AKNÖ: Doppelte Preisauszeichnung in NÖ funktioniert vorbildlich

Erhebung der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ): Nur 2 Prozent der kontrollierten Betriebe in NÖ führten doppelte Preisauszeichnung mangelhaft aus.

Wien (AKNÖ).- Mehr als eine Woche lang (vom 1. Oktober 2001 bis 9. Oktober 2001) kontrollierten Experten der NÖ Arbeiterkammer stichprobenartig in 13 Bezirken in Niederösterreich Unternehmen auf eine korrekte doppelte Preisauszeichnung und ob die Betriebe ihre Produkte exakt von Schilling auf Euro umgerechnet haben. Das Ergebnis ist aus Sicht von Konsumenten und Konsumentenvertretern sehr erfreulich. Werner Krisch, AKNÖ-Konsumentenschützer führt das nicht zuletzt auf die ständigen Kontrollen und Preiserhebungen zurück, die im Auftrag der AKNÖ schon seit Jahren durchgeführt werden: "Nur 2 Prozent der von uns aufgesuchten Betriebe haben entweder gar nicht ausgezeichnet oder nicht korrekt von Schilling auf Euro umgerechnet. Ein Betrieb verwendete überhaupt einen falschen Umrechnungskurs - 1 Euro wird da mit 13,5 Schilling angegeben."

Auch AKNÖ-Konsumentenschützer Günther La Garde ist über das Ergebnis erfreut: "Damit zeigt sich einmal mehr, dass unsere laufenden Erhebungen am Preissektor durchaus Sinn machen. Schließlich haben wir auch mit erhobenem Zeigefinger angekündigt, dass wir jene Firmen, die sich nicht korrekt verhalten, nach Einvernehmen mit der Wirtschaftskammer zur Anzeige bringen werden." Selbst jene Unternehmen, die laut EWAG (Eurowährungsangabengesetz) von der doppelten Preisauszeichnung ausgenommen sind, haben aus freien Stücken bereits jetzt doppelt ausgezeichnet. Auch für AKNÖ-Präsident Josef Staudinger ist das ein Zeichen, dass die Arbeit der Konsumentenschützer der NÖ Arbeiterkammer Früchte getragen hat:
"Wenn selbst diese Klein- und Kleinstbetriebe sich an der doppelten Preisauszeichnung beteiligen, dann fordere ich den Gesetzgeber künftighin auf, von den Ausnahmebestimmungen im EWAG abzusehen. Diese dienen nur der allgemeinen Verwirrung und können oftmals in der Praxis nicht umgesetzt werden. Außerdem wäre es ein Zeichen von absoluter Kundenfreundlichkeit."

Utl.: Beschwerden über Preissteigerungen nehmen zu

Seit Bestehen der AK-Euro-Hotline (17. September 2001) gab es weit über 1.000 Beschwerden von verärgerten Konsumenten. Diese richten sich laut La Garde vor allem gegen unkorrekte Preisauszeichnung aber auch gegen eurobedingte Teuerungen. Dazu La Garde: "Die Befürchtung der Konsumenten, dass die Euro-Einführung zu Preissteigerungen führt, scheint sich in vielen Fällen bestätigt zu haben. Deshalb führen wir laufend Preiserhebungen im Auftrag für die NÖ Konsumenten durch. Denn wenn man auf ein Tätigwerden der Preisbehörde wartet, ist das wie "Warten auf Godot": Die Bezirksverwaltungen und die Landespreisbehörde, die dem Ministerium für Wirtschaft und Arbeit unterstellt sind, haben keinerlei Auftrag für Preiskontrollen. Ihnen geht es einzig und allein um die korrekte Auszeichnung der Preise."

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 58883-1248 OTS

AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKN/AKN