FORMAT: FP-Spitzenverdiener verdienen mehr als 66.000 Schilling

FP-Einkommensbegrenzung läßt viele Schluplöcher offen

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, läßt die 66.000 Schilling Einkommensgrenze den FP-Spitzenverdieneer zahlreiche Schlupflöcher offen. So fällt beispielsweise das 13. und 14. Monatsgehalt nicht unter die Einkommensbeschränkung, wie Noch-Bundesgeschäftsführer Gilbert Trattner bestätigt. In diesem Jahr kommt Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer allein aus ihren Urlaubs- und Weihnachtsgeld auf rund 360.000 Schilling netto. Finanzminister Karl-Heinz Grasser kommt mit seinem 13. und 14. Urlaubsgeld auf rund 330.000 Schilling und FP-Klubchef Peter Westenthaler immerhin noch auf 300.000 Schilling netto. Zusätzlich haben die FP-Spitzenverdiener so wie alle Regierungsmitglieder und Abgeordnete die Möglichkeit, sich über den Lohnsteuerausgleich - im Fachtermini auch "Arbeitnehmerveranlagung" genannt - fünzig Prozent der Klubsteuer vom Fiskus zurückholen. Auf Antrag könnte Klubobmann Westenthaler in diesem Jahr so rund 100.000 Schilling refundiert bekommen, Finanzminister Grasser rund 120.000 Schilling und Vizekanzlerin Riess-Passer sogar rund 150.000 Schilling. Auf Anfrage erklärte nur Sozialminister Haupt, daß er daran denkt diese steuerliche Möglichkeit , so wie auch schon als Abgeordneter, in Anspruch zu nehmen. Vizekanzlerin Riess-Passer erklärte gegenüber FORMAT: Sollte sie das Geld zurückfordern, will wie Sie es sofort in den Sozialfonds überweisen. Alle restlichen FP-Minister wollten keine Auskunft geben.

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Simon Kravagna
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