- 08.11.2001, 09:40:06
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Fischer zu Temelin: Aufgeheizte Emotionen helfen nicht
Aber Bundesregierung soll mit einer Zunge sprechen
Wien (SK) "Auch in der Diskussion über Temelin und die Möglichkeiten
eines europaweiten Ausstieges aus der Kernenergie ist Augenmaß und
Vernunft erforderlich", sagte heute Nationalratspräsident Heinz
Fischer gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Von der Bundesregierung darf
man verlangen, dass sie mit einer Zunge spricht und die Ergebnisse
der Verhandlungen im Zuge des sogenannten 'Melker Prozesses' bzw. die
sich daraus ergebenden Konsequenzen klar auf den Tisch legt". ****
Von der Opposition - aber auch von Landeshauptleuten - dürfe man
sodann verlangen, dass sie zu dieser gemeinsamen Position der
gesamten Bundesregierung in verantwortungsvoller Weise Stellung
nehmen.
Von allen politischen Entscheidungsträgern in Österreich dürfe man
verlangen, dass sie sich der historischen Dimension des
Erweiterungsprozesses der Europäischen Union ebenso bewusst sind wie
der Wichtigkeit gutnachbarlicher Beziehungen zwischen Österreich und
seinen Nachbarstaaten bzw. der Gefahr einer Isolierung Österreichs.
Von der tschechischen Regierung dürfe man verlangen, dass sie
Verständnis für die Ängste und Sorgen der österreichischen
Bevölkerung erkennen lässt und für höchstmögliche
Sicherheitsstandards sorgt.
"Und hoffen darf man darauf, dass jene europäischen Staaten, die sich
dazu durchgerungen haben, auf die Nutzung der Kernenergie zu
verzichten, Beispielswirkung erzielen, sodass mittelfristig ein
europaweiter Ausstieg aus der Kernenergie möglich wird. Niemand kann
ernsthaft behaupten, dass die Erreichung dieser Ziele durch
aufgeheizte Emotionen erleichtert wird", schloss Heinz Fischer.
(Schluss) ah/mp
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (01) 53427-275
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