• 14.11.2001, 17:18:47
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PODIUMSDISKUSSION ZUM THEMA "DIE KLIMAFALLE" Zweiter Präsident Thomas Prinzhorn lud Experten ein=

Wien (PK) - Heute Nachmittag fand im Parlament eine Podiumsdiskussion
zum Thema "Die Klimafalle" statt, bei der sich - auf Einladung des
Zweiten Nationalratspräsidenten Thomas Prinzhorn - Experten mit
Fragen der globalen Erwärmung befassten. Alle Wissenschaftler
stimmten darin überein, dass das Kohlendioxid nicht als
Hauptverursacher für die globale Erwärmung angesehen werden kann.

Zweiter Präsident Thomas Prinzhorn erinnerte eingangs daran, dass
bereits vor vier Jahren im Parlament eine Veranstaltung unter dem
Titel "Globale Erwärmung - globaler Irrtum?" abgehalten wurde, an der
u.a. Professor Dr. Fred Singer und Dr. Klaus Heiss teilgenommen
haben. Er sei der Auffassung, dass dieser Themenkomplex heute noch
brisanter als damals sei und es nun vor allem darum gehe, einige
Missverständnisse auszuräumen. Auch die 7. Klimakonferenz von
Marrakesch habe wieder gezeigt, wie weit die Fronten auseinander
liegen, zeigte Prinzhorn auf.

Dr. Klaus P. Heiss (Weltraumexperte, Washington D.C.) vertrat die
Auffassung, dass es keine wissenschaftlich fundierte Grundlage für
die Behauptung gibt, Kohlendioxid sei schädlich und richte Unheil an.
Vielmehr zeigen neueste Erkenntnisse, dass Kohlendioxid
(einschließlich etwaiger globaler Erwärmung) insgesamt positive
Auswirkungen haben wird. Eine Verdoppelung des Kohlendioxidanteils
werde seiner Meinung nach dazu führen, dass sich die Getreideernten
weltweit um 50 % und mehr erhöhen.

Dr. Ulrich Berner (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe,
Hannover) befasste sich mit der Frage, ob das Klima in der
Vergangenheit stabil gewesen ist. Die geowissenschaftlichen Daten
würden belegen, dass es immer viele klimatische Wechsel gegeben hat,
führte er weiter aus, und dass wir heute in der Warmzeit eines
Eiszeitalters leben. Was die Klimaänderung in der letzten Zeit
betrifft, so sei diese sehr moderat und gar nicht ungewöhnlich,
meinte Berner. Er vertrat auch die These, dass das Kohlendioxid nicht
das Kimasystem steuere, wie dies von vielen Wissenschaftlern
behauptet wird. Die bisherigen Untersuchungen liefern viele Beweise
dafür, dass die Treibhausgase keinen entscheidenden Einfluss auf die
Klimaveränderungen haben. Vielmehr seien die externen Faktoren
entscheidend, nämlich die "Schwankungen des Sonnendynamos" sowie die
solaren Aktivitäten (z.B. Sonnenflecken).

Auch Prof. Jan Veizer (Ruhr Universität, Bochum) vertrat die Ansicht,
dass das Kohlendioxid nicht die treibende Kraft des Klimawandels,
sondern nur sein Produkt sei; hier werde Ursache mit Wirkung
verwechselt. Ein Hauptproblem liege darin, dass man es mit sehr
komplexen, vielleicht sogar chaotischen Systemen, zu tun hat, die
Voraussagen sehr schwierig machen. Treibhausgase (inklusive
Wasserdampf) können seiner Meinung nach nur Temperaturen verstärken
oder Trends abändern. Aber wie viel von diesen Schwankungen auf
natürliche oder anthropogene Ursachen zurückzuführen ist, wird noch
zu klären sein.

Prof. Dr. Fred Singer (George Mason University; The Science and
Environmental Policy Project; Virginia) machte in seinem Vortrag
darauf aufmerksam, dass geologische Funde die Tatsache beweisen, dass
alle 20.000 Jahre Klimaänderungen aufgetreten sind, die er auf
astronomische Ursachen und die Sonnenaktivität zurückführt. Wenn man
sich die Messungen in den letzten Jahrzehnten ansieht, dann könne man
feststellen, dass bis 1940 die Temperaturen angestiegen und dann bis
1975 wieder gesunken sind. Obwohl gerade nach dem Zweiten Weltkrieg
die industrielle Aktivität sicher zugenommen hat, sei es zu keiner
Erwärmung gekommen, zeigte er auf.

Dr. Hardwick Volz (Labor Wietze, Deutschland) stellte eine kritische
Betrachtung der komplexen Computermodellberechnungen an, die nach
heutigem Stand nicht für Langfristprognosen geeignet seien.
Schließlich befasste sich Dr. Zbigniew Jaworowski (Central Laboratory
for Radiological Protection, Warschau) mit dem Thema
Temperaturschwankungen und präsentierte umfangreiches Zahlenmaterial.

(Schluss)

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