Rauchgasvergiftung

Wien (OTS) - Bei Bränden wird die Gefahr einer Verletzung durch Feuer meist sehr ernst genommen,
jedoch wird die Möglichkeit einer Rauch- bzw. Reizgasvergiftung häufig unterschätzt und führt dann zu sehr schwerwiegenden Komplikationen.
Bei Verbrennung von organischen Materialien (Gas, Holz oder Kohle), Bränden mit Rauchentwicklung in geschlossenen Räumen, bei unvollständiger Verbrennung in schlecht ziehenden Öfen sowie in Auspuffgasen kommt es zur Entwicklung von Rauchgas und Kohlenmonoxyd (CO).

CO ist ein farbloses, geruch- und geschmackloses, giftiges Gas. Im Freien verflüchtet sich das Gas rasch, außer bei Großbränden, in geschlossenen Räumen besteht jedoch große Gefahr!
Kohlenmonoxyd - Luftgemisch ist hoch explosiv - das Einschalten eines Lichtschalters, ein brennendes Streichholz /Feuerzeug oder Zigarette können eine Explosion hervorrufen.

CO hat eine 300-fach stärkere Bindung an das Hämoglobin (Blutfarbstoff und Transportmolekül für den Sauerstoff) als Sauerstoff und verdrängt diesen; die betroffenen Menschen haben dadurch eine rosige Hautfarbe.
Die Rauchgas/CO-Vergiftung ist tückisch, die leichten Erstsymptome wie Husten, Schwindel, Erbrechen, Sehstörungen und psychische Veränderungen wie Verwirrtheit werden oft bagatellisiert. Es kommt dann zu schwerer Atemnot, die Gefahr einer tiefen Bewusstlosigkeit bis zum Kreislaufstillstand bedroht das Leben der Betroffenen. Außerdem können Komplikationen wie schwere Lungenprobleme noch bis zu Tagen später auftreten.
Bei Erste-Hilfe Maßnahmen steht der Selbstschutz im Vordergrund -Notruf 122 durchführen! Nach der Bergung durch Spezialkräfte soll der Ersthelfer die Lebensfunktionen kontrollieren und die entsprechenden lebensrettenden Sofortmaßnahmen durchführen.

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Mag. Bernhard Jany
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