"Kleine Zeitung" Kommentar: "Ökonomie & Politik" (von Frido Hütter)

Ausgabe vom 10.9.2001

Graz (OTS) - Morgen tagt erstmals der so genannte ORF-"Übergangs-Ausschuss". Das ist jene Runde, die den ORF und seine Gremien in das neue Gesetzeszeitalter begleiten soll.

Klaus Pekarek, Kärntner ORF-Kurator und Mitglied der Übergangstruppe, hat im Vorfeld eine Debatte ausgelöst: Er stellt die tägliche Radio-Kärnten-Sendung in slowenischer Sprache infrage. Wir haben darüber berichtet.

Pekarek meint, die Kooperation des ORF mit slowenischen Privatsendern im Land mache eine eigene Sendung obsolet. Heftige Proteste seitens der Opposition hat es schon gegeben. Und Kärntens Intendant Gerhard Draxler stellt sich (vorerst) felsenfest vor das Programm.

Auch wenn vielen Kärntnern diese täglichen 50 Minuten fremd geblieben sind, ist die Sendung ein wichtiges Signal: Sie bedeutet, dass die slowenischsprachigen Mitbürger, die ja auch volle ORF-Gebühren zahlen, vom ORF auch bedient werden. Was würden andere Interessengruppen sagen, wenn man ihre Belange in private Sender auslagern würde?

Klaus Pekarek ist ein wirtschaftlich denkender Mensch. Doch manchmal reicht die ökonomische Dimension in der Politik nicht aus. Manchmal muss Politik auch etwas kosten dürfen.

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