• 25.09.2001, 10:17:34
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EURO-Umstellung wird Belastung für Klein- und Mittelbetriebe=

Gerade die kleinen Handels- und Gewerbebetriebe werden Probleme bekommen

Wien, 24-09-2001 (fpd) - "Es ist zu befürchten, daß viele kleine
Handels- und Gewerbebetriebe während der dualen Bargeldphase in
größere Schwierigkeiten geraten," stellt Dieter Langer, Vizepräsident
der Wirtschaftskammer Wien fest. Und weiter, "Während die Supermärkte
eigene Schalter bzw. Kassen für die Umwechslung von Schilling in Euro
einrichten werden, haben die kleineren Betriebe das Problem, den
Bargeldbedarf für die Umstellungsphase zu finanzieren!"

Die Berechnungen der Nationalbank ergeben einen vier- bis fünffachen
Bargeldbedarf für die ersten Wochen der dualen Bargeldphase; also
jener Zeit, in der beide Währungen Gültigkeit haben. Die Frage ist
nur, wie soll ein kleiner Greißler oder Trafikant diesen
Bargeldbedarf finanzieren? Tatsache ist, daß die vorschüssige
Finanzierung der Umtauschphase voll zu Lasten dieser Unternehmer
geht. Denn auf die Herausgabe in Schilling ist der Konsument mangels
entsprechender Aufklärung nicht eingestellt.

"Gerade die Nahversorger werden die Last der Umstellung zu tragen
haben", führt Langer weiter aus. "Natürlich wird jeder Konsument
versuchen, möglichst schnell seine Schillingbestände loszuwerden,
ohne sich bei den Banken und Sparkassen anstellen zu müssen. Die
Bezahlung einer Zeitung oder von zwei Semmeln mit einem Tausender
wird in den ersten Tagen eher der Regelfall als die Ausnahme sein."

Wenn man dann auch noch bedenkt, daß die Renten und Pensionen in den
letzten Dezembertagen durch die Briefträger ebenfalls noch in
Schillingen ausbezahlt werden, dann kann man sich vorstellen, was auf
die Nahversorger zukommt. Gerade jene Leute, die kein Bankkonto haben
und die Pension in bar beziehen, wird man wohl schwer zu den Banken
schicken können. Auch hier werden wieder die kleinen Händler und
Gewerbetreibenden unbezahlte Dienste leisten müssen.

"Es mehren sich die Meldungen, wonach etliche Nahversorger im
Dezember zusperren, aber im Jänner nicht mehr aufsperren möchten. Für
diese Betriebe muß seitens der Wirtschaftskammer und auch seitens der
Stadtregierung etwas getan werden. Die Zeit drängt allerdings, denn
am 32. Dezember ist es zu spät", schloß Langer. (Schluß)

Rückfragehinweis: Fachliste der gewerblichen Wirtschaft - RFW Wien

Tel: 01-715 49 80-0* Fax: 01-715 49 80-12
E-Mail: wirtschaft@liste2.at

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