch bis zur ÖVP durchgesprochen, dass es sich dabei um einen Entwurf handelt, der zur Zeit in Diskussion steht", so Schicker.

Weniger erfreulich sei allerdings, dass die ÖVP große Teile des Entwurfs offensichtlich noch immer nicht genau gelesen oder verstanden haben dürfte. Viele der von der ÖVP kritisierten bzw. geforderten Punkte seien ohnehin enthalten und hätten nicht der Zurufe der ÖVP bedurft. Zudem sei die Behauptung, Hochhäuser könnten "überall" oder "nirgends" entstehen, absolut unzutreffend. Die von der ÖVP als "vernünftig" erkannte Checkliste umfasse genau jene Inhalte eines städtebaulichen Leitbildes, welches für ein konkretes Projekt erstellt werden soll, wenn es durch die Parameter "Infrastrukturelle Eignung - ÖV-Anschluss" sowie "keine Ausschlusszone" grundsätzlich als "diskussionswürdiger Standort" anerkannt wird. Diese Vorgangsweise sei ein internationaler Standard, der auch in Wien Platz greifen soll und für den Investor eben jene Planungssicherheit schafft, die von der ÖVP gefordert wird. Ein Aspekt, den die ÖVP zudem offensichtlich völlig außer Acht lässt, sei die Berücksichtigung von Sichtachsen.

"Mit dem Hochhauskonzept gibt es nun erstmals konkrete Richtlinien, nach denen die städtebauliche Verträglichkeit von Hochhausprojekten geprüft werden kann. Es ist jedenfalls dafür auch den zuständigen Magistratsabteilungen zu danken, die hier ganze Arbeit geleistet haben", betonte Schicker. Hingegen sei "Beliebigkeit in der Planung" offensichtlich im "Zufallsressort" des früheren Planungsstadtrates Görg oberste Prämisse gewesen, denn sämtliche "Zahnstocher" im Stadtbild Wiens seien während der Amtszeit Görgs gewidmet worden.

Nach Abschluss der Internet-Diskussion (unter www.wien.gv.at/stadtentwicklung/hochhaus/index.htm ) bzw. der Expertendiskussion Ende 2001 würden alle konstruktiven Ergänzungen und Adaptierungen vorgenommen, um dann im März 2002 einen Beschluss auf breitester Basis erzielen zu können. "Sinnvolle Beiträge der Oppositionsparteien, die über allgemeine Floskeln hinausgehen, sind dazu jederzeit willkommen. Die Stellungnahme der Wiener ÖVP fällt für mich allerdings nicht in diese Kategorie", so Schicker abschließend. (Schluss) gb

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