"Mobil sein - Mobil bleiben"-Aktion präsentiert

Sobotka: Mehr Unterstützung für ältere Verkehrsteilnehmer

St.Pölten (NLK) - Mit "Mobil sein - Mobil bleiben" startet die Niederösterreichische Landesregierung gemeinsam mit dem ÖAMTC, dem Roten Kreuz und der Optiker-Innung eine Schwerpunktaktion, um ältere Verkehrsteilnehmer in ihrer Mobilität zu unterstützen.

"Die Teilnehmer an der Aktion "Mobil sein - Mobil bleiben", sollen eventuelle Schwächen wie verlangsamte Reaktion und geschwächtes Sehvermögen einschätzen lernen, um damit umgehen zu können", beschreibt Finanz-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka die Ziele der Aktion.

Den Verkehrsteilnehmern werden im Laufe eines sogenannten "Mobilitätstages" umfassende Testmöglichkeiten und reichhaltige Informationen geboten.

"Niederösterreich ist seit langem Vorreiter und Vorzeigebundesland was die Verkehrssicherheit betrifft. Das unterstreicht auch die von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll initiierte erfolgreiche Schutzengelaktion. So konnten in den letzten Jahren alleine 700 Gefahrenstellen auf den niederösterreichischen Strassen entschärft werden", betont Sobotka.

Im Rahmen der für einen Tag anberaumten Mobilitätstage können die Teilnehmer ihr Reaktionsvermögen testen. Zusätzlich können durch die Kooperation mit dem Roten Kreuz wichtige Erste-Hilfe-Tipps aufgefrischt werden. Außerdem werden in Zusammenarbeit mit der Landesinnung der Augen- und Kontaktlinsenoptiker Sehtests angeboten. ÖAMTC-Experten informieren im Anschluss über relevante Gesetzesänderungen. Es werden sowohl Fragen rund um den Führerschein als auch Tipps und Ratschläge für aktive Senioren erörtert. Als Bestätigung der erfolgreichen Teilnahme an den verschiedenen Aktionsschwerpunkten erhalten die Teilnehmer eine Mobilitätscard.

"Alle Maßnahmen, die wir setzen, können aber die Eigenverantwortung aller Verkehrsteilnehmer nicht ersetzen. Ich ersuche daher alle Autofahrer, Rücksicht im Straßenverkehr zu nehmen und besonders vorsichtig zu fahren", mahnt Sobotka abschließend. Bund und Traisen-Wasserverband feierten Vollendung:
Hochwasserschutzmassnahmen in St.Pölten abgeschlossen

Im Süden der Landeshauptstadt St.Pölten zwischen Spratzern und Harland schlossen gestern, Donnerstag, das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, und das Land Niederösterreich als mittelbare Bundeswasserbauverwaltung die Behebung der Hochwasserschäden vom Juli 1997 an der Traisen ab. Die Kosten für diesen Umbau der Traisen beliefen sich auf 20 Millionen Schilling (1,45 Millionen Euro) und werden vom Bund (zu 95 Prozent) und vom Traisen-Wasserverband (zu 5 Prozent) getragen. Die Planer des Projektes, das von Herbst 1997 bis in den Spätsommer 2001 dauerte, sind die Abteilung für Hydrobiologie, Fischereiwirtschaft und Aquakultur der Universität für Bodenkultur und das Zivilingenieurbüro DonauConsult Zottl & Erber, die Ausführung des Baues hatten das Amt der NÖ Landesregierung, Gruppe Wasser, der Traisen-Wasserverband und der Bund über.
Beim Umbau und der Sanierung der unteren Traisen schützt jetzt am rechten Ufer ein neuer Damm, der rund 50 Meter landeinwärts gebaut wurde, die Bewohner vor Hochwässern. Die Sohlstufe im Traisenbett wurde durch eine Steinschlichtung gesichert, Mauern und Böschungen wurden saniert. Zudem baute man auf rund 500 Metern Länge am rechten Traisenufer einen Umgehungsarm, der das beim Hochwasser 1997 entstandene Gerinne ausnützt. Auch alle Fische nützten diesen Umgehungsarm, der künftig die Traisen aufnehmen wird, während das alte Bett normalerweise nur geringfügig dotiert wird. In Zeiten von Hochwasser wird allerdings das alte Gerinne den meisten Teil aufnehmen. Beim Umgehungsarm wird übrigens erstmals die "Deutsche Tamariske" gepflanzt, die früher für die Traisen charakteristisch war, aber heute auf der gesamten Flusslänge ausgestorben ist. Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi freute sich besonders über die klaglos verlaufene, gelungene Zusammenarbeit der Bundesseite, die den größten Teil des finanziellen Beitrages geleistet habe, und des Traisen-Wasserverbandes. Einerseits sei dem Hochwasser an dieser Stelle wieder Einhalt geboten, andererseits die Ökologie deutlich verbessert worden. Damit sei jedenfalls ein großer Teil des Gesamtkonzeptes vollendet worden. Sektionschef Dipl.Ing. Dr. Wolfgang Stalzer als Vertreter des Bundes meinte, dass bei allen europäischen Gewässern die Verantwortlichen bemüht seien, sie als lebende Flüsse wieder in ein natürliches Verhältnis zu bringen. Bürgermeister Willi Gruber sagte, das Grundwasser als Trinkwasser der Region sei gut. Das Wasser will man jedoch auch weiterhin so erhalten, ortete er in der Nähe von St.Pölten bzw. Wilhelmsburg noch weitere Projekte zum Schutz vor Hochwässern. Der Vertreter des Landes Niederösterreich, Dipl.Ing. Karl Dimmel, hob besonders die Tatsache hervor, dass die Traisen vor rund 100 Jahren, bevor sie durch die Regulierungen nachhaltig verändert wurde, noch eines der fischreichsten Gewässer des Landes Niederösterreich gewesen sei.

Rückfragen & Kontakt:

Büro LR Sobotka
Tel.: 02742/9005-12319

Niederösterreichische Landesregierung

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK