- 21.11.2001, 18:41:07
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FP-Unterreiner: Enquete zur Intendantenfindung notwendig!=
Gemeinsame Suche, aller im Gemeinderat vertretenen Parteien, nach dem besten Bestellungsmodus angesagt.
Wien, 21-11-2001 (fpd) - In ihrem heutigen Debattenbeitrag zur
dringlichen Anfrage der ÖVP bezüglich der Neubesetzung der Direktion
des Theaters in der Josefstadt, kritisierte LAbg. GR Heidemarie
Unterreiner die Vorgangsweise der Intendantenfindung. Unterreiner
kritisiert, daß bei der Bestellung des neuen Direktors ein Chaos
ausgebrochen ist das die Schwächen der Intendantensuche schonungslos
aufgezeigt hat. Es gilt hier zu überlegen, wie in Zukunft jene
Schwächen auszumerzen sind, damit für zukünftige Besetzungen nicht
wieder diese Probleme auftreten.
Auf die Sache direkt eingehend äußerte Unterreiner ihre Ablehnung
gegenüber Hermann Beils der ursprünglich genannt war. Eine Aussage
des damals als Direktor kolportierten Herman Beil nämlich, daß die
"Tradition gebrochen" werden müsse, zeigt drastisch auf wie
verhängnisvolle die Sache gelaufen war.
Gerade ein Theater, das vom Ensemblegedanken getragen wird, und das
so wie es ist, von seinem Stammpublikum geliebt wird, muß seine
Tradition fortsetzen können.
Unterreiner drückte jedoch während ihres Debattenbeitrages auch ihrer
Hoffnung Ausdruck, daß durch die Bestellung von Hans Gratzer die
schlimmsten Perspektiven für das Theater in der Josefstadt vorerst
einmal abgewendet wurden, obgleich festzustellen ist, daß die Führung
der Josefstadt durch Hans Gratzer, der sich früher durch das
Hervorheben des "Schrillen und Vulgären" profiliert hatte , an ihn
neue Aufgaben stellt. Ein Theater, dessen Ensemble sich durch Charme,
Witz und Ironie auszeichnet, sollte dem Wiener Theaterpublikum weiter
erhalten bleiben.
Gratzers Aussage dass er für das Publikum da sein will, lässt
aufhorchen.
LAbg. GR Heidemarie Unterreiner schlägt als zukünftige
Besetzungsmodalität vor, daß die Direktion eines Theaters, nach
erfolgter Ausschreibung, die ein detailliertes Anforderungsprofil
beinhalten muß, den zuständigen Politikern für die
Direktorennachfolge Vorschläge unterbreitet, die nach Anhörung,
Gesprächen und Verhandlungen eine Entscheidung zu treffen. So hätte
für das Theater in der Josefstadt die qualifizierteste Nachfolge
gefunden werden können. (Schluß) jen
Rückfragehinweis: Klub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798
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