Michael Kreihsl inszeniert Siegerprojekt des ORF-Wettbewerbs "Drehbuch 2000":

Aglaia Szyszkowitz, Richy Müller, Johannes Silberschneider und Felix Eitner in Boulevard-Komödie "Tigermännchen sucht Tigerweibchen"

Wien (OTS) - In München finden seit 5. Oktober 2001 die Dreharbeiten zu einer liebenswerten Boulevard-Komödie mit dem Titel "Tigermännchen sucht Tigerweibchen" statt. Damit verfilmt der ORF, gemeinsam mit dem Partnersender BR, eines der Siegerprojekte des ORF-Wettbewerbs "Drehbuch 2000". Diesen hat ORF-Programmintendantin Kathrin Zechner im Herbst 1999 ins Leben gerufen, um vor allem heimische Nachwuchstalente zu entdecken und zu fördern.

In der Wettbewerbskategorie Fernsehfilm konnte die gebürtige Wiener Schauspielerin Eva Spreitzhofer mit ihrem Erstlingswerk "Tigermännchen sucht Tigerweibchen" überzeugen und errang Platz eins - ex aequo mit dem Autor, Regisseur und Kameramann Helmut Wimmer. Der Wiener Michael Kreihsl inszeniert die temporeiche Geschichte mit Aglaia Szyszkowitz und Richy Müller in den Hauptrollen.

Marlene Singer, Verlagslektorin, geschieden, Mutter einer halbwüchsigen Tochter, lernt Rüdiger Mauskopf, ebenfalls geschieden und Vater eines halbwüchsigen Sohnes, auf Grund eines Inserates kennen - daher auch der Titel des Films -, das Rüdigers Freund aufgegeben und Marlenes Freund ohne deren Wissen beantwortet hat. Es beginnt ein turbulenter Hindernislauf der Liebe und der Lügen, zu dem vor allem auch die Kinder der beiden beitragen, die zunächst in ihren Bemühungen, die neue Beziehung zu hintertreiben, erfolgreich scheinen.

In weitern wichtigen Rollen stehen Johannes Silberschneider, Felix Eitner, Ginger Wensky und Stephan Dellgrün vor der Kamera von Oliver Bokelberg. Gedreht wird "Tigermännchen sucht Tigerweibchen ausschließlich in München und Umgebung, die Dreharbeiten laufen noch bis voraussichtlich 8. November 2001. Die Ausstrahlung der frechen Beziehungskomödie, die von teamWorx im Auftrag von ORF und BR hergestellt wird, ist im ORF für das Programmjahr 2002 vorgesehen.

Die 34-jährige Drehbuchautorin und ausgebildete Schauspielerin Eva Spreitzhofer, die unter anderem in ORF-Unterhaltungsserien wie "Die Leute von St. Benedikt" oder in Niki Lists Kinofilm "Die Helden von Tirol" mitgewirkt hat, verfasste ihr Drehbuchdebüt während ihrer Karenzzeit. Ausgangspunkt für ihre Arbeit war "der Wunsch, einen Stoff zu schreiben, in dem ich selbst gerne mitwirken würde". Die Story entwickelte sich beim Schreiben selbst, einzelne Szenen entstanden nach und nach und bald stellte sich die Frage nach einem Schluss. Dann stürzte kurz vor Abgabetermin auch noch der Computer ab, doch letztendlich ging alles gut.

Zum Inhalt von "Tibermännchen sucht Tigerweibchen":
Marlene (Aglaia Szyszkowitz) und Rüdiger (Richy Müller) sind beide Mitte dreißig, haben gescheiterte Ehen hinter sich, sind von Männern bzw. Frauen gleichermaßen enttäuscht, neigen beide eher zur Chaotik und plagen sich mit der Erziehung ihre halbwüchsigen Kinder. Während Marlenes Tochter Stella (Ginger Wensky) eher darauf hofft, mit der Mutter allein zu bleiben, setzt Rüdigers Sohn Max (Stephan Dellgrün) eher auf eine Familienzusammenführung: Er hofft, dass sich zwischen seinem Vater und seiner Mutter, Rüdigers geschiedener Frau Sybille (Catrin Striebeck), doch noch eine Versöhnung anbahnen könnte. Alle vier haben sie jedoch die Rechnung ohne Pauli (Johannes Silberschneider) und Susu (Felix Eitner) gemacht. Pauli ist seit Schultagen Marlenes bester, aber platonischer Freund, der gewohnt ist, ihr aus allen Schlamasseln herauszuhelfen, in die sie sich durch ihre Schusseligkeit immer wieder stürzt. Susu, der homosexuelle Freund Rüdigers, versucht vergeblich, halbwegs Ordnung in das in jeder Hinsicht chaotische Dasein von Rüdiger zu bringen. Beide sind der Ansicht, nur eine neue Beziehung könne helfen. Also kommen sie unabhängig voneinander auf die Idee, per Inserat nach neuen Partnern für den Freund bzw. die Freundin zu suchen. Und nach Prüfung der Antworten kommen sie beide zum Schluss, dass Marlene und Rüdiger zueinander passen. Ein Treffen wird arrangiert und Marlene und Rüdiger sind zunächst gleichermaßen empört über den Eingriff in ihr Privatleben, lassen sich aber dann doch überreden, das Rendezvous einzuhalten. Und prompt verlieben sie sich ineinander.

Doch das schafft statt der beabsichtigten Ordnung erst recht neues Chaos. Zum einen glauben die beiden vom jeweils anderen, er hasse Kinder. Und so versucht man mit allen Mitteln, einander den Nachwuchs zu verschweigen. Zum anderen aber sind Stella und Max ihnen bald auf die Schliche gekommen und verbünden sich nun, um dieser für sie beide ungewollten Entwicklung ein für alle mal einen Riegel vorzuschieben. Doch so leicht lässt sich nicht trennen, was der Zufall zusammengefügt hat, auch wenn es zunächst gar nicht danach aussieht.

(Fotos via APA)

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