• 22.10.2001, 11:45:20
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  • OTS0084 OTW0084

Ein Staupunkt nördlich der Donau verschwindet=

Unterführung Rautenweg zweispurig in beiden Richtungen

Wien, (OTS) Nördlich der Donau im 22. Bezirk stellt der
Rautenweg eine wichtige Verkehrsspange zwischen der Wiener Nordrand
Straße ( B 302) als Fortsetzung der A 23, und der Wagramer Straße (B
8) dar, wo immer ein sehr starkes Verkehrsaufkommen -
überproportional durchsetzt mit LKW - zu registrieren war. Weitere
besondere Zielbereiche sind die Seyringer Straße und der Gewerbepark
Stadlau. Einen extremen Staupunkt bildete der schienengleiche
Bahnübergang der ÖBB-Strecke Wien - Laa/Thaya östlich der
Percostraße. Ein hauptsächlich von den Magistratsabteilungen 28 -
Straßenverwaltung und Straßenbau, sowie 29 - Brückenbau und Grundbau
(beide Geschäftsgruppe Stadtentwicklung und Verkehr) realisiertes
Projekt schafft hier Abhilfe. Eine Unterführung, die zwei getrennte
Richtungsfahrbahnen mit je zwei Spuren, dazu Geh- und Radwege
aufweist. In einer entsprechenden Größenordnung bewegen sich die
Kosten, alle Zahlen gerundet in Millionen Schilling: Straßenbau
einschließlich Lärmschutz 40,2; Brückenbau einschließlich Planung und
Prüfkosten 75,0; Grünverbau 6,0; Öffentliche Beleuchtung 6,5;
Ampelanlagen und sonstige Verkehrsleiteinrichtungen 9,3;
Grundfreimachung 56,0; also in Summe 188,0 Millionen Schilling.

Die nördliche Richtungsfahrbahn ist bereits fertiggestellt, auf
der südlichen befindet man sich in der Zielgeraden. Seitens der
Bauleitung (und Projektleitung) der MA 29 hält TOAR Ing. Erwin Stangl
fest: "Durchaus erfreulich, wie überraschend schnell die Unterführung
von den Autofahrern angenommen wurde, das Befahren hat sich
eingespielt. Die Verkehrszunahme liegt bei gut vierzig Prozent, damit
werden andere Straßenbereiche in diesem Gebiet entlastet. Auch auf
dem baulichen Sektor ist hier einiges geleistet worden: Die Wannen
der beiden Richtungsfahrbahnen wurden als sogenannte weiße Wannen
ausgebildet - ein Begriff der erst vor wenigen Jahren aufgekommen
ist. Das bedeutet, der Stahlbeton nimmt neben der Tragfunktion als
Baukörper auch die Abdichtungsfunktion gegen das Grundwasser auf.
Dieses Verfahren kommt an sich vom Tunnelbau, die Bausubstanz
schwindet nicht und bleibt damit rissfrei".

Tatsächlich stellte in Anbetracht der vorhandenen
Geländeformation der Schutz gegen das Grundwasser eine wesentliche
Konstruktionsaufgabe dar. Der höchste Projektwasserspiegel - übrigens
sehr illustrativ an den Wänden der Unterführung blau gekennzeichnet -
orientiert sich am Hochwasserspiegel der Donau. Dieses Absenken in
den Grundwasserspiegel war planungsmäßig notwendig geworden, um auch
für neuzeitliche LKW-Aufbauten die erforderliche lichte
Durchfahrtshöhe bei den beiden je 6,5 Meter breiten
Richtungsfahrbahnen zu erzielen; die Wannen selbst weisen je eine
Länge von 125 Metern auf. (Schluss) pz

Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Peter Ziwny
Tel.: 4000/81 859
e-mail: [email protected]

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