- 20.09.2001, 11:36:25
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Swoboda: Kampf gegen Terrorismus kann nicht mit Repression gewonnen werden
Berger fordert eigenen EU-Kommissar für innere Angelegenheiten
Wien (SK) "In der Frage des gemeinsamen Kampfes gegen den
Terrorismus habe ich in der Vergangenheit immer wieder auf
Nachlässigkeiten auf der europäischen Ebene hingewiesen - etwa im
Umgang mit dem Terror in Mazedonien. Dennoch: Bei allen Maßnahmen,
die nun gesetzt werden, dürfen die Grund- und Freiheitsrechte des
Individuums nicht in Frage gestellt werden. Der Kampf gegen den
Terrorismus kann nicht mit Repression gewonnen werden", erklärte der
Leiter der SPÖ-Delegation, Hannes Swoboda, Donnerstag anlässlich des
Sondertreffens der EU-Innen- und Justizminister. "Die
Auseinandersetzung mit dem Terrorismus bedarf einer völligen
Integration der dritten Säule, also von Justiz und inneren
Angelegenheiten, in die EU-Kompetenzen. Europol muss mit mehr
Möglichkeiten ausgestattet werden - und es braucht einen eigenen
EU-Kommissar für innere Angelegenheiten", betonte
SPÖ-Europaabgeordnete Maria Berger. ****
In den Bereichen Justiz und innere Angelegenheiten seien
jetzt "echte europäische Kompetenzen" - anstatt von "untereinander
schlecht koordinierten Regierungen mit all ihren Vorbehalten" -
vonnöten, stellte Berger klar.
Eine Auseinandersetzung sei in diesem Zusammenhang aber auch
mit dem Thema Geldwäsche nötig. "Es ist unverständlich, warum der
Ministerrat die Annahme der Geldwäsche-Richtlinie inklusive der
Änderungswünsche des EU-Parlaments verschleppt", so die
SPÖ-Europaabgeordnete. Die gesamte Annahme würde so gefährdet,
schloss Berger. (Schluss) se/mp
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