Sterbehilfe pro und kontra - Notare nehmen zur Pressekonferenz der Ärzte Stellung

Heute 10. Oktober, fand eine Pressekonferenz der Österreichischen Ärztekammer zum Thema "Sterbehilfe aus Sicht der Bevölkerung" statt. Die Österreichische Notariatskammer nimmt dazu Stellung.

Wien (OTS) - Dr. Georg Weißmann, Präsident der Österreichischen Notariatskammer, begrüßt nachdrücklich den Beitrag der Ärzteschaft zur Versachlichung der Diskussion und die Klarstellung, dass die Mehrheit der Österreicher nicht für die aktive Sterbehilfe eintritt. "Aktive Sterbehilfe ist Euthanasie und soll auch in der Diskussion auch als solche bezeichnet werden", so Weißmann.

Weißmann: "Die Notare sind Vertrauenspersonen der Bevölkerung und werden oft mit schwierigen Lebensentscheidungen konfrontiert. Es entspricht der langjährigen Erfahrung, dass die im wahrsten Sinn des Wortes individuelle Lebensentscheidung eines Patienten nicht durch -20 oder 30 Jahre im voraus abgegebene - rechtliche Erklärungen vorweggenommen werden kann."

Die Notariatskammer mahnt daher zu einer Selbstbeschränkung, auch der rechtsberatenden Berufe und der Politik. Weißmann: "Dieses sensible Thema ist für die laute Darstellung und Diskussion nicht geeignet".

Die Notariatskammer unterstützt nachhaltig die Forderungen von Ärztekammer-Präsident Otto Pjeta hinsichtlich einer Verbesserung der Versorgungsstruktur für Schwerkranke und Sterbende. Der Ausbau und eine verbesserte Anwendung der Palliativmedizin ist für Weißmann dringend geboten.

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