- 14.11.2001, 12:47:59
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ÖGB-Csörgits: Bildung ist ÖsterreicherInnen wichtiges Anliegen
Fordern Lösungen statt Selbsttäuschungen
Wien (ÖGB). Zur Aussage von Bildungsministerin Gehrer, die
Bevölkerung sei vom guten Bildungsangebot überzeugt, stellt
ÖGB-Vizepräsidentin Renate Csörgits fest: "Ministerin Gehrer soll
sich nicht in Selbsttäuschungen ergehen. Eine schulische und
berufliche Bildungsoffensive ist gefragt." Reformen im
Bildungsbereich waren auch Gegenstand bei der ÖGB-Urabstimmung. An
dieser haben insgesamt 807.192 Menschen teilgenommen. 748.746 von
ihnen, das sind 94,2 Prozent, haben der Forderung nach einer
Bildungsoffensive zugestimmt. ++++
Zusammen mit den über 170.000 Unterschriften, die das
Bildungsvolksbegehren erreicht, würde somit ein beträchtlicher Teil
der Bevölkerung einen offenen Bildungszugang und eine
Bildungsoffensive einfordern, so Csörgits.
Die Forderungen des ÖGB im Bildungsbereich, wie sie der
Bundesregierung nach dem Vorliegen des Ergebnisses der
ÖGB-Urabstimmung übermittelt wurden:
O Abschaffung der Studiengebühren und freier Zugang zu universitärer
Ausbildung.
O Recht auf Ausbildung für Schulabgänger. Qualitatives Auffangnetz
für alle, die keine Lehrstelle erhalten. Attraktive
Lehrlingsausbildung im Betrieb. Diese ist durch überbetriebliche
Ausbildungseinrichtungen zu unterstützen.
O Neue Chancen für ArbeitnehmerInnen auf Aus- und Weiterbildung im
Erwerbsleben. Dazu gehören der Ausbau der innerbetrieblichen
Bildungsanstrengungen und das Recht auf Bildungsfreistelllung.
Csörgits abschließend: "Ich begrüße, dass das Bildungsvolksbegehren
die Hürde von 100.000 Stimmen überschritten hat und die Anliegen
nunmehr im Parlament behandelt werden müssen."(mfr)
ÖGB, 14. November 2001
Nr. 972
Rückfragehinweis: ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Martina Fassler-Ristic
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