• 05.11.2001, 16:20:57
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  • OTS0179 OTW0179

Baxter findet nach eingehender Untersuchung wahrscheinliche Ursache für Todesfälle bei Hämodialyse-Patienten

Wien/Deerfield (OTS) - Baxter International Inc. hat heute einen
zentralen Befund seiner umfassenden Untersuchungen an Dialysatoren
vorgestellt. Dieser Befund könnte viele der ungeklärten Todesfälle
erklären, von denen in einigen Ländern im Zusammenhang mit der
Hämodialyse berichtet wurde. Vorläufige Tests, die im Laufe des
Wochenendes durchgeführt wurden, veranlassen Baxter zu der Annahme,
dass in diesen Todesfällen eine Flüssigkeit die im
Herstellungsvorgang in der Produktionsanlage in Ronneby (Schweden)
eingesetzt wird, eine Rolle gespielt haben könnte.

"Der Tod von Patienten macht uns sehr betroffen, und ich möchte
den Angehörigen dieser Patienten meine persönliche Anteilnahme
aussprechen. Wir fühlen uns verantwortlich, unsere Erkenntnisse
unverzüglich der Öffentlichkeit vorzustellen und schnell zu handeln,
obwohl Untersuchungen zur Bestätigung der Befunde noch laufen",
erklärte Harry J. Kraemer, Vorstandsvorsitzender (Chairman und Chief
Executive Officer) von Baxter International Inc. "Wie es aussieht,
hat eine kleine Anzahl unserer Dialysatoren vom Typ A und AF bei
einigen der Zwischenfälle eine Rolle gespielt. Wir gehen jedoch davon
aus, dass noch erhebliche Informationslücken bestehen, was die Fakten
in vielen der Todesfälle angeht, und dass folglich Unklarheiten
verbleiben. Im Interesse der Sicherheit der Patienten haben wir daher
entschieden, dass die beste Vorsichtsmaßnahme darin besteht, die
Herstellung dieser Dialysatoren auf Dauer einzustellen." Die
Dialysatoren des Typs A und AF, die Bestandteil der Übernahme von
Althin Medical AB durch Baxter im März 2000 waren, werden in Ronneby
(Schweden) hergestellt.

Während eine Reihe von Bestätigungstests noch durchgeführt werden
muss, hat Baxter Maßnahmen ergriffen, die über den bereits
durchgeführten weltweiten Rückruf hinausgehen. Baxter hat die
US-Arzneimittelbehörde FDA, die unabhängige wissenschaftliche
Prüfeinrichtung TÜV Produkt Service und andere Gesundheitsbehörden
von den vorliegenden Erkenntnissen informiert. Außerdem hat das
Unternehmen seine Erkenntnisse auch an den Hersteller der Flüssigkeit
sowie an andere Hersteller von Dialysatoren weitergeleitet für den
Fall, dass diese die gleiche oder eine ähnliche Art der Flüssigkeit
oder des Herstellungsverfahrens einsetzen.

Bei der fraglichen Flüssigkeit handelt es sich um eine
Prozesslösung, die zur Herstellung bestimmter Dialysatoren-Fasern
eingesetzt wird. Dieses Verfahren, das nur in der
Baxter-Produktionsanlage in Ronneby angewandt wird, wird zur
Herstellung von weniger als 10 Prozent der A- und AF-Dialysatoren
eingesetzt - und zwar bei jenen Dialysatoren, bei denen zusätzliche
Herstellungsschritte erforderlich waren, um die Integrität der Fasern
zu gewährleisten. Diese Flüssigkeit wird nicht eingesetzt bei der
Produktion der übrigen Dialysatoren, die Baxter herstellt oder
vertreibt.

Baxter hat nach den ersten Berichten über Todesfälle bei Patienten
die Auslieferung von Dialysatoren des Typs A weltweit gesperrt.
Sicherheits- und Toxizitäts-Prüfungen, die Baxter und der TÜV Produkt
Service daraufhin nach international anerkannten Standards
durchgeführt haben, ergaben keinen Hinweis auf eine Verbindung der
Dialysatoren mit den Todesfällen in Spanien. Nach Berichten über
Todesfälle in Kroatien hat Baxter dann unverzüglich freiwillig einen
weltweiten Rückruf aller Dialysatoren des Typs A, AF und AX
eingeleitet und die Einrichtung eines unabhängigen Gremiums von
weltweit anerkannten Dialyse-Fachleuten angeregt, die die
Untersuchungem unterstützen sollen. Seit Baxter erstmals von einem
möglichen Problem mit den Dialysatoren erfahren hat, hat das
Unternehmen neben der von ihm selbst durchgeführten eingehenden
Analyse auch die gründliche Untersuchung durch internationale
Gesundheits-Behörden und unabhängige medizinische Fachleute
unterstützt. Die durchgeführten Tests umfassten sowohl die
Untersuchung von Dialysatoren aus den Zentren, die von Todesfällen
berichtet hatten, als auch die Überprüfung des Herstellungsvorgangs
einschließlich aller eingesetzten Roh- und Hilfestoffe. Während des
gesamten Vorgangs hat Baxter im vollen Umfang mit allen an der
Untersuchung beteiligten Einrichtungen zusammengearbeitet.

Die außerordentlichen Aufwendungen, die notwendig sind um die
Kosten im Zusammenhang mit der Einstellung dieser Produktlinie
abzudecken, werden sich nach Einschätzung von Baxter im Bereich von
100 bis 150 Millionen US-Dollar auf das Nach-Steuer-Ergebnis
auswirken. Die Auswirkungen auf den Nach-Steuer-Cash Flow werden
voraussichtlich 50 Millionen Dollar nicht überschreiten. Ohne den
Einfluss dieser Aufwendungen rechnet Baxter damit, dass das
Unternehmen im laufenden Jahr (2001) die finanziellen Ziele erreicht
und den Umsatz zwischen zehn und 15 Prozent, das Ergebnis im Bereich
von 15 Prozent und den Cash Flow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit
auf über 500 Millionen Dollar steigert. Überdies hat Baxter erneut
unterstrichen, dass auch die Ziele für 2002 - Umsatzwachstum im
Bereich zwischen zehn und 15 Prozent (auf der Basis der aktuellen
Wechselkurse), Ergebnis pro Aktie im Bereich um 15 Prozent, und ein
Cash Flow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit von mindestens 500
Millionen Dollar - erreicht werden.

Baxter International ist ein weltweit tätiger Hersteller von
medizintechnischen Produkten und Arzneimitteln sowie Dienstleistungen
zur Behandlung von lebensbedrohlichen Krankheiten. Zu den Produkten
von Baxter zählen biologische und biotechnologische Arzneimittel,
Impfstoffe und Präparate zur Wundversorgung, Produkte für die
Transfusionmedizin, zur Infusionstherapie und Dialyse-Behandlung.
Diese Produkte werden in über 100 Ländern eingesetzt.

Rückfragehinweis: Frank Butschbacher
Baxter AG
Tel.: 01 - 20100 2288
Mobil: 0664 - 8120094
mailto:butschf@baxter.com

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