• 08.11.2001, 11:17:04
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Dienststellenversammlung im NÖ Landhausviertel

Landesdienst unter dem Druck struktureller Reformen

St.Pölten (NLK) - "Noch nie war der NÖ Landesdienst so sehr
betroffen von strukturellen Reformen, wie sie sich derzeit in der
öffentlichen Verwaltung ergeben. Er wird durch die Änderung von
Kompetenzen, durch die Verlagerung von Aufgaben vom Bund zum Land und
durch echte Deregulierung voll gefordert. Niederösterreich hat hier
die wesentlichste Arbeit geleistet. Der Landesdienst kann aber auch
verlangen, dass er jetzt über die klaren Konsequenzen informiert
wird, dass er konstruktive Kritik einbringen kann und damit ernst
genommen wird, und dies in einer Kultur des gegenseitigen Zuhörens."
Dr. Hans Freiler, Obmann der Zentralpersonalvertretung des NÖ
Landesdienstes, legte mit diesen Ausführungen die Situation dar, in
der sich der Landesdienst in der derzeitigen Phase befindet.

Der Obmann der Dienststellenpersonalvertretung, Dkfm. Peter
Morwitzer, hob hervor, dass in den letzten zwölf Monaten einige
Vorhaben realisiert werden konnten: beispielsweise die optimale
Erreichbarkeit des Landhauses für Bedienstete und Besucher, die
Optimierung der Amtsstunden an Dienstagen und Freitagen und eine
Reihe anderer Verbesserungen. Kritik äußerte er am Informationsmangel
über die geplante Übersiedlung der Sicherheitsdirektion und des
Landesgendarmeriekommandos, die weitreichende Konsequenzen für die
niederösterreichischen Beamten haben werde. Er schlug dazu die
Einrichtung einer Projektgruppe vor. Das Zeiterfassungssystem werde
grundsätzlich von der Personalvertretung positiv beurteilt, da es
eine höhere Flexibilität der Arbeitnehmer ermögliche. Es dürfe aber
nicht als Ersatz für die Dienstaufsicht dienen.

Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka würdigte den hohen Stellenwert der
niederösterreichischen Beamtenschaft, die sehr positiv zur
Landesentwicklung beigetragen habe. Er erinnerte daran, dass
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll an führender Position an der
österreichischen Verwaltungsreform mitgewirkt habe, was auch allseits
anerkannt werde. Es zeige sich auch, dass die Niederösterreicher mit
ihrer Beamtenschaft zufrieden sind. Er verwies auf die vielfältige
Rolle der Beamten und bezeichnete sie als "Visitenkarte des Landes"
gegenüber der Öffentlichkeit. Er äußerte sich positiv zu den Wünschen
der Beamtenschaft nach einer höheren Dotierung der Ausbildung,
wodurch eine umfassende Neuregelung der Aus- und Weiterbildung
möglich wird. Positiv bewertete er auch die Bemühungen um eine
Besoldungsreform und meinte weiters, dass man die Einführung des
elektronischen Zeiterfassungssystems noch kritisch überdenken müsse.
Er appellierte an die Beamten, ein umfassendes Interesse am Beruf in
den Mittelpunkt zu stellen. Wenn die Motivation der Beamten, für das
Land zu arbeiten, stimme, dann habe Niederösterreich große Chancen,
seiner Rolle als Drehscheibe in Mitteleuropa gerecht zu werden.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung

Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12174

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK

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