- 19.11.2001, 13:09:58
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VP-Stadtrat MARBOE: Wiener Kulturbudget erstmals seit Jahren gesunken=
SP-Woller und Stadtrat Mailath wollen Budgetkürzungen im Kulturbereich offenbar nicht wahrhaben
Wien (ÖVP-Klub) Zweifel am Wahrnehmungs- und Verständnisvermögen von
SP-Kultursprecher Woller und Kulturstadtrat Mailath-Pokorny äußerte
heute VP-Stadtrat Dr. Peter MARBOE. "Beide sprechen vom höchsten
Kulturbudget der Geschichte, die Wahrheit ist aber, dass das
tatsächliche Kulturbudget heuer - erstmals seit Jahren - gesunken
ist. Woller und Mailath wollen bewusst oder unbewusst verheimlichen,
dass die Budgetzahl an sich zwar höher als im letzten Jahr ist, aber
in diesem Budget erstmals auch die Personalkosten und Sachaufwände
des Kulturressorts ausgewiesen sind. Ausserdem sind - durch die
Änderung der Geschäftsgruppeneinteilung - die Wissenschaft und die
Forschung neu zum Kulturressort gekommen. Das tatsächliche Budget für
die Wiener Kulturschaffenden ist gesunken."***
"Es ist schade, dass es offenbar zur SP-Kulturpolitik gehört mit
falschen bzw. geschönten Zahlen zu arbeiten. Die Künstler und
Kulturschaffenden in Wien werden mit Bedauern zur Kenntnis nehmen
müssen, dass das für sie zur Verfügung stehende Budget geringer wird.
Daran können leider auch die selten einigen Beteuerungen des
SP-Kultursprechers und seines Stadtrats Mailath nichts ändern."
"Wenn man vom im Budgetvoranschlag ausgewiesenen Betrag von 173 Mio.€
die Aufwendungen für Wissenschaft und Forschung (=6,43 Mio. €) sowie
für den Personal- und Sachaufwand (=10,26 Mio. €) abzieht, dann
verbleiben nur noch 156, 3 Mio. € tatsächlich für die Kultur",
rechnet MARBOE vor. Das bedeutet, dass der Anteil der Kultur am
Gesamtbudget von 1,71 % auf 1,68 % gesunken ist. "Damit ist das
tatsächliche Wiener Kulturbudget erstmals seit Jahren wieder
gesunken, während es in den Jahre 1997 bis 2001 um insgesamt 20 %
gestiegen ist. Anteilsmäßig war das eine Steigerung von 1,3 % auf
1,71 % des Gesamtbudgets."
Dramatisch wird sich der Rückgang der Budgetmittel im Theaterbereich
(minus 11,3 %) sowie bei den Sonderprojekten (die Budgetmittel sinken
von 16,57 Mio. € auf 10,46 Mio. €) auswirken. "Die Zeit der Ausreden
und Beschönigungen ist vorbei", so MARBOE. "Weniger Geld für die
Kunst und mehr Parteipolitik in der Kultur können wohl kein
zielführendes Motto der ‚neuen Wiener Kulturpolitik‘ sein", so der
VP-Stadtrat abschließend.*****
Rückfragehinweis: ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Daniel KOSAK (Pressesprecher)
Tel.: (01) 4000 / 81 915
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