- 14.09.2001, 12:17:49
- /
- OTS0114 OTW0114
"Mobil sein - Mobil bleiben"-Aktion präsentiert
Sobotka: Mehr Unterstützung für ältere Verkehrsteilnehmer
St.Pölten (NLK) - Mit "Mobil sein - Mobil bleiben" startet die
Niederösterreichische Landesregierung gemeinsam mit dem ÖAMTC, dem
Roten Kreuz und der Optiker-Innung eine Schwerpunktaktion, um ältere
Verkehrsteilnehmer in ihrer Mobilität zu unterstützen.
"Die Teilnehmer an der Aktion "Mobil sein - Mobil bleiben", sollen
eventuelle Schwächen wie verlangsamte Reaktion und geschwächtes
Sehvermögen einschätzen lernen, um damit umgehen zu können",
beschreibt Finanz-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka die Ziele der
Aktion.
Den Verkehrsteilnehmern werden im Laufe eines sogenannten
"Mobilitätstages" umfassende Testmöglichkeiten und reichhaltige
Informationen geboten.
"Niederösterreich ist seit langem Vorreiter und Vorzeigebundesland
was die Verkehrssicherheit betrifft. Das unterstreicht auch die von
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll initiierte erfolgreiche
Schutzengelaktion. So konnten in den letzten Jahren alleine 700
Gefahrenstellen auf den niederösterreichischen Strassen entschärft
werden", betont Sobotka.
Im Rahmen der für einen Tag anberaumten Mobilitätstage können die
Teilnehmer ihr Reaktionsvermögen testen. Zusätzlich können durch die
Kooperation mit dem Roten Kreuz wichtige Erste-Hilfe-Tipps
aufgefrischt werden. Außerdem werden in Zusammenarbeit mit der
Landesinnung der Augen- und Kontaktlinsenoptiker Sehtests angeboten.
ÖAMTC-Experten informieren im Anschluss über relevante
Gesetzesänderungen. Es werden sowohl Fragen rund um den Führerschein
als auch Tipps und Ratschläge für aktive Senioren erörtert. Als
Bestätigung der erfolgreichen Teilnahme an den verschiedenen
Aktionsschwerpunkten erhalten die Teilnehmer eine Mobilitätscard.
"Alle Maßnahmen, die wir setzen, können aber die
Eigenverantwortung aller Verkehrsteilnehmer nicht ersetzen. Ich
ersuche daher alle Autofahrer, Rücksicht im Straßenverkehr zu nehmen
und besonders vorsichtig zu fahren", mahnt Sobotka abschließend.
Bund und Traisen-Wasserverband feierten Vollendung:
Hochwasserschutzmassnahmen in St.Pölten abgeschlossen
Im Süden der Landeshauptstadt St.Pölten zwischen Spratzern und
Harland schlossen gestern, Donnerstag, das Bundesministerium für
Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, und das Land
Niederösterreich als mittelbare Bundeswasserbauverwaltung die
Behebung der Hochwasserschäden vom Juli 1997 an der Traisen ab. Die
Kosten für diesen Umbau der Traisen beliefen sich auf 20 Millionen
Schilling (1,45 Millionen Euro) und werden vom Bund (zu 95 Prozent)
und vom Traisen-Wasserverband (zu 5 Prozent) getragen. Die Planer des
Projektes, das von Herbst 1997 bis in den Spätsommer 2001 dauerte,
sind die Abteilung für Hydrobiologie, Fischereiwirtschaft und
Aquakultur der Universität für Bodenkultur und das Zivilingenieurbüro
DonauConsult Zottl & Erber, die Ausführung des Baues hatten das Amt
der NÖ Landesregierung, Gruppe Wasser, der Traisen-Wasserverband und
der Bund über.
Beim Umbau und der Sanierung der unteren Traisen schützt jetzt am
rechten Ufer ein neuer Damm, der rund 50 Meter landeinwärts gebaut
wurde, die Bewohner vor Hochwässern. Die Sohlstufe im Traisenbett
wurde durch eine Steinschlichtung gesichert, Mauern und Böschungen
wurden saniert. Zudem baute man auf rund 500 Metern Länge am rechten
Traisenufer einen Umgehungsarm, der das beim Hochwasser 1997
entstandene Gerinne ausnützt. Auch alle Fische nützten diesen
Umgehungsarm, der künftig die Traisen aufnehmen wird, während das
alte Bett normalerweise nur geringfügig dotiert wird. In Zeiten von
Hochwasser wird allerdings das alte Gerinne den meisten Teil
aufnehmen. Beim Umgehungsarm wird übrigens erstmals die "Deutsche
Tamariske" gepflanzt, die früher für die Traisen charakteristisch
war, aber heute auf der gesamten Flusslänge ausgestorben ist.
Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi freute sich
besonders über die klaglos verlaufene, gelungene Zusammenarbeit der
Bundesseite, die den größten Teil des finanziellen Beitrages
geleistet habe, und des Traisen-Wasserverbandes. Einerseits sei dem
Hochwasser an dieser Stelle wieder Einhalt geboten, andererseits die
Ökologie deutlich verbessert worden. Damit sei jedenfalls ein großer
Teil des Gesamtkonzeptes vollendet worden. Sektionschef Dipl.Ing. Dr.
Wolfgang Stalzer als Vertreter des Bundes meinte, dass bei allen
europäischen Gewässern die Verantwortlichen bemüht seien, sie als
lebende Flüsse wieder in ein natürliches Verhältnis zu bringen.
Bürgermeister Willi Gruber sagte, das Grundwasser als Trinkwasser der
Region sei gut. Das Wasser will man jedoch auch weiterhin so
erhalten, ortete er in der Nähe von St.Pölten bzw. Wilhelmsburg noch
weitere Projekte zum Schutz vor Hochwässern. Der Vertreter des Landes
Niederösterreich, Dipl.Ing. Karl Dimmel, hob besonders die Tatsache
hervor, dass die Traisen vor rund 100 Jahren, bevor sie durch die
Regulierungen nachhaltig verändert wurde, noch eines der
fischreichsten Gewässer des Landes Niederösterreich gewesen sei.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Büro LR Sobotka
Tel.: 02742/9005-12319
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK






