• 12.09.2001, 10:34:54
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Kärnten vergibt wieder Preis für Menschenrechte

Unabhängige Jury entscheidet über Einreichungen - auch Menschenrechtsarbeit im Alltag ist preisverdächtig

Klagenfurt (OTS)- Bis zum 25. November können Teilnehmer am
Kärntner Menschenrechtspreis 2001 nominiert werden. Der mit 100.000
Schilling dotierte Menschenrechtspreis wird heuer bereits zum achten
Mal vergeben. Mit der Verleihung dieses Preises soll auf die
Menschenrechte stärker aufmerksam gemacht werden.

Der Menschenrechtspreis wurde von der Kärntner Landesregierung
gemeinsam mit Vertretern der katholischen, der evangelischen und der
altkatholischen Kirche sowie der Menschenrechtsorganisation "amnesty
international" Kärnten (ai) 1994 ins Leben gerufen. Damit hat Kärnten
eine Vorreiterrolle in Österreich übernommen.

Kärntner und Nicht-Kärntner teilnahmeberechtigt

Nach den Vorstellungen des Menschenrechtsbeirates, der von der
Kärntner Landesregierung eingerichtet wurde und für die die
Ausschreibung und Vergabe des Preises eingesetzt ist, gehe es dabei
nicht nur um abstrakte Menschenrechtsverletzungen in entfernten
Ländern, sondern auch um Verbesserungen im menschlichen Zusammenleben
- Menschenrechtsarbeit im Alltag ist laut Jury danach ebenso
auszeichnungswürdig.

Als Preisträger können Kärntnerinnen und Kärntner nominiert
werden, die sich im In- und Ausland für Menschenrechte einsetzen aber
auch Nicht-Kärntner, die in Kärnten tätig wurden. Dabei können
bekannte Persönlichkeiten oder auch bislang unbekannte Personen, die
im kleinen Bereich, wie beispielsweise in der Nachbarschaftshilfe
tätig sind, zum Zug kommen. Es gilt also nicht nur der Einsatz um
politische oder religiöse Menschenrechte als Verleihungsgrund.

Verleihung durch den Landeshauptmann

Bis zum 1. Dezember können Vorschläge für die Zuerkennung des
Menschenrechtspreises 2001 an das Amt der Kärntner Landesregierung,
Landesamtsdirektion, Arnulfplatz 1, 9021 Klagenfurt (z. Hd. LAD-Stv.
DDr. Karl Anderwald) gerichtet werden. Personen oder Gemeinschaften
können von der öffentlichen Hand, Vereinen aber auch von
Einzelpersonen nominiert werden. Zugelassen sind ebenfalls
aktualisierte frühere Einreichungen. Der Preis wird rund um den 10.
Dezember, dem internationalen Tag der Menschenrechte, von
Landeshauptmann Dr. Jörg Haider verliehen.

Den Vorsitz in der Auswahljury hat Dr. Larissa Krainer von
ai-Kärnten inne. Mitglieder sind Dompfarrer Msgr. Mag. Michael Rauter
(röm-kath. Kirche), Pfarrer Mag. Lutz Lehmann (evang. Kirche) und der
Altkatholische Pfarrer Erich Ickelsheimer sowie die
Parteienvertreter, LAbg. Dietlinde Kreutzer (FPÖ), Dr. Peter Kaiser
(SPÖ) und Mag. Udo Puschnig (ÖVP).

Preisträger 1994 bis 2000

Die ersten Preisträger waren der Flüchtlingsexperte aus Villach,
Karl-Heinz Birkhold, und das Frauenhaus in Klagenfurt. 1995 ging der
Preis an Karl Hainz von der Fremdenpolizei Klagenfurt und die
"Kärntner Gehörlosen", es folgte der Kärntner Landesbeamte und
langjährige Klagenfurter Gruppensprecher von "amnesty international",
DI Friedrich Mihurko. Im Jahr darauf wurde Schwester Frieda
Burgstaller für ihr Wirken als Missionarin im Sudan im Auftrag des
Evangelischen Arbeitskreises für Weltmission Trägerin des Kärntner
Menschenrechtspreises. 1998 wurden Prof. Heinz Olschewski sowie
Johann Pfennich und Harald Raffer ausgezeichnet. Im Jahr 1999 wurde
der Preis geteilt zwischen dem Verein "Aspis", der es sich zur
Aufgabe macht, Gewaltopfern in Krisen-fällen zu helfen und dem
Verein die "4 Jahreszeiten" für die Tagesbetreuung von Schulabgängern
der Schwerstbehindertensonderschulen. Im vergangenen Jahr erhielt die
Projektgruppe "Menschenrechte" des Landesgendarmeriekommandos Kärnten
den Kärntner Menschrechtspreis verliehen.

Rückfragehinweis: Kärntner Landesregierung

Landespressedienst
Tel.: (0463) 536-2852

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