- 12.11.2001, 11:35:46
- /
- OTS0093 OTW0093
BUNDESSTELLE FÜR SEKTENFRAGEN LEGT ERSTEN JAHRESBERICHT VOR 1999 betrafen die meisten Anfragen Scientology=
Wien (PK) - Auf der Tagesordnung des Familienausschusses am Dienstag,
13. November, steht u.a. der erste von der Bundesstelle für
Sektenfragen (bereits im Vorjahr) vorgelegte Jahresbericht (III-77
d.B.). Die 1998 per Gesetz als Anstalt öffentlichen Rechts
eingerichtete und von Bundesminister Martin Bartenstein öffentlich
präsentierte Stelle nahm im Herbst 1998 ihre Tätigkeit auf; der
vorliegende Bericht bezieht sich auf das Jahr 1999.
Naturgemäß standen in den ersten Monaten Dinge im Zentrum, die mit
dem Aufbau der Stelle zusammen hängen. Der Bericht nennt bauliche
Adaptierungen, Möbelkauf, Personalrekrutierung (Ende 1999 waren sechs
Personen mit insgesamt 160 Wochenstunden in der Einrichtung tätig),
Anschaffung bzw. Anmietung von Faxgeräten, Kopierern, PC etc. "Von
Beginn an war eine intensive theoretische und praktische Schulung der
MitarbeiterInnen erforderlich", heißt es in dem Bericht. "Letztere
erfolgte nach dem System 'training on the job'." Im Team der Stelle
sind die Fächer Psychologie, Psychotherapie, Publizistik und
Kommunikationswissenschaft, Evangelische Fachtheologie, katholische
Religionspädagogik, Erwachsenenbildung, Bildungsmanagement und
Organisationsmanagement vertreten.
Im Berichtsjahr (1999) wurden bei der Stelle 3.332 Kontakte mit
fachspezifischen Anfragen verzeichnet. Knapp drei Viertel der
Kontakte erfolgten über Telefon, gut 16 % brieflich bzw. über Fax
oder e-Mail, gut 10 % persönlich. Am häufigsten wurde die
Bundesstelle von einschlägigen Fachstellen kontaktiert. "Es scheint,
als habe sich die Bundesstelle in der Fachwelt etablieren und als
fachlich fundierte Ansprechpartnerin profilieren können", heißt es
dazu im Bericht. Zu 224 unterschiedlichen Gruppierungen wurden 819
Einzelanfragen registriert. Deutlich an der Spitze lag dabei im Jahr
1999 Scientology mit 147 Anfragen. 22 Anfragen gab es zu "Amway",
einem "klassischen Vertreter von Multi-Level-Marketing-Systemen",
ebenso viele im Zusammenhang mit Satanismus.
Von der Nachfrageseite her gab es besonderes Interesse bei
SchülerInnen, StudentInnen, LehrerInnen, große Nachfrage gab es aber
auch bei Medien. Auch hier stellt der Bericht fest: "Es scheint, als
wäre die Bundesstelle als kompetente und seriöse Informationsquelle
wahrgenommen worden." Der Information diente auch die Herausgabe der
Broschüre "Sekten - Wissen schützt!" Sechs Falldokumentationen runden
den Bericht ab. (Schluss)
Eine Aussendung der Parlamentskorrespondenz
Tel. +43 1 40110/2272, Fax. +43 1 40110/2640
e-Mail: [email protected], Internet: http://www.parlament.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPA/






