"profil": Bank Austria revidiert Konjunkturprognose neuerlich nach unten

Wirtschaftsforscher Walterskirchen: "Die Chancen einer weltweiten Rezession stehen 50:50"

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, werden aufgrund des weltweit deutlich abgekühlten Konjunkturklimas die Volkswirte der Bank Austria ihre Prognose für das diesjährige Wirtschaftswachstum in Österreich in den kommenden Tagen neuerlich nach unten korrigieren. Laut Bank-Austria-Chefsvolkswirtin Marianne Kager wird sich die neue Schätzung auf "1,4 oder 1,5 %" belaufen.

Im vergangenen Juni hatte Kager ihre Prognose für das BIP-Wachstum von zwei auf 1,7 % revidiert. Damals folgte das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) dem Beispiel wenige Tage später.

Im Gespräch mit "profil" macht Wifo-Konjunkturexperte Ewald Walterskirchen noch keine Angaben über eine mögliche Korrektur der Wachstumsprognose. Dies werde erst Ende September feststehen. Klar sei hingegen, dass die prognostizierte Arbeitslosenrate für 2001 "absolut nicht haltbar" sei. Das Wifo hat für heuer bislang eine Arbeitslosenrate von 5,7 % (nach 5,8 % im Vorjahr) in Aussicht gestellt. Laut Walterskirchen werde diese Prognose aller Voraussicht nach auf 5,9 % korrigiert.

Zur Situation der Weltwirtschaft meint Walterskirchen im "profil"-Gespräch: "Meiner Meinung nach ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer weltweiten Rezession kommt, genauso hoch wie jene, dass es sich um eine vorübergehende Konjunkturdelle handelt. Die Chancen stehen 50:50." Die weitere Entwicklung hänge von der künftigen wirtschaftlichen Situation in den USA ab. Walterskirchen:
"Die USA müssen die Weltwirtschaft aus der momentanen Situation herausziehen."

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"profil"-Redaktion

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