Bundestagung der Jungen Wirtschaft: Internationalität ist gefragt

Leitl: "5.000 neue Exporteure in zwei Jahren"

Linz (PWK737) - Bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Bundestagung der Jungen Wirtschaft, die vom 12.-14. Oktober in Linz stattfand, appellierte Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl an die Jungunternehmer, sich stärker als bisher auf den internationalen Märkten zu positionieren. " Während die Konjunkturdaten für die Inlandsnachfrage ständig nach unten revidiert werden, bleibt die Prognose für den Export stabil bei 6 Prozent. Gerade junge Unternehmer müssen jetzt die Chance ergreifen und sich fit für den Export ihrer Produkte machen", sagte Leitl.

Von den rund 300.000 Mitgliedern der Wirtschaftskammern Österreich exportiert nur jedes 20. Unternehmen. Dabei haben vor allem junge, kleine und mittlere Unternehmen die besten Karten, wenn sie sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und die Serviceleistungen der Wirtschaftskammern in Anspruch nehmen. Mit einer Exportoffensive will Leitl nun die Zahl der exportierenden Unternehmen von derzeit 15.000 auf 20.000 innerhalb von 2 Jahren steigern. "Der Export ist der Lebensnerv der Wirtschaft, der jeden dritten Arbeitsplatz, also rund eine Million Beschäftigte, sichert. Jedes Prozent mehr beim Export schafft 10.000 neue Arbeitsplätze", stellte Leitl fest.

Der Wirtschaftskammer-Präsident verwies in diesem Zusammenhang auf das weltweite Wirtschaftsnetz der Außenwirtschafts-Organisation, das im Rahmen der Kammerreform gestrafft und noch leistungsfähiger gemacht wurde. "Noch vor wenigen Jahren standen die diplomatischen Beziehen im Mittelpunkt von Auslandsreisen. Das hat sich völlig gedreht. Heute steht der Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen im Zentrum der Gespräche", sagte Leitl. Erstinformationen durch Wirtschaftsmissionen und die Anbahnung von Kontakten spielen daher neben der persönlichen Beratung eine entscheidende Rolle.

Unter dem Motto "Export Support" wurde das Angebot der Außenwirtschaftsorganisation mit seinen fünf Kernprogrammen Exportstrategie-Beratung, Marktunterstützung, Auslands- und Inlandsveranstaltungen , Publikationen und elektronische Medien vor allem den Bedürfnissen der kleinen und mittleren Betriebe angepasst. Neu sind das Standardpaket für Erstexporteure, das eine Begleitung eines Mitarbeiters der Außenhandelsstelle in der Anfangsphase vorsieht sowie eine internationale eBusiness-Plattform in acht Sprachen, die über 40.000 Adressen österreichischer Kunden und eine halbe Million Adressen potentieller ausländischer Kunden gespeichert hat.

Paul Rübig, Europaparlamentarier und Präsident des Europäischen Wirtschaftsbundes, sieht in der Erweiterung der EU zusätzliche neue Chancen für österreichische Jungunternehmer. "Österreich hat schon bisher von der Ostöffnung profitiert. Die Exporte in die Osteuropäischen Länder sind bereits auf 30 Mrd Schilling angestiegen. Tausende neue Jobs konnten dadurch geschaffen werden", sagte Rübig. Vor allem in den Grenzregionen sei ein Wachstumsschub deutlich spürbar. Ende 2002 werden alle Beitrittskapitel ausverhandelt sein, damit spätesten 2004 die EU-Erweiterung vollzogen werden kann. "Davon wird Österreich überproportional profitieren, denn mit einem Schlag sind wir von zahlreichen Ziel-1-Förderungsregionen umgeben, von denen langfristig wichtige Wirtschaftsimpulse ausgehen werden", stellte Rübig fest. Insgesamt stellt die EU 10 Prozent ihres gesamten Budgets für die Erweiterung zur Verfügung. (MH)

Rückfragen & Kontakt:

Presseabteilung
Tel.: (01) 50105-4431
Fax: (01) 50105-263
e-mail: presse@wko.at
http://www.wko.at/Presse

Wirtschaftskammer Österreich

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK