Laska bei Tagung der österreichischen JugendamtspsychologInnen

Thema: Frühe Kindheit und Elternschaft - Chancen und Risken für die Entwicklung von Kindern

Wien, (OTS) Im Rahmen der Eröffnung der 48. Tagung der österreichischen JugendamtspsychologInnen zum Thema "Frühe Kindheit und Elternschaft - Chancen und Risken für die Entwicklung von Kindern" betonte Vizebürgermeisterin Grete Laska einmal mehr die Notwendigkeit der qualifizierten psychologischen Beratung von Eltern mit Babys und Kleinkindern. Durch die Arbeit der JugendamtspsychologInnen wird verhindert, dass sich ganz normale Krisen in den ersten Lebensjahren zu manifesten Störungen im späteren Leben entwickeln. "Mit ihren einschlägigen Angeboten stellt die MAG ELF eine wichtige Ressource in der präventiven psychologischen Eltern-Säuglings-Kleinkindberatung dar", so Laska.****

Frühe Kindheit und Elternschaft - Chancen und Risken für die Entwicklung von Kindern.

100 JugendamtspsychologInnen aus ganz Österreich diskutieren mit renommierten ExpertInnen die ganz normalen Krisen in den ersten Lebensjahren.

Obwohl - oder gerade weil - Eltern noch nie so informiert waren wie heute, nimmt ihre Unsicherheit im Umgang mit dem Kind zu und steigert ihr Bedürfnis nach fachlichem Rat und kompetenter Unterstützung. So wurden vergleichsweise im Vorjahr um 3,6 Prozent mehr Kleinkinder in den Kinder- und Jugendpsychologischen Beratungsstellen vorgestellt. Eltern klagen über exzessiv schreiende Babys, über Kinder, die das Essen verweigern oder während der Nacht keinen Schlaf finden.

Im Jahr 2000 betreuten die PsychologInnen der MAG ELF trotz der Verringerung des Personalstandes um 7 MitarbeiterInnen in den drei Arbeitsbereichen Eltern-Kind-Zentren, Regionalstellen für Soziale Arbeit mit Familien sowie in den Einrichtungen der Fremdunterbringung insgesamt 6.276 Kinder, Jugendliche und deren Familien, was eine Zunahme der Fallzahlen um 30 Prozent bedeutet, wobei die Anzahl der Buben (53 Prozent) höher als die der Mädchen (47 Prozent) war.

Neue Erkenntnisse aus der Kinderpsychologie, der Bindungs- und Psychotherapieforschung sowie der Kinderpsychiatrie werden im Hinblick auf ihre Auswirkung für die alltägliche Arbeit der PsychologInnen in der Jugendwohlfahrt im Rahmen dieser Tagung diskutiert.

Kommunikationszentrierte psychologische Intervention

JugendamtspsychologInnen bieten Kommunikationszentrierte psychologische Intervention für ein breites Indikationsfeld in ihren Beratungsstellen an. Dabei orientieren sie sich an den Fähigkeiten, die oftmals im Kind und der Mutter bzw. dem Vater verborgen liegen. Mit Hilfe der kommunikationszentrierten Eltern-, Säuglings bzw., Kleinkindberatung können psychodynamische Blockierungen aufgelöst und Bedingungen geschaffen werden, in denen sich das interaktive Zusammenspiel der Eltern mit ihrem Baby bzw. Kleinkind im Sinne einer positiven Gegenseitigkeit entfalten und verbessern kann - ein lohnender Weg, um die Grundlage für eine langfristig Tragfähigkeit Bindung und Beziehung zu schaffen.
Derzeit arbeiten im Bereich der Wiener Jugendwohlfahrt 30 PsychologInnen. (Schluss) bz

Rückfragen & Kontakt:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Barbara Zima
Tel.: 4000/81 850
e-mail: zim@gjs.magwien.gv.at

PID-Rathauskorrespondenz:

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK