LHStv. Onodi: Ambulanzgebühren: Auf Einhebung gänzlich verzichten

Bürokratische Hemmnisse und unsoziale Ausrichtung; Ambulanzgebühren sollten wieder abgeschafft werden

St. Pölten, (SPI) - "Die aktuellen Probleme bei der Einhebung der Ambulanzgebühren bestätigen einmal mehr die Vorbehalte gegen diese unsoziale, ungerechte und vor allem überbürokratisierende Maßnahme im Bereich des Gesundheitswesens. Man sollte die Gelegenheit nutzen, auf die Einhebung der Ambulanzgebühren gänzlich zu verzichten und dieses unselige Gesetzesvorhaben im Gesundheitswesen wieder rückgängig zu machen", kommentiert Niederösterreichs Gesundheitsreferentin LHStv. Heidemaria Onodi den Stopp der Rechnungslegung bei den Ambulanzgebühren.*****

Statt von der Bundesregierung erwarteter 4,5 Millionen Verrechnungen liegen derzeit nur 500.000 vor. Damit ist objektiv bewiesen, dass die Patientinnen und Patienten nicht unbegründet Ambulanzen in den Spitälern aufsuchen, sondern die diensthabenden Ärzte sehr wohl den legitimen Besuch und die damit verbundene notwendige Versorgung bescheinigen. Vor allem in den ländlichen Regionen sind es die Ambulanzen, die der Bevölkerung die Versorgungssicherheit geben. Auch kann nicht jeder niedergelassene Arzt sofort jene medizinische Behandlung setzen, die notwendig ist. Dazu braucht er in den meisten Fällen medizinische Voruntersuchungen, beispielsweise einen Röntgenbefund von einem Spital. Hier werden den Patientinnen und Patienten durch die Ambulanzgebühren derzeit unzumutbare zusätzliche Belastungen zugemutet. "Es ist sicher nicht zielführend, wenn der Patient vom niedergelassenen Arzt zuerst in die Unfallambulanz geschickt werden muss um ein Röntgen machen zu lassen - und nachher schickt ihn die Unfallambulanz wieder an den niedergelassenen Arzt zurück, der vielleicht einen Knochenbruch oder einen Sehnenriss diagnostizieren muss, der erst wieder im Spital selbst behandelt werden muss", so die NÖ Gesundheitsreferentin.

"Angesichts der aktuellen Anzeichen einer inakzeptablen Überbürokratisierung und des ohnehin auf seine Sinnhaftigkeit zu hinterfragenden angestrebten aber nicht eingetretenen Lenkungseffektes sollte auf die Einhebung von Ambulanzgebühren gänzlich verzichtet werden und damit die Ambulanzgebühr wieder abgeschafft werden", so LHStv. Onodi abschließend.
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