• 14.11.2001, 10:08:58
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  • OTS0072 OTW0072

Kräuter zu Gesundheitsbestimmungen: Offenes TBC von Küchenpersonal ab heute "weitgehend unkontrolliert"

Gesundheitsschutz auch für Kurgäste verschlechtert

Wien (SK) Der steirische SPÖ-Abgeordnete Günther Kräuter kritisiert
scharf die im heutigen Verfassungsausschuss entfernten
Gesundheitsbestimmungen. Neben dem Rattengesetz werden auch das
Bazillenausscheidergesetz und die Bestimmungen für Kurorte
gestrichen. "Es gibt im Bereich der Bazillenausscheiderproblematik
keine gleichwertigen Ersatzbestimmungen im Interesse des
Gesundheitsschutzes der Bevölkerung. Außerdem ist im Tourismusland
Österreich die Aufhebung des Bazillenausscheidergesetzes eine
Zumutung für die Gäste unseres Landes", so Kräuter am Mittwoch
gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Auch offenes Lungen-TBC von
Küchenpersonal sei ab heute "weitgehend unkontrolliert", warnt der
Abgeordnete. Für Kräuter sind Küchenskandale im Fremdenverkehr damit
vorprogrammiert. ****

Ebenso problematisch, vor allem für die steirisch-burgenländische
Thermenregion, ist die Zerschlagung des einwandfrei funktionierenden
sanitätsbehördlichen Aufsichtssystems durch das Bundesgesetz über
natürliche Heilvorkommen und Kurorte. Kräuter: "Die steirische
Landesregierung schließt sich den massiven Warnungen der
Gesundheitsexperten des Landes Steiermark an und wendet sich gegen
die Streichung des Schutzes für Kurgäste".

Wörtlich werde seitens des Landes festgestellt, dass nunmehr im
Kurbereich dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet sein, es unweigerlich
zu einem Qualitätsverlust käme und die Gesetzesaufhebung eine
Minderung für die gesundheitlichen Belange bedeute. Kräuter:
"Gespart wird hier überhaupt nichts - im Gegenteil - dem Bundesland
Steiermark wird die Nivellierung des Gesundheitsschutzes als
Thermenregion noch teuer zu stehen kommen." Abschließend kritisiert
Kräuter die Schweigsamkeit von Tourismusstaatssekretärin Rossmann
(FPÖ) und die Ignoranz des sonst so wortgewaltigen
Tourismuslandesrates Hirschmann (ÖVP). (Schluss) hm/mp

Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at

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