Kärnten vergibt wieder Preis für Menschenrechte

Unabhängige Jury entscheidet über Einreichungen - auch Menschenrechtsarbeit im Alltag ist preisverdächtig

Klagenfurt (OTS)- Bis zum 25. November können Teilnehmer am Kärntner Menschenrechtspreis 2001 nominiert werden. Der mit 100.000 Schilling dotierte Menschenrechtspreis wird heuer bereits zum achten Mal vergeben. Mit der Verleihung dieses Preises soll auf die Menschenrechte stärker aufmerksam gemacht werden.

Der Menschenrechtspreis wurde von der Kärntner Landesregierung gemeinsam mit Vertretern der katholischen, der evangelischen und der altkatholischen Kirche sowie der Menschenrechtsorganisation "amnesty international" Kärnten (ai) 1994 ins Leben gerufen. Damit hat Kärnten eine Vorreiterrolle in Österreich übernommen.

Kärntner und Nicht-Kärntner teilnahmeberechtigt

Nach den Vorstellungen des Menschenrechtsbeirates, der von der Kärntner Landesregierung eingerichtet wurde und für die die Ausschreibung und Vergabe des Preises eingesetzt ist, gehe es dabei nicht nur um abstrakte Menschenrechtsverletzungen in entfernten Ländern, sondern auch um Verbesserungen im menschlichen Zusammenleben - Menschenrechtsarbeit im Alltag ist laut Jury danach ebenso auszeichnungswürdig.

Als Preisträger können Kärntnerinnen und Kärntner nominiert werden, die sich im In- und Ausland für Menschenrechte einsetzen aber auch Nicht-Kärntner, die in Kärnten tätig wurden. Dabei können bekannte Persönlichkeiten oder auch bislang unbekannte Personen, die im kleinen Bereich, wie beispielsweise in der Nachbarschaftshilfe tätig sind, zum Zug kommen. Es gilt also nicht nur der Einsatz um politische oder religiöse Menschenrechte als Verleihungsgrund.

Verleihung durch den Landeshauptmann

Bis zum 1. Dezember können Vorschläge für die Zuerkennung des Menschenrechtspreises 2001 an das Amt der Kärntner Landesregierung, Landesamtsdirektion, Arnulfplatz 1, 9021 Klagenfurt (z. Hd. LAD-Stv. DDr. Karl Anderwald) gerichtet werden. Personen oder Gemeinschaften können von der öffentlichen Hand, Vereinen aber auch von Einzelpersonen nominiert werden. Zugelassen sind ebenfalls aktualisierte frühere Einreichungen. Der Preis wird rund um den 10. Dezember, dem internationalen Tag der Menschenrechte, von Landeshauptmann Dr. Jörg Haider verliehen.

Den Vorsitz in der Auswahljury hat Dr. Larissa Krainer von ai-Kärnten inne. Mitglieder sind Dompfarrer Msgr. Mag. Michael Rauter (röm-kath. Kirche), Pfarrer Mag. Lutz Lehmann (evang. Kirche) und der Altkatholische Pfarrer Erich Ickelsheimer sowie die Parteienvertreter, LAbg. Dietlinde Kreutzer (FPÖ), Dr. Peter Kaiser (SPÖ) und Mag. Udo Puschnig (ÖVP).

Preisträger 1994 bis 2000

Die ersten Preisträger waren der Flüchtlingsexperte aus Villach, Karl-Heinz Birkhold, und das Frauenhaus in Klagenfurt. 1995 ging der Preis an Karl Hainz von der Fremdenpolizei Klagenfurt und die "Kärntner Gehörlosen", es folgte der Kärntner Landesbeamte und langjährige Klagenfurter Gruppensprecher von "amnesty international", DI Friedrich Mihurko. Im Jahr darauf wurde Schwester Frieda Burgstaller für ihr Wirken als Missionarin im Sudan im Auftrag des Evangelischen Arbeitskreises für Weltmission Trägerin des Kärntner Menschenrechtspreises. 1998 wurden Prof. Heinz Olschewski sowie Johann Pfennich und Harald Raffer ausgezeichnet. Im Jahr 1999 wurde der Preis geteilt zwischen dem Verein "Aspis", der es sich zur Aufgabe macht, Gewaltopfern in Krisen-fällen zu helfen und dem Verein die "4 Jahreszeiten" für die Tagesbetreuung von Schulabgängern der Schwerstbehindertensonderschulen. Im vergangenen Jahr erhielt die Projektgruppe "Menschenrechte" des Landesgendarmeriekommandos Kärnten den Kärntner Menschrechtspreis verliehen.

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