- 05.10.2001, 09:48:03
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Ungarns schönste Städte: : Pécs (Fünfkirchen)
Wien (OTS) - Pécs, die Hauptstadt der Baranya, des südlichen
Transdanubiens, zählt mit zu den ältesten und schönsten Städten
Ungarns. Sie liegt am Fuß des Mecsek-Gebirges in den Ausläufern der
Drau-Ebene. Die Region um Pécs wird auch die "Toskana Ungarns"
genannt und hat fast submediterranes Klima mit entsprechender
Vegetation.
Die ersten Spuren städtischen Lebens führen 2000 Jahre zurück in
die Römerzeit, wo die Siedlung unter dem Namen Sopianae bekannt war
und über 400 Jahre zum römischen Reich gehörte. Aus dieser Zeit
stammen auch die Grabkammern nahe des heutigen Domes, die Hauptgrund
für die kürzliche Aufnahme der Stadt in die Liste des Welterbes der
UNESCO waren. König Stephan I. gründete 1009 eines der ersten
Bistümer und ließ eine Kathedrale erbauen, 1367 wurde Pécs
Universitätsstadt. Nach dem Abzug der Türken siedelte man Zuwanderer
aus Bayern und Baden an, die der Stadt den Namen "Fünfkirchen" gaben.
1780 erhielt Fünfkirchen das Privileg einer freien Königsstadt, was
wesentlich zu ihrem Aufblühen beitrug. Zünfte entstanden, eine
Druckerei und eine Bibliothek wurden eingerichtet. Die heute
weltberühmte Porzellanfabrik Zsolnay wurde ebenfalls im 19.
Jahrhundert gegründet.
Heute ist Pécs ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum und mit
zwei Universitäten eine Hochburg des Bildungswesens in Ungarn.
Entsprechend lebendig ist auch das Stadtbild und kulturelle Leben,
das von Theater, Konzerten und zahlreichen internationalen Festivals
geprägt wird.
Zentrum der Stadt ist der Széchényi-Platz mit einigen der
wesentlichen Sehenswürdigkeiten, wie etwa das Rathaus oder der
berühmte Zsolnay-Brunnen, ein kunstvoll ausgeführter, grüngold
schimmernder Brunnen im Sezessionsstil. Der Brunnen ist ein Geschenk
der Porzellan-Familie Zsolnay an ihre Heimatstadt. An der Nordseite
des Platzes steht die Moschee des Paschas Gasi Kasim aus der zweiten
Hälfte des 16. Jahrhunderts, das typischste Baudenkmal der Türken auf
ungarischem Boden, das bis heute im Original erhalten ist.
Der gesamte Domplatz und seine Umgebung gehören mit zum
Weltkulturerbe des UNESCO, der Dom selbst zählt zu den wertvollsten
ungarischen Baudenkmälern des Mittelalters. Die fünfschiffige
Unterkirche und die beiden romanischen Türme sind noch aus dem 11.
Jahrhundert erhalten, die beiden anderen Türme wurden im 12.
Jahrhundert hinzugefügt. An der Südostseite des Domplatzes befindet
sich eine Steinwand mit dem Zugang zur weltberühmten Sehenswürdigkeit
von Pécs, den 1780 entdeckten ersten bemalten altchristlichen
Grabkammer des Römischen Reiches. Neben den in Rom freigelegten
Katakomben stellen sie eine absolute Weltsensation dar. Ein Stück
weiter, im Hof der Komitats-Bibliothek, finden sich weitere römischen
Grabkammern, darunter die größte überdachte Grabkammer Mitteleuropas.
Auf der im Garten des Domherren-Hauses befindlichen Freilichtbühne
für 2.800 Zuseher finden in den Sommermonaten zahlreiche
Theateraufführungen und Festivalveranstaltungen statt. Unweit davon
ist das Zsolnay Museum im ältesten Haus von Pécs aus 1324
untergebracht.
Informationen: Tourinform Pécs. H-7621 Pècs, Széchényi tér 9. Tel.
0036/72/213 315, Fax 0036/72/212 632, E-mail: [email protected]
Rückfragehinweis: Ungarisches Tourismusamt
A-1010 Wien, Opernring 5
Tel.: 01/585 20 12-13,
Fax: 01/585 20 12-15
E.mail: [email protected],
Internet: www.hungarytourism.hu,
www.travelport.hu
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