- 31.08.2001, 11:24:47
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Häupl/Faymann: Wien hat ein neues Wahrzeichen - die Gasometer City=
Tausende Besucher feierten die Eröffnung des neuen Stadtteils
Wien, (OTS) "Wien hat ein neues Wahrzeichen bekommen. Heute
erobern die Wienerinnen und Wiener mit einem Volksfest ihre Gasometer
City. Der Bau der U-Bahn und 310 Millionen Schilling an
Wohnbauförderungsmitteln waren die Initialzündung für dieses
einmalige Projekt, für dessen Verwirklichung ein
Gesamtinvestitionsvolumen von fast 2,5 Milliarden Schilling notwendig
war. Leistbares Wohnen an einer der trendigsten Adressen auf höchstem
architektonischen und ökologischen Niveau verbunden mit einem
attraktiven Freizeit- und Einkaufsangebot in über 70 Geschäften und
dem schon durch seine Farbgestaltung auffälligen Entertainmentcenter
bereichern die Stadt mit einem neuen Lebens- und Unterhaltungsgefühl.
Durch die Zusammenarbeit der Stadt Wien mit fünf international
renommierten Architekten und mit engagierten Bauträgern konnten vier
Simmeringer Gasbehälter einem neuen Zweck zugeführt und zu neuem
Leben erweckt werden. Die Industriedenkmäler aus dem vorvorigen
Jahrhundert, für die zehn Jahre lang eine Verwendung gesucht worden
ist, dienen den Wienerinnen und Wienern als Wohnungen, Arbeitsplätze
und Freizeitparadies", stellte Bürgermeister Dr. Michael Häupl bei
der feierlichen Eröffnung der Gasometer City fest, die er mit
Wohnbaustadtrat Werner Faymann vornahm.
"Innovative Architektur zu leistbaren Preisen ist seit mehr als
80 Jahren ein Prinzip des sozialen Wohnbaus in Wien. Auch jetzt, am
Beginn des 21. Jahrhunderts, wird diese bewährte Tradition mit
zeitgemäßen Materialien und zeitgemäßer Architektur in den
Neubaugebieten fortgesetzt. So entstanden in der historisch
gewachsenen Stadt neue moderne Zentren. Beispiele dafür sind
Neu-Ottakring, die Donau City, die Hochhäuser an der Alten Donau und
jetzt eben die Gasometer City. Dieses Konzept soll in der Wienerberg
City und in den nicht mehr verwendeten Industrie-Arealen im Wiener
Stadtgebiet seine Fortsetzung finden", sagte Stadtrat Faymann.****
Die Gasometer-City in Zahlen
o Anzahl der gebauten Wohnungen: 605 (geförderte Miet-, und
Eigentumswohnungen)
o Anzahl der Studentenheimplätze: 247
o Sonstige Einrichtungen: 11.000 Quadratmeter Bürofläche, 7.450
Quadratmeter Veranstaltungshalle, 20.200 Quadratmeter Shopping
Mall,
15.800 Quadratmeter Landesarchiv, 600 Quadratmeter Kindertagesheim,
Wohnbauförderungsmittel: 310 Millionen Schilling,
Investitionsvolumen
insgesamt: 2,5 Milliarden Schilling
o Gasometer A (Jean Nouvel/SEG):
128 Wohnungen
5.100 m2 Bürofläche
7.000 m2 Mall- und Geschäftsfläche (Restaurants, Bank, Shops,
Supermarkt,
Lager...)
179 Stellplätze
o Gasometer B (Coop Himmelb(l)au/WBV f. Privatangestellte,GPA)
256 Wohnungen
247 Studentenplätze
Mall
Veranstaltungshalle
317 Stellplätze
o Gasometer C (Manfred Wehdorn/SEG/GESIBA)
92 Wohnungen
5.900 m2 Bürofläche
Mall: Geschäfte, Cafe, Restaurants
350 Stellplätze
o Gasometer D (Wilhelm Holzbauer/GESIBA)
129 Wohnungen
15.800 m2 Stadt- und Landesarchiv
Büros
Mall
163 Stellplätze
Kindertagesheim
Der Bau
Mit 220.000 m² verbauter Fläche war die Gasometer City die
größte Baustelle Europas. Sogar die Bauarbeiten am Potsdamer Platz in
Berlin sind kleiner dimensioniert als der Bau in Simmering. Die
Zahlen sprechen eine beeindruckende Sprache:
o 600 Tonnen Stahl mussten demontiert werden
o 93.000 m³ Beton wurde eingebaut, damit könnten 13 Fußballfelder
einen
Meter hoch zubetoniert werden
o 160.000 m³ Schalung wurde dafür verbraucht
o 78.000 m³ Decken wurden installiert
o 2.600 m³ Ziegelmauerwerk wurde aus den Ziegelmäntel der Gasometer
ausgefräst
o 4.500 m² Ziegelfläche wurde dabei geschnitten
o 60.000 m³ an Aushubmaterial wurde bewegt
o 11.000 Tonnen Stahl wurden eingebaut, das entspricht der
Metallmenge von
130 E-Loks oder dem Gesamtgewicht des Eifelturms
o 90.000 m² Zwischenwände wurden aufgestellt
o 300 Kilometer Kabel wurden verlegt
o 120 Kilometer Wasserleitungsrohre wurden installiert, das
entspricht
einer Entfernung von Wien-Bratislava und retour
o 8.200 Türen und mehr als 5.000 Fenster wurden eingesetzt
o die 150 Tonnen schweren Stahlkuppeln wurden demontiert, zerlegt,
instandgesetzt und mit mehr als 17.000 Schrauben wieder auf den
vier
Gasometern festgeschraubt.
Vom größten Gaswerk Europas zur Gasometer City
Bereits vor 200 Jahren wurde hier in Simmering großflächig
Gemüse für die Wienerinnen und Wiener angebaut. Dieser guten alten
Tradition ist man in Simmering bis zum heutigen Tag treu geblieben.
Von zwei weiteren Besonderheiten des beginnenden 19. Jahrhunderts
aber ist man dort abgekommen: Der Artillerieschießplatz für die Armee
und die Pferderennbahn wurden verlegt.
Stattdessen kam Simmering zum Zug, als es darum ging, die
Industrialisierung Wiens kräftig voranzutreiben. Im Jahr 1818
leuchteten die ersten Gaslaternen in der Wiener Innenstadt. Josef
Prechtl, der Direktor des Wiener Polytechnischen Instituts, hatte
sich Anleihen aus England - der damaligen klaren industriellen Nummer
eins - genommen und diesen Illuminationsversuch mit Gas gestartet.
Zehn Jahre später wurde aus dem Pilotprojekt ein ehrgeiziger
Beleuchtungsplan für ganz Wien. Die mangelnde heimische Gasproduktion
machte im Jahr 1842 eine Vereinbarung mit dem damaligen
Weltmarktführer notwendig. Die Imperial Continental Gas Assiociation
(ICGA) nutzte ihren technologischen Vorsprung des patentierten
Verfahrens, durch die Verglosung von Kohle Gas zu erzeugen. Leider
nutzte dieser Konzern auch ihre De facto-Monopolstellung und lieferte
den Wienerinnen und Wienern Gas zu schlechter Qualität und überhöhten
Preisen.
Als der Bau der Wiener Ringstraße die Nachfrage nach Gas enorm
vergrößert hatte, beschloss die Stadt, die Verträge mit den
englischen Zulieferern mit Ende 1899 zu kündigen. An die Stelle des
importierten Gases sollte die größte Gaswerks Europas treten. 1883
beschloss die Stadt den Ankauf des "Bürgerspitalgrunds", der
Architekt und Ingenieur Theodor Herrmann entwarf die vier typischen
kreisförmigen Außenmauern, die das Gaskraftwerk verbergen sollten.
1896 schließlich war der Weg mit der erfolgten Baugenehmigung frei.
Im selben Jahr erfolgte der Spatenstich - spät genug, schließlich
blieben nur drei Jahre Zeit, um dieses technisch anspruchsvolle
Mammutprojekt zu realisieren. Es mussten ja nicht nur die 143 Tonnen
schweren Stahlkuppeln auf mehr als 50 Meter Höhe gebracht werden,
sondern auch das Kessel- und Maschinenhaus, das Kondensatorengebäude
sowie die Reiniger- und Gasmessanlage errichtet und betriebsbereit
gemacht werden. Überdies mussten die kilometerlangen Gasleitungen
durch Wien verlegt werden.
Mehr als 1.000 Arbeiter arbeiteten tagtäglich daran, dieses
ehrgeizige Vorhaben umzusetzen. Der Rekord für die Errichtung eines
Gasometers lag bei nur 72 Tagen. Durchschnittlich wurden 1,5
Kilometer Gasleitungen verlegt. Und tatsächlich: am 25. Oktober 1899,
nur sechs Tage vor dem Ablauf des Gasliefervertrags mit den
Engländern, wurde das gigantische Werk erfolgreich in Betrieb
genommen. Wien war autark und setzte damit einen weltweit neuen
industriellen Maßstab.
Im Jahr 1986 wurde der letzte der vier Simmeringer Gasometer
nach fast 90-jähriger Nutzung stillgelegt. Bereits 1981 unter
Denkmalschutz gestellt, wurden die vier Ziegeltürme in den Jahren
darauf für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt. Sie dienten
unter anderem als Filmkulisse, als Location für Raves und als
Ausstellungshalle.
Die zukünftige Nutzung der Industriedenkmäler wurde ausführlich
und intensiv diskutiert. Viele unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten
wurden mit potentiellen Investoren überlegt. Die Pläne reichten von
einem Hotel über eine Indoor-Schihalle, einem Flohmarkt, die
Unterbringung des Guggenheim-Museums bis zu Kletterwänden und
Schwimmhallen.
Letztendlich setzte sich aber die Idee eines Nutzungsmix mit dem
Schwerpunkt Wohnen durch. Dabei stellten die als 310 Millionen
Schilling an Wohnbauförderungsmittel seitens der Stadt in der
Gesamtfinanzierung des heute fertiggestellten Projekts den
entscheidenden Impuls dar. 1996 wurde ein Bauträgerwettbewerb
veranstaltet, drei Jahre später erfolgte der Spatenstich für die
Gasometer City durch Wohnbaustadtrat Werner Faymann.
Die Wohnungen
Die Insgesamt 605 Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen in den vier
Gasometern sind zwischen 33 und etwa 113 m2 groß. Es gibt 358
geförderte Miet- und Genossenschaftswohnungen sowie 247 geförderte
und nicht-geförderte Eigentumswohnungen.
Studieren in der Luxusklasse
Das Studentenheim im Gasometer B bietet Innenarchitektur vom
Feinsten zu leistbaren Bedingungen. Die Firma List aus
Edlitz-Thomasberg hat sich dieser Herausforderung gestellt und für
das Minimalbudget von 15 Millionen Schilling für die Inneneinrichtung
sämtlicher 247 Wohnplätze eine einzigartige Unterkunft für
Studierende geschaffen. Dieses mittelständische österreichische
Unternehmen hat international Furore gemacht und unter anderem die
Inneneinrichtung für das "Traumschiff", die MS Deutschland, gebaut.
Das Design der Inneneinrichtung stammt von Coop Himmelb(l)au.
Das Studentenheim wurde mit einem Baukastensystem aus
industriebewährten Stahlblechschränken je nach Bedarf mit Holz oder
Textilien verkleidet. Egal ob Tisch, Kasten oder Bett: alles wurde
aus diesem Baukastensystem generiert.
Die Zimmergröße variiert zwischen 10 und knapp über 20 m², auf
zwei Zimmer kommt je eine Dusche. Jedes Zimmer verfügt über
Kochnische, TV-Abschluss, Internet und Telefon. Wobei die
Raumaufteilung variabel ist. Bis zu fünf Zimmer können zu einer
Wohngemeinschaft mit Gemeinschaftszimmer und Küche zusammengefasst
werden. Die Miete kostet für ein Zimmer zwischen 2.500 und 3.200
Schilling.
Entertainment Center - Pleasuredome
Die vier Gasometer gelten als "Kathedralen der
Industrialisierung". Ihnen gegenüber entstand nach den Plänen des
Architekten Rüdiger Lainer der "Pleasuredome". Dieses Fun-, Freizeit-
und Vergnügungsmonument kann getrost als urbanes und zeitgemäßes
Gegenstück gesehen werden, gleichsam als Kathedrale des
Entertainments. Für Lainer war die Architektur dieser Kathedrale als
autonomes Element im Wahrnehmungskomplex des Unterhaltungszentrums
von Bedeutung. Das heißt: Die Architektur nicht nur als rein
utilitaristische Zweckbindung für das Fun-Erlebnis, sondern als
gestaltetes Erlebnis per se. Dem ankommenden Besucher stellt sich der
Pleasuredome prima vista als insulärer Block dar. Das Gebäude ordnet
sich nicht der ehrfurchtgebietenden Dimension der Industriedenkmälern
unter, es besteht auf seine Originalität.
Die Verbindungswege zu den Gasometern wirken unaufdringlich
einladend und zweckmäßig. Die gekurvten Rampen der Stege
signalisieren sanfte Mobilität. Bis zum Aufstieg in die oberste Etage
bleibt dadurch die Verbindung nach außen aufrecht. Die Glashülle des
Pleasuredoms strahlt unterschiedliche Lichtfarben zurück. Die
Besucher bewegen sich gleichsam entlang eines Lichtmobiles, das aus
den Energiewellen der Umgebung gespeist wird.
Die Architektur dieses Gebäudes kommuniziert mit der Außenwelt.
Auch die gestapelten Ebenen mitsamt ihren Dachlandschaften suchen den
Kontakt und die Verbindung mit der Außenwelt.
Die 40.000 m² an Kinosälen, Foyers, Garagen,
Restaurationsbetrieben und Vergnügungsbetrieben haben dadurch einen
Rahmen fernab der üblichen Banalität kommerzieller
Unterhaltungszentren gefunden.
Die schwimmende Veranstaltungshalle
Wie bringt man eine Konzerthalle und Wohnungen unter einem Dach
unter? Wie lassen sich dröhnende Bässe mit anheimelnder
Schlafatmosphäre vereinbaren?
Die Lösung des Problems ist so banal wie technisch aufwendig.
Die Veranstaltungshalle im Untergeschoss des Gasometer B "schwimmt"
auf einem Kunststoffring. Dieser Ring ist im Fundament verankert und
fängt sämtliche Vibrationen der Halle auf und verhindert so deren
Weiterleiten. Die unabänderlichen Verbindungen (Ein- und Ausgänge,
Leitungsanschlüsse...) zwischen Halle und Gasometer sind durch
elastische Übergangskonstruktionen gelöst. Daher mussten die Halle
völlig eigenständig im "Keller" des Gasometers errichtet werden und
dürfte an keinem Punkt mit den Wänden des Gasometers zusammentreffen.
Oberhalb der "schwimmenden" Veranstaltungshalle grenzt
unmittelbar die Shopping-Mall an, deren Fußboden sich aus
Schallschutzgründen nicht an die Decke der Halle abstützen kann.
Die Konstruktion der Stahlträger, die nach dem Einsturz der
Stahlbetondecke der Veranstaltungshalle in der Bauphase notwendig
geworden ist, ähnelt der historischen Kuppelkonstruktion der
Gasometer. Die Trägerkonstruktion aus Stahl besteht aus 36
Hauptträgern mit bis zu 26 Metern Länge sowie einem Zug- und einem
Druckring. Das Gesamtgewicht der Stahlkonstruktion beträgt fast 300
Tonnen. Ab Mitte Juni begannen parallel zum Aufsetzen der Träger die
umfangreichen und relativ komplizierten Lärmdämm- und
Verkleidungsarbeiten. An der Innen- und Außenseite der Stahlkuppel
wurden Membranen aus Wechsellagen von Paneelen und sogenannten
Schwerfolien aufgebaut.
Hatte man vor wenigen Monaten nach dem Bauzwischenfall noch an
eine Zeitverzögerung bis zur Fertigstellung von mehr als einem halben
Jahr gerechnet, so kann nun durch die rasche Schadensabwicklung und
die rasche Festsetzung der neuen Konstruktionsform (Stahlbeton war
nicht mehr möglich, da die Decke der Einkaufsmall bereits geschlossen
war) die Halle doch bis zum ursprünglich geplanten
Fertigstellungstermin im September den Veranstaltungsbetrieb
aufnehmen. Erwähnenswert ist auch die Tatsache, dass diese technische
Meisterlistung durch österreichische mittelständische Unternehmen
durchgeführt wurde (Voitl, Gerstl und Habau). Das erste Konzert
findet am 26. September mit Roxy Music statt.
Die schwebende Einkaufsstraße durch vier Gasometer
Die Shopping Mall erstreckt sich auf teilweise mehreren Ebenen
über 450 Meter. witterungsunabhängige Glasbrücken bilden die
Verbindungen zwischen den einzelnen Türmen. Ein 43 Meter Skywalk über
die Guglgasse führt vom letzten Gasometer zum neu errichteten
Entertainmentcenter, der spannenden Fortsetzung des Shopping- und
Unterhaltungsangebotes.
Seit 2. Dezember 2000 haben die Gasometer eine eigene Station
der U3. Vom Stephansplatz ist G-town dann in wenigen Fahrminuten
komfortabel und trockenen Fußes zu erreichen. Dem Individualverkehr
bietet von der A23, der Süd-Ost-Tangente, die Abfahrt St. Marx
praktisch direkte Zufahrt zu den 1.200 Stellplätze umfassenden
Parkdecks. Die erste Stunde parken ist gratis.
In dieser Kombination bietet G-town ein für Wien und Österreich
besonderes architektonisches Einkaufs-Erlebnis. Die prominentesten
der insgesamt 70 Geschäfte: Gigasport, Libro, Esprit, Orsay, Pimkie,
H&M, Schöps, Niedermeyer, Spar-Gourmet, Anker, McDonalds, New Yorker,
Tango, max.mobil, One, Palmers P2, Douglas, Shoemanic.
Zukunft und Vergangenheit im Einklang
Ein Kindergarten der Stadt Wien und das Wiener Stadt- und
Landesarchiv im Gasometer D mit insgesamt 11.000 m² Bürofläche runden
das Projekt ab. Diese beiden Einrichtungen symbolisieren sehr
augenscheinlich die zwei zeitlichen Parameter, auf denen die
Gasometer City beruht: Zukunft und Vergangenheit. Die Kinder und
Jugendlichen als die Zukunft unserer Stadt und das Archiv, in dem
Daten und Depeschen, Erlässe und Urkunden als Symbol für die
Geschichte unserer Stadt gesammelt werden.
Bislang war das Archiv im Rathaus untergebracht. Aufgrund der
räumlichen Beschränktheit des neogotischen Hauses wurde bereits seit
Jahren eine passende Unterkunft für diese gesammelte Vergangenheit
der Stadt Wien gesucht - und im Gasometer D endlich gefunden. 35
Kilometer Regale durchziehen den Rundbau. Sie werden bis zum
Jahresende wertvolle Schätze enthalten, schließlich sind 98 Prozent
der archivierten Urkunden und Schriften Unikate. Das älteste Dokument
stammt aus dem Jahr 1208.
Für die jährlich etwa 6.000 Besucher des Landesarchivs stehen 42
Plätze im Lesesaal zur Verfügung. Auf das eine oder andere
Schriftstück werden sie aber noch etwas warten müssen, denn die
Übersiedlung vom Rathaus erfolgt Schritt für Schritt. Täglich vier
bis acht LKW-Ladungen werden von dort nach Simmering transportiert
und fein säuberlich auf ihre neuen Plätze verteilt. Anfang 2002 soll
die Übersiedlung beendet sein. (Schluss) gmp
Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Gerd Millmann-Pichler
Tel.: 4000/81 869
e-mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK






