- 31.10.2001, 09:42:58
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140 Jahre Wiener "Rathaus-Korrespondenz"=
Wien, (OTS) Von den Publikationen der Wiener Stadtverwaltung
nimmt die Rathaus-Korrespondenz schon durch ihre tägliche
Erscheinungsweise den 1. Rang ein. Am 1. November begeht sie das
Jubiläum ihres 140jährigen Bestandes - im Bewusstsein, als kommunale
Nachrichtenagentur einen zeitlichen Bogen von der Postkutschenzeit
bis ins Atomzeitalter gespannt zu haben. Nach der Austria
Presse-Agentur ist die "Rathaus-Korrespondenz" Österreichs
zweitgrößte Nachrichtenagentur. Aus den Anfängen der
"Rathaus-Korrespondenz" ist heute nichts mehr vorhanden. Das älteste
Erinnerungsstück, das sich in der Wiener Stadtbibliothek befindet,
ist ein Blatt mit dem Datum vom 2. Jänner 1895.****
Als die "correspondenz gall" am 1. November 1861 gegründet
wurde, war sie ein reines Privatunternehmen, das jedoch seinen Sitz
im Alten Rathaus in der Wipplingerstraße hatte. Der Herausgeber,
Josef Gall (geb. 21.11.1820), stammte aus Laa in Niederösterreich und
hatte an der Wiener Universität Jus studiert. Nachdem er eine
Zeitlang im Finanzministerium gearbeitet hatte, betätigte er sich
journalistisch bei mehreren Blättern und machte sich schließlich
selbständig.
Am 9. Mai 1898 starb Gall. Schon vier Jahre vorher hatte sein
langjähriger Mitarbeiter Rudolf Stiefenhofer die kommunale
Nachrichtenagentur übernommen. Er führte sie unter dem Namen
"communal-correspondenz" weiter, unter ihm erhielt die Korrespondenz
offiziösen Charakter.
Nach dem Tod Stiefenhofers übernahm wieder ein Mitarbeiter und
zwar Rudolf Eigl, die Korrespondenz. Unter seiner Aegide tauchte
erstmals der Name "rathaus-correspondenz" auf: das war am Donnerstag,
dem 15. Februar 1900. Unter Eigl wurde auch das Verhältnis der
Nachrichtenagentur zur Gemeindeverwaltung weiter ausgebaut und
intensiviert.
Im Juni 1912 übernahm Franz Micheu die "rathaus-korrespondenz",
unter ihm bestand bereits ein Vertragsverhältnis mit der Gemeinde
Wien. . Er zahlte dafür an Eigl den für die damalige Zeit nicht
unbeträchtlichen Betrag von 60.000 Kronen. (Im Vergleich dazu: ein
Paar Maßschuhe kosteten zwölf Kronen). 1922 wurde Karl Honay Leiter
der Korrespondenz, die zugleich amtlichen Charakter erhielt, 1932
folgte Franz Xaver Friedrich. Von 1938 bis 1945 trug sie die
Bezeichnung "Nachrichtenstelle der Stadt Wien". Die Chefredakteure
während der Zeit des Nationalsozialismus waren Kurt Sommer und Hans
Mücke.
Am 19. Mai 1945 erschien die RK erstmals nach dem Krieg wieder.
Ihre Leitung übernahm Hans Riemer, als Herausgeber fungierte die
Pressestelle der Magistratsdirektion. Als Riemer mit der Leitung des
Städtebund-Sekretariates beauftragt wurde, übernahm am 1. August 1948
Chefredakteur Wilhelm Adametz die Leitung der Rathaus-Korrespondenz.
Der Wiener Gemeinderat beschloss am 14. Juli 1967 die
Einrichtung des "Presse- und Informationsdienstes" (PID), der direkt
dem Bürgermeister und dem Magistratsdirektor unterstellt wurde. Nach
Chefredakteur Adametz übernahm 1972 Alois Brunnthaler die Leitung des
PID, ihm folgten 1982 Robert Prosel und zwei Jahre später der heutige
Chefredakteur Fred Vavrousek. Der Presse- und Informationsdienst
gehört seit den 70er Jahren als MA 53 zum Ressort eines Amtsführenden
Stadtrates, derzeit zur Geschäftsgruppe Bildung, Jugend, Soziales,
Information und Sport" unter Vizebürgermeisterin Grete Laska.
Zu finden sind die täglich erscheinenden Meldungen der
"Rathauskorrespondenz" (mehr als 4.000 im Jahr) für APA-Bezieher im
OTS-Bereich sowie zeitgleich im Internet über die Homepage der Stadt
Wien www.wien.at/ (über Medien zur Rathauskorrespondenz). Sie
erscheint außerdem in gedruckter Form. Vierzehntägig erscheint eine
Zusammenfassung der RK-Meldungen auch in gedruckter Form als "
rk-intern". Die "rk-spezial" behandelt bestimmte Themen (z. B.
"Verkehrsfragen", "Budget", "Wien im Rückblick", "Wahlen")
ausführlich und mit wichtigen Hindergrundinformationen. (Schluss)
gal/
Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Gina Galeta
Tel.: 4000/81 075
e-mail: gal@m53.magwien.gv.at
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