• 28.10.2001, 08:00:12
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"profil": Haider: "Stellen Kanzleranspruch"

Kärntner Landeshauptmann nennt Kanzlerposten für die FPÖ als Bedingung für Fortsetzung der Koalition - Riess-Passer als Kanzlerkandidatin - Vorwürfe gegen ÖGB

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe
des Nachrichtenmagazins "profil" erhebt der Kärntner Landeshauptmann
und FPÖ-Altparteichef Jörg Haider den Kanzleranspruch für die FPÖ.
Auf die Frage, ob das eine Grundbedingung für eine Fortsetzung der
Koalition sei, meint Haider: "Natürlich erheben wir den Anspruch,
dass wir nach der nächsten Periode den Kanzler stellen. Es kann kein
Prinzip sein, dass die FPÖ Kanzlerverbot hat." Haider verlangt dies
sogar für den Fall, dass die FPÖ bei der Wahl hinter der ÖVP zu
liegen kommen sollte. Haider in "profil": "Auch wenn wir Dritte
werden, stellen wir den Anspruch auf den Kanzler. Das hat es ja schon
einmal gegeben, nur mit umgekehrten Vorzeichen."

Als Kanzlerkandidaten der FPÖ nennt Jörg Haider Parteichefin Susanne
Riess-Passer. Haider: "Es gibt keinen Grund, warum wir eine
erfolgreiche Vizekanzlerin nicht an der Spitze unserer Wahlbewegung
haben sollten. Grasser und ich sind die eiserne Reserve."

Massive Vorwürfe erhebt der Kärntner Landeshauptmann im
"profil"-Interview gegen den ÖGB. Bei der ÖGB-Urabstimmung, so
Haider, hätten viele Arbeitnehmer "gezwungenermaßen ihr Stimmchen
abgegeben". Haider nennt konkret das Magistrat Villach, wo es laut
Angaben Haiders "nicht möglich war, zu verweigern". Auf die Frage,
wie hoch er den Prozentsatz jener gewesen sei, die zur Abstimmung
gezwungen wurden, meint Haider: "Es waren sicherlich zwischen 30 und
50 Prozent, die nicht freiwillig daran teilgenommen haben."

Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion

Tel.: (01) 534 70 DW 2501 und 2502

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