Neue Therapien gegen Hämorrhoiden - Auf den Spuren einer tabuisierten Volkskrankheit - BILD (web)

Wien (OTS) - Wiener Chirurg Prof. Max Wunderlich und die Sozialmedizinerin Prof. Anita Rieder stellten sich anlässlich einer Pressekonferenz einem der meist-tabuisierten Leiden in westlichen Industriegesellschaften. Im Rahmen einer neuen Anwendungsstudie konnten sie feststellen, dass durch orale Therapien mit dem Wirkstoff Diosmin allein in Österreich hunderttausenden Patienten schnell und unkompliziert geholfen werden könnte. Einziges Hindernis: Eine offene Aussprache mit dem Arzt.

Bis zu 50 % der erwachsenen Österreicher sind betroffen. Doch nur wenige stellen sich dem Problem oder sprechen mit Ihrem Arzt darüber. Hämorrhoiden! Eine Krankheit, die die intimsten Bereiche betrifft und die in breiten Bevölkerungskreisen Verlegenheit und Verdrängung auslöst. Die Mediziner Prof. Max Wunderlich und Prof. Anita Rieder bemühen sich das Verlegenheitskonstrukt "aus Angst, Schmerz und Ekel" zu durchbrechen. Wunderlich: "Es kann ja nicht sein, dass wir über Herzinfarkte, Cholesterin oder Diabetes offen reden können und bei der Erwähnung von Hämorrhoiden alles stumm wird - das Thema muss endlich auf den Tisch." Die Mediziner wollen vor allem der landläufigen Meinung entgegenwirken, dass gegen starke Hämorrhoidenprobleme letztlich nur ein operativer Eingriff helfen kann. Durch orale Einnahme des Wirkstoffs Diosmin, ein Extrakt aus der Bitterorange, können rund 50 Prozent aller diesbezüglichen Probleme in nur wenigen Tagen nachhaltig gemindert werden. Rieder:
"Von Hämorrhoiden stirbt zwar niemand, aber hunderttausende leiden. Man muss diesen Menschen sagen, dass es schnelle und schmerzlose Therapiemöglichkeiten für sie gibt." Die von den Professoren gemeinsam mit 47 Ärzten an 375 Patienten durchgeführte Studie belegt, dass die "Bitterorange" diesbezüglich wirkt. 92 Prozent der teils schon jahrelang leidenden Patienten gaben an schon innerhalb einer Woche "eine signifikante Verbesserung Ihrer Lebensqualität" verzeichnen zu können.

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