Demel-MitarbeiterInnen üben schwere Kritik an Raiffeisenkonzern

Betriebsversammlung legt heute weitere Vorgangsweise fest

Wien (ANG/ÖGB). Die jüngste Mitteilung an die MitarbeiterInnen, wonach die Traditionskonditorei Demel kurz vor dem Verkauf steht, hat große Unruhe hervorgerufen.++++

Schwere Kritik am Raiffeisenkonzern und deren Generaldirektor der Raiffeisenholding Mag. Erwin Hameseder übte heute die Betriebsratsvorsitzende Herta Schleiffer. Dies, nachdem die Demelbelegschaft erst über Medienberichte über den Verkauf der Demel-Konditorei erfuhr. "Im Arbeitsverfassungsgesetz ist vorgesehen, dass der Betriebsrat rechtzeitig über maßgebliche Entscheidungen im Unternehmen informiert werden muss", erklärte Schleiffer. "Dem ist nicht nachgekommen worden, man überlegt rechtliche Schritte".

Wie die Betriebsratsvorsitzende weiters erklärte, hätten sich die Beschäftigten in den letzten Jahren bemüht, den Mythos und die Tradition der Konditorei Demel aufrecht zu erhalten. "Dieses Bemühen werde auch unter neuen Eigentümern konsequent fortgesetzt", kündigte Schleiffer an.

In einer Betriebsversammlung heute Abend werden die Beschäftigten, Betriebsrat und Gewerkschaft die weitere Vorgangsweise festlegen.

ÖGB, 26. November 2001
Nr. 1012

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