Sigrid Pilz: "Unverständliche Entscheidung"

Grüne zur Neubestellung des Wiener Patientenanwaltes

Wien (Grüne) - Als "unverständlich" bezeichnet die Gesundheitssprecherin der Wiener Grünen, Sigrid Pilz, die geplante Bestellung von Walter Dohr zum neuen Wiener Patientenanwalt. Die Wiener Landesregierung wird nächste Woche den SPÖ-nahen Juristen als künftigen Patientenanwalt bestellen. Zwanzig Personen haben sich für diese Funktion beworben. Darunter mehrere qualifizierte Frauen. Pilz:
"Einmal mehr wurde hier die Chance vertan, eine qualifizierte Frau für eine leitende Funktion zu bestellen."

Nach Ansicht der Grünen ist die Entscheidung für einen Juristen, der noch nie im Gesundheitsbereich tätig war mehr als fragwürdig. Dies vor allem deshalb, weil es eine klare Alternative gegeben hätte. Eine der Bewerberinnen kam aus dem Gesundheitsbereich und wurde von der Kommission ebenfalls als qualifiziert eingestuft. Zitat aus dem Kommissionsbericht über die Betroffene: "Nach Meinung der Hearingkommission bringt sie in fachlicher Sicht, als auch in Bezug auf die geforderten Persönlichkeitseigenschaften alle Voraussetzungen für die ausgeschriebene Position mit."

"Diese Bestellung lässt parteipolitisches Kalkül befürchten. Warum sonst sollte ein Jurist, der nie im Gesundheitsbereich tätig war gegen eine gleich qualifizierte Frau, die noch dazu aus dem Bereich kommt, vorgezogen werden", so die Gesundheitssprecherin der Wiener Grünen abschließend.

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