Thomas Kling ist erster Preisträger des Ernst Jandl-Preises für Lyrik - Preisvergabe am 20. Oktober

Ernst Jandl-Lyrik-Tage von 19.-21. Oktober in Neuberg an der Mürz

Wien (OTS) - Am Rande der Frankfurter Buchmesse gab Kunststaatssekretär Franz Morak Details zum neu gestifteten Ernst Jandl-Lyrik-Preis bekannt, der am 20. Oktober im Rahmen der Ernst Jandl-Lyrik-Tage von 19. bis 21. Oktober in Neuberg an der Mürz (Steiermark) vergeben wird.

"Mit dem Ernst Jandl-Preis für Lyrik soll die Erinnerung an den großen Dichter und Lyriker Ernst Jandl aufrechterhalten werden, der auch eine ganze Generation von Lyrikern durch seine Dichtung beeinflusst, den Jazz für die Lyrik entdeckt, eine neue Art des Vortrags von Gedichten entwickelt hat" sagte Morak anlässlich der Vorstellung des Preises. Der mit 200.000.- ATS dotierte Preis werde für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Lyrik an einen deutschsprachigen Autor verliehen. Erster Preisträger des Ernst Jandl Lyrik-Preises ist Thomas Kling, einer der derzeit bedeutendsten Lyriker der jüngeren Generation, so Morak.

"Mit diesem Preis und der Veranstaltung in Neuberg wollen wir einen Impuls für die zeitgenössische Lyrik setzten. Lyrik ist eine hochentwickelte sprachliche Kunstform, die unmittelbare sinnliche und intellektuelle Wirkungen beim Publikum hervorzubringen imstande ist" so Morak über die Idee des Preises.

Zum Auftakt der Ernst Jandl-Lyrik-Tage Freitag abends wird das Requiem für Ernst Jandl "will nicht mehr weiden" von Friederike Mayröcker und Martin Haselböck mit der Wiener Akademie uraufgeführt. Weiters steht eine Aufführung des Stücks "weltgebräuche" von Martin Haselböck und Ernst Jandl, mit Martin Haselböck und Frank Hofmann auf dem Programm. Geplant ist auch die Präsentation der entsprechenden CD von Preiser Records, die die letzte gemeinsame Interpretation von Martin Haselböck und Ernst Jandl darstellt.

Der Samstag wird mit Lesungen zahlreicher bedeutender Lyriker des deutschen Sprachraums aus ihren eigenen Werken begonnen, wie Urs Allemann, Michael Donhauser, Helga Glantschnig, Norbert Hummelt, Kurt Neumann, Ulf Stolterfoht und Raphael Urweider. Klaus Reichert wird am Nachmittag über das "Menschenrecht auf Poesie" sprechen, bevor Franz Josef Czernin, Jörg Drews, Elfriede Gerstl und Ferdinand Schmatz Gedichte von Ernst Jandl lesen und kommentieren.

Um 18.00 Uhr schließlich findet die Preisverleihung an Thomas Kling statt, der von einer fünfköpfigen Jury, bestehend Jörg Drews, Alfred Kolleritsch, Friederike Mayröcker, Ilma Rakusa und Heinz Schafroth vorgeschlagen wurde.

Den Ausklang der Ernst Jandl-Lyrik-Tage bildet am Sonntag ein Jazz Brunch mit "The Neighbours" mit Dieter Glawischnig, Ewald Oberleitner und Andi Schreiber.

"Ich freue mich auf eine Auseinandersetzung mit einer Sprachform, die auch im Zeitalter der hochentwickelten technischen Medien und der globalen Kommunikation nichts an Bedeutung eingebüßt hat" so Staatssekretär Morak abschließend.

Service: Shuttlebus mit Rückfahrmöglichkeit in der Nacht (NUR bei Anmeldung in der Literaturabteilung der Kunstsektion II/5 bei Frau Hartl unter 53115/7556):

Freitag, 19.10.: 16.00 Uhr: ab Wien (Oper/Bushaltestelle gegenüber Haupteingang) und ab Graz (Hptbhf/Bushaltestelle) nach Neuberg

Samstag, 20.10.: 8.00 Uhr: ab Wien (Oper/Bushaltestelle gegenüber Haupteingang) und ab Graz (Hptbhf/Bushaltestelle) nach Neuberg

Der genaue Programmablauf kann auf der homepage der Kunstsektion www.art.austria.gv.at abgerufen werden.

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Mag. Katharina Stourzh
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