- 14.11.2001, 10:19:16
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Wiens Bürgermeister Häupl belastet NÖ Wirtschaft
Wirtschaftsbund NÖ: Wiener Ökostromzuschlag kann nicht auch in Niederösterreich gelten
St. Pölten (OTS) - "Durch den vom Wiener Bürgermeister verordneten
Ökostrom-Zuschlag wird die Niederösterreichische Wirtschaft von einem
Bundesland zum Aderlass gebeten, das dazu gar nicht berechtigt ist",
sagt Wirtschaftsbund NÖ-Direktor Karl Herzberger. Bürgermeister
Michael Häupl hat rückwirkend per 1. November diesen
Ökostrom-Zuschlag mit 10,22 Groschen je Kilowattstunde festgesetzt.
Da dieses Abgabe laut Wienstrom im gesamten Wienstrom-Netz und nicht
nur innerhalb der Wiener Landesgrenzen Anwendung findet, werden die
angrenzenden niederösterreichischen Bezirke und ihre Unternehmen
doppelt belastet. Sie müssen sowohl den überhöhten Wiener als auch
den noch zu bestimmenden niederösterreichischen Ökozuschlag zahlen.
"Letzterer wird aber mit etwa zwei bis drei Groschen fünfmal
niedriger sein, als jener in Wien", so Herzberger.
Zusätzlich bedeuten die 10,22 Groschen in Wien je nach
Tarifeinstufung eine Erhöhung des liberalisierten Strompreises um 25
bis 50 Prozent je Kilowattstunde. "Die Kostenvorteile der
Stromliberalisierung werden durch diesen ungerechtfertigten Aufschlag
ebenfalls unterlaufen. Das haben auch der zuständige
Wirtschaftsminister Martin Bartenstein und der Strommarktregulator
Walter Boltz bereits festgestellt", sagt Herzberger. Er fordert daher
den Wiener Landeshauptmann auf, die Verordnung zumindest dahingehend
abzuändern, dass sie wie jede andere Landesabgabe nur innerhalb der
Landesgrenzen und nicht auch im benachbarten Bundesland gilt. Denn
das wird im Wirtschaftsbund NÖ als anmaßende Kompetenzüberschreitung
des Wiener Bürgermeisters empfunden, so Herzberger abschließend.
Rückfragehinweis: Wirtschaftsbund NÖ
Presse
Harald Heiß
Tel.: 0676/ 433 81 43
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