"Arnika 2001" mit Akutbetreuung Wien

Wien, (OTS) Katastrophenmanagement, Einsatzlogistik, Notfallpsychologie und -medizin sowie Bergrettung standen auf dem Programm des 2. Internationalen Symposiums "Psyche und Berg", das vom 20. - 28. Oktober 2001 unter dem Ehrenschutz der beiden Landeshauptleute Dr. Michael Häupl und Dr. Erwin Pröll in Puchberg am Schneeberg abgehalten wurde. Das erste Symposion fand übrigens anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Wiener Bergrettung statt, die 1896 als erste alpine Rettungsorganisation der Welt gegründet wurde.
 

Herzstück des Symposions war die Katastrophenübung "Arnika 2001" am Nationalfeiertag, an der alle relevanten Einsatzorganisationen sowie Teams für psychosoziale Betreuung teilnahmen.  Für die sieben BetreuerInnen der Akutbetreuung Wien, die die Übung unterstützten, wurde aus der Probe plötzlich ein Ernstfall, als ein Aggregat explodierte und vier Helfer verletzt wurden.
 

Einen wesentlichen Beitrag zum allgemeinen Erfahrungsaustausch  im Rahmen der Katastrophenübung "Arnika 2001" in Puchberg am Schneeberg lieferten Diplomsozialarbeiterin Elisabeth Mayer (MA 15) und Rudolf Christoph (MD-Krisenmanagement und Sofortmaßnahmen) mit der Präsentation " Erfahrungen mit psycho-sozialer Akutbetreuung am Beispiel Wien."
 

"Bei Notfallsituationen kommt es nicht nur auf technische und medizinische Maßnahmen, sondern auch auf Hilfe durch Betreuung und Information an," erklärte Christoph. Aus dieser Erkenntnis sei die "Akutbetreuung Wien" entstanden. Seit Juli 1999 im Einsatz, haben die derzeit 29 Mitglieder insgesamt über 150 Einsätze hinter sich, 40 weitere BetreuerInnen stehen ab Jänner 2002 in Ausbildung. Das Einsatzspektrum reicht vom plötzlichen Tod eines Angehörigen bis zu Katastrophen- und Großschadensereignissen. Hauptsache ist, wie DSA Mayer erklärte, nicht die Langzeitbetreuung, sondern die Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit der traumatisierten Personen zu erwirken. Das Einsatzgebiet der Akutbetreuung Wien ist nicht nur die Bundeshauptstadt, sie war u.a. auch in Kaprun, beim Zugsunglück in Purkersdorf und kürzlich anlässlich der Terrorereignisse in New York am Schwechater Flughafen im Einsatz.
 

International als vorbildhaft anerkannt sei die Akutbetreuung Wien - so Christoph - derzeit dabei, auf EU-Ebene ein psycho-soziales Netzwerk zu definieren und zu installieren. (Schluss) eb
 

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