- 14.11.2001, 15:34:58
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Ölheizung läuft auf vollen Touren
Graz (OTS) - Anläßlich des IWO-Symposium 2001 "Die moderne
Ölheizung - Intelligente Lösungen in der Energiewirtschaft", am 14.
November 2001 in Graz, zog der Vorstandsvorsitzende des Instituts für
wirtschaftliche Ölheizung, Ing. Wolfgang Ernst, Bilanz über die
Entwicklung des Heizölmarktes im abgelaufenen Jahr: Die Ölheizung
läuft auf vollen Touren.
In den ersten drei Quartalen dieses Jahres durfte sich der
österreichische Heizölhandel über ein sattes Absatzplus von rund 24
Prozent freuen. "Bis Jahresende wird diese Zuwachsrate zwar noch
etwas schrumpfen", schränkt Ing. Ernst ein, "aber unterm Strich wird
auf jeden Fall ein zweistelliges Plus bleiben".
Die Absatzsteigerung des heurigen Jahres ist vor allem eine
Kompensation der massiven Kaufzurückhaltung der Kunden Ende
vergangenen Jahres.
"Dies ist einer der wesentlichen Vorteile der modernen Ölheizung",
stellt IWO-Vorstandsvorsitzender, Ing. Ernst fest, "auch wenn es auf
den ersten Blick nicht so aussieht": Dank der individuellen
Energiebevorratung können Ölheizer sehr flexibel auf
Preisschwankungen reagieren. Die Bezieher von Gas, Strom oder
Fernwärme stehen dagegen zwangsläufig auf der (langen) Leitung: So
ist der Gaspreis in den vergangenen zwölf Monaten laut
Energieverwertungsagentur (E.V.A.) um durchschnittlich knapp zehn
Prozent gestiegen. Im Gegensatz zu Ölheizungsbesitzern können sich
die Gasheizer dieser Kostensteigerung nicht entziehen.
Weniger erfreulich als für den Heizölhandel verlief das Jahr für
die Kessel- und Brennerhersteller. Wie auch andere Anbieter
langfristiger Investitionsgüter, z.B. Auto- und
Fertigteilhaushersteller, bekamen sie die (weltweite)
Konjunkturflaute deutlich zu spüren. Während die Sparquote
kontinuierlich steigt, schmelzen die Zuwächse der Gerätehersteller.
Dieses Schicksal trifft freilich nicht nur die Ölheizung, sondern
auch alle anderen Energieträger.
Die Ölheizung konnte zuletzt sogar weiter Marktanteile gewinnen:
Laut neuestem Mikrozensus der Statistik Austria (vom Juni 2001) stieg
der Marktanteil der Ölheizung um 0,5 auf nunmehr 28,3 Prozent. Ohne
Berücksichtigung der Bundeshauptstadt Wien, wo fast 90 Prozent der
Wärmeversorgung über leitungsgebundene Energien (Erdgas, Fernwärme,
Strom) erfolgen, liegt der Marktanteil sogar bei 34,1 Prozent, womit
die Ölheizung unangefochten die Nummer Eins am Heizungsmarkt ist.
Dies unterstreicht auch die Tatsache, dass die Ölheizung sowohl in
sechs von neuen Bundesländern, wie auch beim modernsten Heizsystem,
der Zentralheizung, eindeutig Marktführer ist (siehe Grafik).
Grafik abrufbar unter
http://www.ots.at/otsweb/kundenfiles/rhizom/grafik.pdf
Damit sorgt die moderne Ölheizung alleine durch Raffination,
Transport und Handel für eine inländische Wertschöpfung von 11,2 Mrd.
Schilling (0,814 Mrd. Euro).
Die geringe Investitionsfreudigkeit der ÖsterreicherInnen könnte
auch die euphorischen Erwartungen in der Klimapolitik dämpfen. Denn
ein wesentlicher Faktor zur Erreichung des Kyoto-Zieles ist die
zügige Modernisierung veralteter Heizungsanlagen, die eine
durchschnittliche Reduktion des Energieverbrauchs und der
CO2-Emissionen um 30 Prozent bringt.
Finale im Energiespar-Grand-Prix
Beim diesjährigen IWO-Symposium 2001 "Die moderne Ölheizung -
Intelligente Lösungen in der Energiewirtschaft", am 14. November 2001
in Graz, wurden die Sieger des bundesweiten Energiespar Grand Prix
präsentiert. Beim Energiespar Grand Prix handelt es sich um einen
Wettbewerb, bei dem Haushalte gesucht werden, die im Bereich Heizung
und Warmwasserbereitung in den vergangenen Jahren besonders
energiesparende Maßnahmen gesetzt haben, sei es im Zuge von
Sanierungsarbeiten oder Neubauten.
Initiiert wird der Energiespar Grand Prix, bei dem in jedem
Bundesland ein Energiesparmeister und aus diesen dann ein
Bundessieger gekürt wurde, vom Institut für wirtschaftliche Ölheizung
(IWO-Österreich).
IWO-Österreich will damit bewusst einen Kontrapunkt zu den
obligaten Wettbewerbsausschreibungen im Energiebereich setzen.
Während üblicher Weise architektonische und energetische
Hightech-Innovationen ausgezeichnet werden, die aber für den
Durchschnittsbürger oft nicht realisierbar und finanzierbar sind,
"suchen wir nach jenen energiebewussten Bürgern, die mit
(erschwinglichen) marktgängigen Produkten und Einfallsreichtum ihren
Wärmehaushalt optimieren", erklärt IWO-Geschäftsführer, Ing. Josef
Sieghart. Denn im Endeffekt seien es die vielen Tausenden
unspektakulären Maßnahmen, die nachhaltig die Energieeffizienz
steigern und die Umwelt entlasten.
Sieger des Energiespar Grand Prix, an dem mehr als 300 Bewerber
Teil nahmen, wurde der Salzburger Martin Aigner aus Großarl vor dem
Tiroler Ing. Georg Höger aus Wörgl und dem Oberösterreicher Johann
Schmidt aus Haid.
Das Siegerprojekt in Stichworten:
Bewerber
Martin Aigner, 5611 Großarl
Anlagedaten
Heizungsmodernisierung: Ölheizung "Hoval Mini 3" (17 kW),
kombiniert mit Solaranlage, witterungsgeführte Regelung. 150 m2
beheizte Wohnfläche. Heizölverbrauch pro Jahr: 800 l.
Energiesparmaßnahmen
Wärmedämmung Außenfassade, Niedertemperatur-Heizsystem: Fußboden-
und Wandheizung, 21 m 2 Flachkollektoren.
Rückfragehinweis: RHIZOM PR
2433 Margarethen am Moos, Schlossparksiedlung 37
Tel: 02230/2791
Mobil: 0664/103 54 21
mailto:[email protected]
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