Ungarns schönste Städte: : Pécs (Fünfkirchen)

Wien (OTS) - Pécs, die Hauptstadt der Baranya, des südlichen Transdanubiens, zählt mit zu den ältesten und schönsten Städten Ungarns. Sie liegt am Fuß des Mecsek-Gebirges in den Ausläufern der Drau-Ebene. Die Region um Pécs wird auch die "Toskana Ungarns" genannt und hat fast submediterranes Klima mit entsprechender Vegetation.

Die ersten Spuren städtischen Lebens führen 2000 Jahre zurück in die Römerzeit, wo die Siedlung unter dem Namen Sopianae bekannt war und über 400 Jahre zum römischen Reich gehörte. Aus dieser Zeit stammen auch die Grabkammern nahe des heutigen Domes, die Hauptgrund für die kürzliche Aufnahme der Stadt in die Liste des Welterbes der UNESCO waren. König Stephan I. gründete 1009 eines der ersten Bistümer und ließ eine Kathedrale erbauen, 1367 wurde Pécs Universitätsstadt. Nach dem Abzug der Türken siedelte man Zuwanderer aus Bayern und Baden an, die der Stadt den Namen "Fünfkirchen" gaben. 1780 erhielt Fünfkirchen das Privileg einer freien Königsstadt, was wesentlich zu ihrem Aufblühen beitrug. Zünfte entstanden, eine Druckerei und eine Bibliothek wurden eingerichtet. Die heute weltberühmte Porzellanfabrik Zsolnay wurde ebenfalls im 19. Jahrhundert gegründet.

Heute ist Pécs ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum und mit zwei Universitäten eine Hochburg des Bildungswesens in Ungarn. Entsprechend lebendig ist auch das Stadtbild und kulturelle Leben, das von Theater, Konzerten und zahlreichen internationalen Festivals geprägt wird.

Zentrum der Stadt ist der Széchényi-Platz mit einigen der wesentlichen Sehenswürdigkeiten, wie etwa das Rathaus oder der berühmte Zsolnay-Brunnen, ein kunstvoll ausgeführter, grüngold schimmernder Brunnen im Sezessionsstil. Der Brunnen ist ein Geschenk der Porzellan-Familie Zsolnay an ihre Heimatstadt. An der Nordseite des Platzes steht die Moschee des Paschas Gasi Kasim aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, das typischste Baudenkmal der Türken auf ungarischem Boden, das bis heute im Original erhalten ist.

Der gesamte Domplatz und seine Umgebung gehören mit zum Weltkulturerbe des UNESCO, der Dom selbst zählt zu den wertvollsten ungarischen Baudenkmälern des Mittelalters. Die fünfschiffige Unterkirche und die beiden romanischen Türme sind noch aus dem 11. Jahrhundert erhalten, die beiden anderen Türme wurden im 12. Jahrhundert hinzugefügt. An der Südostseite des Domplatzes befindet sich eine Steinwand mit dem Zugang zur weltberühmten Sehenswürdigkeit von Pécs, den 1780 entdeckten ersten bemalten altchristlichen Grabkammer des Römischen Reiches. Neben den in Rom freigelegten Katakomben stellen sie eine absolute Weltsensation dar. Ein Stück weiter, im Hof der Komitats-Bibliothek, finden sich weitere römischen Grabkammern, darunter die größte überdachte Grabkammer Mitteleuropas.

Auf der im Garten des Domherren-Hauses befindlichen Freilichtbühne für 2.800 Zuseher finden in den Sommermonaten zahlreiche Theateraufführungen und Festivalveranstaltungen statt. Unweit davon ist das Zsolnay Museum im ältesten Haus von Pécs aus 1324 untergebracht.

Informationen: Tourinform Pécs. H-7621 Pècs, Széchényi tér 9. Tel. 0036/72/213 315, Fax 0036/72/212 632, E-mail: baranya-m@tourinform.hu

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