Grüne/Liesing: Bezirksklubobfrau Widder: Liesing als Mülldeponie!?

Wien (Grüne) - "450.000 Tonnen Müll sollen in der neuen Wiener Müllverbrennungsanlage jährlich entsorgt werden. Das heißt Anlieferung von 1800 Tonnen Mist täglich, das sind stündlich mehr als 40 Fahrten der riesigen Müllfahrzeuge. Da es in Wien soviel Mist nicht gibt, wird vermutlich von auswärts Mist angeliefert werden, um die Müllverbrennungsanlage voll auszunutzen", so argumentiert die Grüne Klubobfrau von Liesing, Helga Widder, gegen eine geplante Müllverbrennungsanlage.

Gute Chancen, dieses Horrorszenario hautnah erleben zu dürfen, haben die LiesingerInnen, genauer die InzersdorferInnen. Der Standort Heizwerkstraße wird als "heißer Tipp" gehandelt. Die Menschen dort haben bereits einiges auszuhalten. Neben den vielen LKW’s des Großgrünmarktes, die Tag und Nacht anliefern, wird bereits das Briefverteilerzentrum gebaut. Weiters ist ein monströses Paketverteilerzentrum geplant, auch die B 301 wird dort verlaufen. "Die Belastung für die Anrainer wird enorm. Aber offenbar ist das nicht genug, denn unter Umständen kommt jetzt dort noch die neue Monstermüllverbrennung", so Widder empört.

Kaum ein Wort gibt es von den zuständigen Stellen über Müllvermeidung. Das Müllvolumen vergrößert sich zusehends, was unter anderem auf die Einweggebinde der Getränkeindustrie zurückzuführen ist. "Aber anstatt hier lenkend einzugreifen, ein Beispiel wäre ein Pfand auf alle Flaschen und Dosen, baut man einfach um drei bis vier Milliarden Schilling eine neue Müllverbrennungsanlage", ärgert sich die Grüne Bezirksklubobfrau!

Bedenklich sind für Widder auch die Schadstoffe: üble Gerüche sowie eine Mischung aus Dioxinen, Furanen und etliche andere Problemstoffe, die sich über weite Teile Liesings ausbreiten werden. Auch in Anbetracht des Großgrünmarktes ist eine solche Konzentration von Schadstoffen abzulehnen.

"Simmering, das auch als möglicher Standort im Gespräch ist, leistet bereits heftigen Widerstand. Kein Wort zu hören ist vom Liesinger Bezirksvorsteher Manfred Wurm. Vermutlich wartet er, bis alles entschieden ist, um dann sein Bedauern auszusprechen. Aber vielleicht wird die Müllverbrennungsanlage hübsch bemalt, dann sind die Bürger beruhigt und alles ist halb so schlimm", schließt die Grüne Bezirksklubobfrau.

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