• 05.11.2001, 14:41:53
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  • OTS0165 OTW0165

"Arnika 2001" mit Akutbetreuung Wien=

Wien, (OTS) Katastrophenmanagement, Einsatzlogistik,
Notfallpsychologie und -medizin sowie Bergrettung standen auf dem
Programm des 2. Internationalen Symposiums "Psyche und Berg", das vom
20. - 28. Oktober 2001 unter dem Ehrenschutz der beiden
Landeshauptleute Dr. Michael Häupl und Dr. Erwin Pröll in Puchberg am
Schneeberg abgehalten wurde. Das erste Symposion fand übrigens
anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Wiener Bergrettung statt,
die 1896 als erste alpine Rettungsorganisation der Welt gegründet
wurde.
 

Herzstück des Symposions war die Katastrophenübung "Arnika 2001"
am Nationalfeiertag, an der alle relevanten Einsatzorganisationen
sowie Teams für psychosoziale Betreuung teilnahmen.  Für die sieben
BetreuerInnen der Akutbetreuung Wien, die die Übung unterstützten,
wurde aus der Probe plötzlich ein Ernstfall, als ein Aggregat
explodierte und vier Helfer verletzt wurden.
 

Einen wesentlichen Beitrag zum allgemeinen
Erfahrungsaustausch  im Rahmen der Katastrophenübung "Arnika 2001" in
Puchberg am Schneeberg lieferten Diplomsozialarbeiterin Elisabeth
Mayer (MA 15) und Rudolf Christoph (MD-Krisenmanagement und
Sofortmaßnahmen) mit der Präsentation " Erfahrungen mit
psycho-sozialer Akutbetreuung am Beispiel Wien."
 

"Bei Notfallsituationen kommt es nicht nur auf technische und
medizinische Maßnahmen, sondern auch auf Hilfe durch Betreuung und
Information an," erklärte Christoph. Aus dieser Erkenntnis sei die
"Akutbetreuung Wien" entstanden. Seit Juli 1999 im Einsatz, haben die
derzeit 29 Mitglieder insgesamt über 150 Einsätze hinter sich, 40
weitere BetreuerInnen stehen ab Jänner 2002 in Ausbildung. Das
Einsatzspektrum reicht vom plötzlichen Tod eines Angehörigen bis zu
Katastrophen- und Großschadensereignissen. Hauptsache ist, wie DSA
Mayer erklärte, nicht die Langzeitbetreuung, sondern die
Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit der traumatisierten Personen
zu erwirken. Das Einsatzgebiet der Akutbetreuung Wien ist nicht nur
die Bundeshauptstadt, sie war u.a. auch in Kaprun, beim Zugsunglück
in Purkersdorf und kürzlich anlässlich der Terrorereignisse in New
York am Schwechater Flughafen im Einsatz.
 

International als vorbildhaft anerkannt sei die Akutbetreuung
Wien - so Christoph - derzeit dabei, auf EU-Ebene ein psycho-soziales
Netzwerk zu definieren und zu installieren. (Schluss) eb
 

Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Dr. Hannelore Ebner
Tel.: 4000/81 061

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