ARBÖ: Wetterfühligkeit beeinträchtigt auch die Verkehrssicherheit

Wien (ARBÖ) - Das derzeit herrschende warme Herbstwetter führt vor allem im Straßenverkehr zu außergewöhnlichen Belastungen. Denn Wetterfühligkeit beeinträchtigt die Verkehrssicherheit. Bei derartigen Wetterlagen beobachtet man leider immer wieder besonders aggressive Reaktionen von Fahrzeuglenkern, so die ARBÖ-Verkehrsmediziner. Bedenklich ist dabei, dass die persönliche Leistungsfähigkeit fast im selben Maß abnimmt, wie die Aggressivität steigt.

ARBÖ-Verkehrsmediziner Prof. Prim. Dr. Josef Nagler:
"Wetterfühligkeit ist die durch den Einfluss des Wettergeschehens bedingte Beeinträchtigung des Wohlbefindens und des Gesundheitszustandes. Kopfdruck, innere Unruhe, Kreislaufstörungen, Gereiztheit oder Konzentrationsschwäche sind die häufigsten Symptome, die im Straßenverkehr im schlimmsten Fall sogar fatal enden können. Rund 60 Prozent der Österreicher geben an, sich zumindest zeitweise durch das Wetter beeinträchtigt zu fühlen." Außerdem nehmen Temperatur und Luftfeuchtigkeit Einfluss auf den Wärmehaushalt und die Flüssigkeitsbilanz des Körpers. Von Bedeutung sind auch die elektomagnetischen Strahlen, die bei bestimmten Wettervorgängen auf das Gehirn wirken.

Der ARBÖ-Verkehrsmediziner Professor Nagler rät, während langer Autofahrten unbedingt längere Pausen einzuplanen: "Auch im Stadtverkehr kann man jetzt aggressive Fahrweisen vermehrt beobachten. Das ist doppelt gefährlich, denn schnelles Fahren lässt die Pulsfrequenz und den Blutdruck beim Fahrzeuglenker zusätzlich ansteigen. Gemeinsam mit Wetterfühligkeit bildet diese Aggressivität eine Kombination, die leider schon manchen Unfall verursacht hat. Gerade jetzt ist also eine defensive Fahrweise oberstes Gebot".

Um Reaktionsfehler oder Konzentrationsschwächen möglichst gering zuhalten, sollte das Auto regelmäßig gelüftet werden, denn schlechte Luft bewirkt eine mangelnde Sauerstoffversorgung. "Auch weniger und 'leicht' zu essen hilft, denn je mehr Blut für die Verdauungsarbeit aufgewendet wird, desto weniger Sauerstoff gelangt in andere Organe," so die ARBÖ-Verkehrsmediziner weiter. Vergessen Sie auch nicht, ausreichend - am besten zwei bis drei Liter täglich - zu trinken. Alkohol ist dabei klarerweise zu vermeiden. Am besten trinken Sie Mineralwasser, Limonaden, Fruchtsäfte oder Tee.

Vorsicht ist auch geboten, wer Präparate gegen Wetterfühligkeit einnimmt. "Meist sind dies Kombinationen aus Schmerzmittel und Vitaminpräparaten, die fallweise mit Koffein angereichert sind. Aufgrund der Nebenwirkungen sind diese Präparate allerdings für Fahrzeuglenker nicht zu empfehlen." Besser ist es, die physische Widerstandskraft zu steigern mit regelmäßigem Sport und vitaminreicher Ernährung.

Übrigens: Wer im derzeitigen Wechselbad der Temperaturen einen grippalen Infekt erwischt, der sollte möglichst kein Fahrzeug lenken. "Setzen Sie sich nicht mit Medikamenten vollgepumpt hinter das Lenkrad. Kurieren Sie sich besser ein paar Tage aus und geben Sie Ihrem Körper die Chance mit den Viren fertig zu werden", rät der ARBÖ-Verkehrsmediziner abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 89121-244
e-mail: presse@arboe.at
Internet: http://www.arboe.at

ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR/NAR