- 25.09.2001, 13:29:12
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Drei Regierungsmitglieder - ein Thema:
25 Prozent Bio in NÖ Landeseinrichtungen
St.Pölten (NLK) - Niederösterreich setzt bereits seit einigen
Jahren verstärkt auf eine Ökologisierung des Lebensmitteleinkaufs.
Zuletzt hat der NÖ Landtag im Mai den Beschluss gefasst, bis Ende
2003 den Anteil an biologischen Lebensmitteln in NÖ
Landeseinrichtungen auf mindestens 25 Prozent anzuheben. Unter dem
Titel "Wenn die Küche im Dorf bleibt..." präsentierten heute in St.
Pölten Landeshauptmannstellvertreterin Heidemarie Onodi, Landesrat
Dipl.Ing. Josef Plank und Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka die Details
dieser Initiative.
Sobotka betonte dabei neben der Vorbildfunktion, dem
ganzheitlichen medizinischen Ansatz im Bereich der
Gesundheitsvorsorge und der vermehrten regionalen Wertschöpfung vor
allem den umweltpolitischen Aspekt des Klimaschutzes: Regionale
Bio-Produkte weisen deutlich weniger Transportkilometer auf und
bringen so weniger CO2 in Umlauf. Das Pilotprojekt im Krankenhaus
Tulln, wo 50 Prozent der Lebensmittel aus der Bio-Schiene stammen,
habe zudem auch die Wirtschaftlichkeit unter Beweis gestellt. Der
Durchschnittswert von 8 Prozent zusätzlicher Kosten werde vom NÖGUS
als gerechtfertigt anerkannt und sei zudem volkswirtschaftlich
billiger.
21 Großküchen hätten bereits umgestellt, in den nächsten zwei
Jahren sollen 94 weitere Küchen in Allgemeinen öffentlichen und
Landes-Krankenhäusern, Kinder- und Jugendheimen, Pensionisten- und
Pflegeheimen sowie Landwirtschaftlichen Fachschulen folgen. Der
ERNTE-Verband und "die umweltberatung" unterstützen für jeweils ein
Jahr mit Weiterbildungsprogrammen und Hilfe beim Aufbau der Logistik,
ein Bio-Kontrollsystem gewährleist die Qualitätssicherung, so
Sobotka.
Plank nannte das Vorhaben ein wichtiges Signal zur Gestaltung der
Nachfrage und weiteren Schritt in Richtung Glaubwürdigkeit. Bio sei
zu einem Trendprodukt geworden, eine klare Qualitätsprofilierung,
Glaubwürdigkeit und Durchgängigkeit der Lebensmittel seien die Chance
für die österreichischen Produzenten, für die sich Bio freilich auch
rechnen müsse.
Niederösterreich sei stolz auf seine über 3.200 Bio-Bauern, mit
einer Dichte von 9,5 Prozent Anteil an landwirtschaftlichen Betrieben
liege man in Europa (der EU-Schnitt liegt bei 1,2 Prozent
Bio-Landwirtschaft) weit vorne. Dabei funktioniere die regionale
direkte Vermarktung meist sehr gut, die größten
Entwicklungspotenziale liegen im Bereich des Lebensmittelhandels und
der Großküchen. Genau hier setze das niederösterreichische
Vorreiterprojekt ein, so Plank.
Für den Gesundheitsbereich merkte Onodi an, Ernährung und
Gesundheit seien untrennbar miteinander verbunden, führten doch
Fehler in der Ernährung zu einer Reihe von Zivilisationserkrankungen.
Aufklärung und Information müssten hier gegensteuern, um das
Bewusstsein zu stärken, dass gesunde Ernährung und schmackhafte
Speisen kein Widerspruch seien.
2,9 Millionen Österreicher essen täglich auswärts, 1,9 Millionen
davon in Großküchen, so Onodi weiter. In den Krankenhäusern und
Pflegeheimen komme zudem nicht nur der Qualität der Lebensmittel,
sondern auch der psychologischen Funktion der Mahlzeiten eine
besondere Bedeutung zu. Das Projekt "25 Prozent Bio in NÖ
Landeseinrichtungen" garantiere artgerechte Tierhaltung,
gentechnikfreies Essen und eine Einhaltung der Verbote für
Antibiotika, Tiermehl u.a. im Futter.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12175
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