• 15.10.2001, 13:04:02
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Bundestagung der Jungen Wirtschaft: Internationalität ist gefragt

Leitl: "5.000 neue Exporteure in zwei Jahren"

Linz (PWK737) - Bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der
Bundestagung der Jungen Wirtschaft, die vom 12.-14. Oktober in Linz
stattfand, appellierte Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl an
die Jungunternehmer, sich stärker als bisher auf den internationalen
Märkten zu positionieren. " Während die Konjunkturdaten für die
Inlandsnachfrage ständig nach unten revidiert werden, bleibt die
Prognose für den Export stabil bei 6 Prozent. Gerade junge
Unternehmer müssen jetzt die Chance ergreifen und sich fit für den
Export ihrer Produkte machen", sagte Leitl.

Von den rund 300.000 Mitgliedern der Wirtschaftskammern Österreich
exportiert nur jedes 20. Unternehmen. Dabei haben vor allem junge,
kleine und mittlere Unternehmen die besten Karten, wenn sie sich auf
ihre Kernkompetenzen konzentrieren und die Serviceleistungen der
Wirtschaftskammern in Anspruch nehmen. Mit einer Exportoffensive will
Leitl nun die Zahl der exportierenden Unternehmen von derzeit 15.000
auf 20.000 innerhalb von 2 Jahren steigern. "Der Export ist der
Lebensnerv der Wirtschaft, der jeden dritten Arbeitsplatz, also rund
eine Million Beschäftigte, sichert. Jedes Prozent mehr beim Export
schafft 10.000 neue Arbeitsplätze", stellte Leitl fest.

Der Wirtschaftskammer-Präsident verwies in diesem Zusammenhang auf
das weltweite Wirtschaftsnetz der Außenwirtschafts-Organisation, das
im Rahmen der Kammerreform gestrafft und noch leistungsfähiger
gemacht wurde. "Noch vor wenigen Jahren standen die diplomatischen
Beziehen im Mittelpunkt von Auslandsreisen. Das hat sich völlig
gedreht. Heute steht der Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen im
Zentrum der Gespräche", sagte Leitl. Erstinformationen durch
Wirtschaftsmissionen und die Anbahnung von Kontakten spielen daher
neben der persönlichen Beratung eine entscheidende Rolle.

Unter dem Motto "Export Support" wurde das Angebot der
Außenwirtschaftsorganisation mit seinen fünf Kernprogrammen
Exportstrategie-Beratung, Marktunterstützung, Auslands- und
Inlandsveranstaltungen , Publikationen und elektronische Medien vor
allem den Bedürfnissen der kleinen und mittleren Betriebe angepasst.
Neu sind das Standardpaket für Erstexporteure, das eine Begleitung
eines Mitarbeiters der Außenhandelsstelle in der Anfangsphase
vorsieht sowie eine internationale eBusiness-Plattform in acht
Sprachen, die über 40.000 Adressen österreichischer Kunden und eine
halbe Million Adressen potentieller ausländischer Kunden gespeichert
hat.

Paul Rübig, Europaparlamentarier und Präsident des Europäischen
Wirtschaftsbundes, sieht in der Erweiterung der EU zusätzliche neue
Chancen für österreichische Jungunternehmer. "Österreich hat schon
bisher von der Ostöffnung profitiert. Die Exporte in die
Osteuropäischen Länder sind bereits auf 30 Mrd Schilling angestiegen.
Tausende neue Jobs konnten dadurch geschaffen werden", sagte Rübig.
Vor allem in den Grenzregionen sei ein Wachstumsschub deutlich
spürbar. Ende 2002 werden alle Beitrittskapitel ausverhandelt sein,
damit spätesten 2004 die EU-Erweiterung vollzogen werden kann. "Davon
wird Österreich überproportional profitieren, denn mit einem Schlag
sind wir von zahlreichen Ziel-1-Förderungsregionen umgeben, von denen
langfristig wichtige Wirtschaftsimpulse ausgehen werden", stellte
Rübig fest. Insgesamt stellt die EU 10 Prozent ihres gesamten Budgets
für die Erweiterung zur Verfügung. (MH)

Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich

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Fax: (01) 50105-263
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